*+* Ursula Poznanski: „VANITAS – Schwarz wie Erde“ *+*

Der Rückentext machte mich neugierig, und zwar ganz extrem!
Eine Frau, die verbergen muss, dass sie noch lebt. Die ihre Vergangenheit vergessen will und dennoch täglich fürchtet und fast damit rechnet, von eben dieser Vergangenheit eingeholt zu werden…..
Die aber nicht einfach in die Versenkung abtauchen kann, denn ihr Job ist es, nach wie vor als Polizeispitzel im Verborgenen im Dreck zu wühlen. Nun aber noch vorsichtiger als früher, denn inzwischen geht es nicht mehr nur darum, nicht aufzufliegen, sondern viel mehr, das Leben und die Identität zu schützen.

Um nach einem verpatzten Einsatz überleben zu können, hat unsere Protagonistin einen neuen Namen bekommen und einen neuen Wirkungskreis verpasst. Sie – Carolin – arbeitet nun als Blumenhändlerin am Wiener Zentralfriedhof. So nah am Tod….. Aber hier ist sie sicher, denn wer würde sie an diesem Ort vermuten?

Als sie eines Tages eine Botschaft erhält, trifft sie das bis ins Mark. Denn ihr Kontaktmann bei der Polizei hat ihr eine unmissverständliche Nachricht in Form von Blumen hinterlassen – eine unverschlüsselte Kommunikation könnte lebensgefährlich sein!
Carolin muss aus ihrem Schutzkokon heraus und nach München gehen. Dort soll sie sich eigentlich nur ein bisschen umhören, das kann doch so gefährlich nicht sein! Von wegen…. Ehe sie sich´s versieht, unterliegt Carolin ihrer Neugier und ihrem starken Drang, die Wahrheit ans Licht zu zerren, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Wird sie in München ein zweites Mal ihr Leben lassen? Ich hoffte nicht, denn Carolin war mir in ihrer störrischen, cleveren, unorthodoxen Art sehr sympathisch. Und ich glaubte es auch nicht, denn VANITAS ist ein Reihenauftakt. Aber konnte ich mir wirklich sicher sein, dass der nächste Teil mit der selben Besetzung gespielt würde?
So bangte ich mit Caro, witterte hinter jeder Ecke eine Gefahr, sah in jedem Menschen, dem sie begegnete, einen Halunken und unterstelle eigentlich jedem, ein falsches Spiel mit ihr zu treiben.

Ursula Poznanskis Art und Weise, ihre Protagonisten zu präsentieren, stützte mein Misstrauen. Aber war es berechtigt oder ging ich der Autorin nur gehörig auf den Leim? Ich fieberte und bangte mit Carolin, verfolgte atemlos ihr Tun und war bass erstaunt, was sie alles ausgrub – und vor allem, mit welchen Mitteln sie arbeitete. Und wie sie sich selbst in höchste Gefahr brachte. Halb so wild, könnte man meinen, denn ihr Polizeikontakt waberte immer als Netz und doppelter Boden im Hintergrund. Als er jedoch die Reißleine ziehen sollte…..kam es anders als gedacht.

Nicht nur Carolins Situation, ihr Hintergrund und das Verhältnis zu ihrem Auftraggeber sind oft mysteriös und rätselhaft. Auch der Fall, für den sie eigens nach München beordert wurde, hat es in sich. Sie gerät tief zwischen die Fronten einiger Bauunternehmer und lüftet ein grausames Geheimnis aus der Vergangenheit.

Die Grundsituation, dass jemand mit neuer Identität ermittelt – und zwar in höchst gefährlichen Kreisen -, die Art der Kommunikation „sag es mit Blumen“, und die teils überraschenden Wege, die sowohl Verbrecher als auch die Ermittlerin gehen, sorgen für interessante und spannende Kurzweil! Dazu kommt noch das mysteriöse Verhältnis zwischen dem „Ermittler-Team“, das hoffentlich im nächsten Teil mehr Aufmerksamkeit erhält. Ich würde nämlich zu gerne wissen, was genau beim verpatzten Fall mit Carolin passiert ist und was für ein Typ hinter dem seltsamen Kontaktmann steckt.

VANITAS hat mir von der ersten bis zur letzten Seite supergut gefallen. Einziger Wermutstropfen war nach der Auflösung des Falls die sehr knapp gehaltene Erklärung, die in dieser Kürze nicht so recht zum ausführlichen, manchmal leicht ausschweifenden Erzählstil des restlichen Thrillers passt. Ansonsten kann ich nur sagen: Daumen hoch und Vorfreude auf den nächsten Teil!


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Inhalt
Tödliche Blumengrüße: „Vanitas – Schwarz wie Erde“ ist der Auftakt zur neuen Thriller-Reihe von Spiegel-Bestseller-Autorin Ursula Poznanski. Eine Wiener Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit ermittelt gegen ein skrupelloses Verbrecher-Syndikat.
Auf dem Wiener Zentralfriedhof ist die Blumenhändlerin Carolin ein so gewohnter Anblick, dass sie beinahe unsichtbar ist. Ebenso wie die Botschaften, die sie mit ihren Auftraggebern austauscht, verschlüsselt in die Sprache der Blumen – denn ihre größte Angst ist es, gefunden zu werden. Noch vor einem Jahr war Carolins Name ein anderer; damals war sie als Polizeispitzel einer der brutalsten Banden des organisierten Verbrechens auf der Spur. Kaum jemand weiß, dass sie ihren letzten Einsatz überlebt hat. Doch dann erhält sie einen Blumengruß, der sie zu einem neuen Fall nach München ruft – und der sie fürchten lässt, dass sie ihren eigenen Tod bald ein zweites Mal erleben könnte …
Ein psychologisch dichter Thriller mit ungewöhnlicher Heldin und Gänsehaut-Garantie!

Autorin
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, wo sie mit ihrer Familie auch heute lebt. Die ehemalige Medizin-Journalistin ist eine der erfolgreichsten Autorinnen deutscher Sprache: Mit ihren Jugendbüchern (von «Erebos» bis «Thalamus») steht sie Jahr für Jahr ganz oben auf den Bestsellerlisten, ihre Thriller für Erwachsene erfreuen sich ebenso großer Beliebtheit. Nun hat sie eine der ungewöhnlichsten Heldinnen der Kriminalliteratur geschaffen – eine Blumenhändlerin mit dunkler Vergangenheit…
Quelle: Droemer Knaur Verlag

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Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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