*+* Edward Brooke-Hitching: „Der goldene Atlas“ *+*

„Wie die Welt bekannt wurde: davon weiß Brooke-Hitching ebenso mitreißend wie kenntnisreich zu erzählen. Das faszinierende Panorama reicht von arabischen und persischen Entdeckungsfahrten und mächtigen mittelalterlichen chinesischen Flotten über goldverrückte Schatzsucher, die die Neue Welt durchsuchten, bis hin zu zum Scheitern verurteilten Polarreisenden, die vom arktischen Eis verschlungen wurden.
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ieser prächtige Band steckt voller überraschender Fakten, basierend auf den neuesten Forschungsergebnissen. Brooke-Hitching illustriert die Heldentaten der großen Entdecker der Geschichte mit einer Fülle von seltenen und bisher unveröffentlichten Karten, Gemälden und Originalfotografien, die aus Privatsammlungen und von Händlern und Archiven auf der ganzen Welt stammen.“ (Quelle: dtv Verlag)

Ich kann mich den lobenden, begeisternden Worten der Verlagsseite über diesen wunderbaren Atlas nur anschließen! Weiterlesen

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*+* Sebastian Fitzek: „Das Geschenk“ *+*

Als ich die ersten Stimmen über den aktuellen Fitzek vernahm, war ich etwas überrascht, denn sie reichten lediglich von enttäuscht bis akzeptabel. Das konnte mich nicht davon abhalten, „Das Geschenk“ zu lesen, aber ich bin mit etwas Skepsis an das Buch herangegangen. Das erste Anlesen war dann tatsächlich nicht sehr überzeugend, sodass ich es zunächst zurückstellte. Beim zweiten Versuch, bei dem ich mir etwas mehr Geduld abrang, lief es dann auch deutlich besser. Es gab diese eine Kleinigkeit, die mich den Kopf schütteln und beim ersten Versuch den Thriller abbrechen gelassen hatte… Milan Berg ist hochbegabt und ein genialer Selbstlerner. So konnte ich einfach nicht begreifen, dass er es nicht geschafft haben soll, sich das Lesen und Schreiben beizubringen. Diese „Unlogik“ schob ich beim zweiten Versuch beiseite, las weiter….und war mehr und mehr gefangen in der skurrilen, surrealen Schreibwelt des Autors. Denn was er an Haupt- und Nebengeschichten um die Themen Analphabetismus und Hirnforschung ersonnen und zu einem genialen Thrillerstreich verknüpft hat, war mal wieder allererste Sahne für mich! Weiterlesen

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*+* Ellen Berg: „Der ist für die Tonne“ *+*

Nach der Scheidung von ihrem Mann hat Hannah sich ein neues Leben aufgebaut. Sie hält sich als Coach für fachgerechtes Ausmisten über Wasser, lebt zusammen mit ihrer pflegebedürftigen Hippie-Mutter, die bei mir für viel Anerkennung und Lacher gesorgt hat,  in einer kleinen WG und lässt gelegentlich im Kreis ihrer Freundinnen die Seele baumeln. Eines ihrer Mädels hat ein neues Projekt für Hannah an Land gezogen: Ihr neuer Flirt lebt unglaublich vermüllt, sodass er Hannah dringend braucht – meint sie. Weiterlesen

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*+* Sasa Stanisic: „Herkunft“ (Buch und Hörbuch) *+*

Vierzehn Jahre alt war Sasa Stanisic, als er mit seinen Eltern von Jugoslawien nach Deutschland floh. Er musste viel zurücklassen, Freunde, Familie, liebgewonnene Gewohnheiten. Was er dafür bekommen würde, lag im Ungewissen.

„Herkunft sind die süßbitteren Zufälle, die uns hierhin, dorthin getragen haben. Herkunft ist Zugehörigkeit, zu der man gar nichts beigesteuert hat.“

In „Herkunft“ schreibt der Autor leidenschaftlich über seine Herkunft, über seine Vergangenheit, seine ersten Gehversuche in Deutschland und darüber, wie er immer besser Fuß fassen konnte. Er teilt teils sehr emotional viele bewegende Erinnerungen mit seinen Lesern und Hörern. Vor allem seiner geliebten Großmutter, die er Stück für Stück verloren hat, widmet er regelmäßig Raum.
Ich folgte gern seinen Worten, denn sowohl der Stil seines Schreibens als auch seines Lesens waren mir sehr sympathisch. Er kommt sehr authentisch rüber, ehrlich, intensiv, beschönigt nicht, beschreibt einfach nur – coloriert mit den Farben seiner eigenen Empfindungen und ohne zu werten – manchmal bekam ich Gänsehaut dabei und Mitgefühl breitete sich in mir aus.

