*+* Christine Sylvester: „Psychopathenpolka“ *+*

psychopathenpolka-lale_petersen_ermittelt_978-3-95400-320-4Psychopathenpolka – Lale Petersen ermittelt

Ein Dresden-Krimi
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Beschreibung

Montagmorgen und die Woche will schon wieder kein Ende nehmen. Erst stößt Kommissarin Lale Petersen mit einem Radfahrer zusammen, aber wenigstens fehlt dem jungen Mann nichts. Dann soll sie mit ihren Kollegen vom Dresdner Morddezernat die Schutzpolizei auf der Jagd nach Perversen in den Elbauen unterstützen. Und schließlich erfährt sie ausgerechnet von ihrem Exmann, dem Schnösel von Staatsanwalt, dass der Radfahrer sie wegen Unfallflucht angezeigt hat!

Als Lale und ihre Kollegin Mandy Schneider den Burschen an seinem Arbeitsplatz zur Rede stellen wollen, ist er kalt, still – und tot. Geschockt und voller Zweifel, ob der Unfall nicht doch die Ursache für Ronny Hummels Tod war, beginnt Lale nachzuforschen: An was für merkwürdigen geheimen Daten, die nicht einmal sein Ausbilder sehen durfte, arbeitete Ronny da in der IT-Firma? Was hat der Staatssekretär damit zu tun? Und warum nehmen Ronnys Eltern die Nachricht von seinem Tod so regungslos zur Kenntnis?

Seit 2005 ermitteln die gebürtige Hamburgerin Lale Petersen und die Ur-Dresdnerin Mandy Schneider in der Elbmetropole. Mit ihrem fünften Fall haben sie bei Sutton Krimi eine neue Heimat gefunden. (Quelle: Sutton Verlag)
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Meine Meinung:
Lale liebt Wein, sie ist ein bisschen chaotisch und kann mit Handtaschen nicht viel anfangen. Die Frau ist mir sympathisch! Da gibt es durchaus Parallelen zu mir… Vielleicht ist das der Grund, warum die Frau Kommissarin mir auf Anhieb gefiel!
Gut, wir haben nicht nur Gemeinsamkeiten. Ihr zuweilen loses Mundwerk und ihre Schlagfertigkeit beherrsche ich keineswegs. Diese Eigenschaften verleihen ihr aber schöne Ecken und Kanten und grenzen sie ab von vielen anderen Ermittlern.

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Aber auch ihre Kollegin Mandy habe ich recht schnell ins Herz geschlossen. Mir graute es zwar schon als Mitfahrer auf dem buchigen Beifahrersitz, aber zum Glück hat die junge Dame uns bei jeder Höllenfahrt unversehrt ans Ziel gebracht. Und sie sächselt so nett. Zum Glück nicht pausenlos, nein, die Autorin hat da das rechte Maß gefunden. Es sind mir schon Kriminalromane untergekommen, wo der Dialekt so extrem eingearbeitet war, dass ich kaum etwas verstanden habe. Hier aber werden die Akzente so liebenswert gesetzt, dass es mir einfach nur Spaß gemacht hat, dieser netten Kollegin zu lauschen. Und ein weiteres schlagkräftiges Argument spricht für Fräulein Mandy…im wahrsten Sinne des Wortes!
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Nicht nur diese beiden Damen aus dem Polizei-Team haben mich den Kriminalroman gerne lesen lassen. Alle Charaktere sind ganz individuell gestaltet, jeder hat sein ganz persönliches Räppelchen und ist somit ein glaubwürdiger Typ.
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Ganz schnell war mir klar, dass ich bei Lale und Mandy Mäuschen spielen wollte, denn diesen interessanten Fall wollte ich mir nicht entgehen lassen. Diskret wie ich die Seiten umblätterte, haben mich die beiden wohl nicht bemerkt, ganz im Gegenteil zu einer sehr motivierten Journalistin, die unbedingt in ihrem Blatt über die Polizeiarbeit in Serie gehen wollte.
Dass diese Dame nicht überall auf Gegenliebe stoßen würde, nun ja, das merkte man sofort. Vor allem nahm Lale kein Blatt vor den Mund und machte ihrem Unwillen zur Kooperation Luft.

Ich konnte sie sehr gut verstehen, denn sie selbst steckte gerade im großen Schlamassel…persönlich und auch dienstlich. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, den Ermittlungen zu folgen, die Phasen der Polizeiarbeit waren interessant und sehr gute Unterhaltung. Nur bei den Mädels-Treffen hätte ich mich beinahe klammheimlich weggeschlichen, denn das traf nicht ganz meinen Nerv.
Allerdings: Wenn ich dann etwas entscheidendes verpasst hätte…..also nahm ich doch an den Treffen mit allem drum und dran teil und ließ mir die kulinarischen Highlights von Lales Nachbarin schmecken.

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„Psychopathenpolka“ beinhaltet drei verschiedene Ermittlungsstränge. Natürlich werde ich jetzt nicht ins Detail gehen. Aber um weiter die Neugierde anzufachen nenne ich einfach mal 3 entscheidende Schlagworte: Internet-Technologie, Drogenhandel, Medikamenten-Studien….
Zunächst fragte ich mich, was diese mir lose erscheinenden Fäden miteinander zu tun haben könnten. Nun, im Laufe des Buches wurde ich aufgeklärt und alles löst sich zum Schluss hin perfekt auf. Fragen blieben bei mir keine offen.

„Psychopathenpolka“ ist ein Regionalkrimi und spielt in Dresden. In jeder Szene, die darauf Bezug nahm, spürte ich einen sehr liebevollen Lokalkolorit. Überhaupt empfand ich den Erzählstil im ganzen Buch als sehr warmherzig, sowohl gegenüber der Region als auch gegenüber den Protagonisten.

Mein Fazit:
Sehr gut gelungener Kriminalroman, der nur wenige Längen hat.
Dennoch halte ich das Buch für sehr empfehlenswert und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Infos zum Buch:
„Psychopathepolka“ von Christine Sylvester ist im März 2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-95400-320-4 im Sutton Verlag erschienen. Es umfasst 400 Seiten und ist auch als eBook erhältlich.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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4 Antworten zu *+* Christine Sylvester: „Psychopathenpolka“ *+*

  1. Pingback: *+* Meine booky Pläne 2014 …April-Bilanz *+* | Irve liest...

  2. zimttraeumereien schreibt:

    Jaaaaa… ich hab es gerade fertig gelesen! Hat mir sehr gut gefallen und ich wünschte, die verrückte Bande würde wirklich durch Dresden stolpern :D

  3. Pingback: *+* Wochenshow #2 *+* | Irve liest...

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