„Herkunft“ ist eine großartige Autobiographie, die mit Realität und ein wenig Fiktion spielt, in der Stanisic bewegend und nicht-chronologisch aus seinem Leben erzählt. Sein altes Leben zurückzulassen und in Deutschland ein neues aufzubauen, erforderte großen Mut und war nicht immer einfach. Aber er hat es geschafft und macht an vielen Stellen deutlich, dass Integration nur dann funktionieren kann, wenn beide Seiten es wollen und fördern – die Bewohner des Landes, die Flüchtlinge aufnehmen, aber auch die Heimatsuchenden selbst. Bei Sasa Stanisic hat dies eindrucksvoll funktioniert. Seine Herkunft wird immer Jugoslawien bleiben, aber es fühlt sich so an, als habe er in Deutschland eine neue Heimat gefunden. Ich gratuliere dem Autor von Herzen zum gewonnenen Deutschen Buchpreis 2019 und wünsche ihm alles Gute für die Zukunft.

Inhalt
In HERKUNFT geht es um Sprache, Schwarzarbeit, die Stafette der Jugend und viele Sommer. Es geht um den Sommer, als mein Großvater meiner Großmutter beim Tanzen derart oft auf den Fuß trat, dass ich beinahe nie geboren worden wäre. Den Sommer, als ich fast ertrank. Den Sommer, in dem Angela Merkel die Grenzen öffnen ließ und der dem Sommer ähnlich war, als ich über viele Grenzen nach Deutschland floh.

Autor und Sprecher
Saša Stanišić wurde 1978 in Višegrad (Jugoslawien) geboren und lebt seit 1992 in Deutschland. Seine Erzählungen und Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet. Saša Stanišić erhielt u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse für »Vor dem Fest« und zuletzt für »Herkunft« den Deutschen Buchpreis 2019 sowie den Eichendorff-Literaturpreis und den Hans-Fallada-Preis der Stadt Neumünster. Er lebt und arbeitet in Hamburg.
Quelle: Randomhouse

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*+* Jaqueline und Daniel Kauer: „Angstbiene Tobi – heldenhaft mutig“ (dago) *+*

Biene Tobi kriegt kalte Füße, wenn er an die Welt außerhalb des Bienenstocks denkt. Aber als sein Freund Ameise verschwindet, springt er über seinen Schatten und verlässt sein Heim. Draußen trifft er neue Tiere, hilft ihnen und lernt sie kennen. So merkt Tobi, dass die Welt außerhalb des Bienenstocks zwar manchmal angsteinflößend sein kann, man dort aber auch viel Spaß hat. Dieses Abenteuer lässt seinen Mutfaktor ganz schön wachsen!! Weiterlesen

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*+* Mitch Albom: „Wer im Himmel auf dich wartet“ *+*

Annie hat es im Leben nie leicht gehabt. Als sie als Jugendliche endlich in Paulo einen Freund finden konnte, hat sie ihn schon kurz danach durch widrige Umstände wieder aus den Augen verloren. Jahre später trifft sie ihn zufällig wieder und die beiden beschließen glücklich, sich nie wieder loszulassen. Die Hochzeit ist beschlossene Sache und findet mit einem anschließenden Ballonflug seinen Höhe- und Tiefpunkt zugleich. Denn der Ballon stürzt ab. Weiterlesen

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*+* Raphaela Edelbauer: „Das flüssige Land“ *+*

Als Ruths Eltern versterben, reagiert die junge Frau mechanisch. Sie schiebt die Trauer beiseite und funktioniert nur noch. Dabei steht sie plötzlich vor einer schwierigen Aufgabe, denn die Eltern wollen nicht wie erwartet in Wien bestattet werden, sondern in Groß-Einland, dem Ort, in dem sie einst aufgewachsen sind. Nur mit ausgeprägtem Starrsinn und viel Glück findet Ruth diesen Ort. Das Lesegefühl, dass sich schon mit den ersten Worten in mir entwickelte, bestätigte sich. Denn zur außergewöhnlichen Protagonistin – Ruth kommt zwar bodenständig, aber dennoch strange rüber – und der sich vom Durchschnittsroman abhebenden Sprache wird nun auch die Kulisse ein stückweit surreal. Mit einer Lektürestimmung zwischen Kafka und Alice im Wunderland erlebte ich das Ankommen Ruths in Groß-Einland, was mich ebenso wie sie selbst aus den Socken kippen ließ. Weiterlesen

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