*+* Patricia Holland Moritz: „Die Einsamkeit des Chamäleons“ *+*

Die-Einsamkeit-des-Chamaleons-9783839214879_xl*+* Nicht Fisch, nicht Fleisch *+*
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Inhalt:
Recycelte Welt  In der Millionenstadt Berlin lebt Rebekka Schomberg unsichtbar wie ein Chamäleon. Sie passt sich an, ohne angepasst zu sein, wechselt die Farbe, ohne ihren Standpunkt zu verlieren und verfügt wie ihr tierisches Pendant über ein ganzes Repertoire an Drohgebärden gegenüber ihren Feinden… Die Häufung von Todesfällen in einer Recyclingfirma scheint niemandem aufzufallen. Also ermittelt sie ungefragt und stößt auf einen perfiden Kunstdeal sowie auf ein tatsächlich totgeschwiegenes Verbrechen.
(Quelle: Gmeiner-Verlag)
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Das Cover:
Es ist sehr ansprechend gestaltet. Der geringelte Schwanz eines Chamäleons ist vor dem knallroten Hintergrund sehr wirkungsvoll. Der Einsatz der Komplementärfarben dieses Hintergrunds und des grünen Tieres weisen schon vorab auf die Gegensätzlichkeiten hin, die in diesem Buch verpackt sind.
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Meine Meinung:
Als ich die Beschreibung dieses Krimis las, wurde ich schnell neugierig. Vertuschte Verbrechen, die durch Zufall entdeckt wurden, dazu eine offenbar kompromisslose Ermittlerin, die auf eigene Faust und Gefahr handelt, das klang schon sehr interessant!
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Rebekka erschien mir immer wieder wie ein Abklatsch von Stieg Larssons Lisbeth Salander. Leider wirkt sie nicht annähernd so souverän und authentisch wie diese. Sie kam für mich eher wie eine egoistische Frau rüber, die auf ihren Vorteil bedacht ist und und sich nimmt, was sie will…ohne Rücksicht auf die anderen. Da ich ihr – und auch den anderen Personen aus diesem Roman – gegenüber keinerlei Sympathien entgegenbrachte, wurde ich beim Lesen an keiner Stelle warm mit diesem Buch.
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Schon allein wie Rebekka ihre Ermittlungen aufzog und wie sie die Prioritäten setzte wunderten mich sehr. Aber als ich erlebte wie sie zwischenmenschlich auftrat, anderen einen Bären nach dem anderen aufband, mochte ich sie immer weniger. Und dass diese „Opfer“ ihr fast ausnahmslos auf den Leim gingen, machte die Sache für mich nicht besser.
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Die lebhaften und eindringlichen Schilderungen Berlins sind der Autorin sehr gut gelungen. Ich begleitete meine ungeliebte Hauptdarstellerin zu anderen Stellen Berlins als ich aus bisherigen Schilderungen kannte…und fand dieses Szenen bedrückend realistisch und stellenweise deprimierend.
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Auch wenn mir die Charaktere nicht zusagten, muss ich Frau Holland ein Lob aussprechen für die gute Ausarbeitung ihrer Protagonisten. Niemand blieb oberflächlich, jeder hatte seine Geschichte.
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„Die Einsamkeit des Chamäleons“ ist sehr unorthodox. Die Anzahl der Protagonisten blieb überschaubar, ich konnte gut folgen, konnte jedoch sehr oft die Handlungsweise der Charaktere nicht nachvollziehen. Dies zog sich bis zum Schluss durch. So hatte ich letzten Endes nicht verstanden, warum genau die Opfer sterben mussten und auch sonst blieben einige Fragen offen.
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Zum guten Schluss gibt es einen Cliffhanger, der den nächsten Fall für Rebekka andeutet.
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Der Stil dieses (Kriminal-) Romans ist oftmals geheimnisvoll, fast schon kryptisch, die Autorin rückt nicht mit allen Informationen raus, macht manchmal nur Andeutungen. Diese Form des Erzählens ist mir zu vage und liegt mir nicht.
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Sehr gut gelungen finde ich den Titel des Buches und die Cover-Gestaltung. Beides passt sehr gut zum Inhalt.
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Mein Fazit:
Dieses Buch ist alles andere als 08/15, konnte bei mir aber nicht mehr als 2 von 5 Sternen ergattern.
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Infos zum Buch:
„Die Einsamkeit des Chamäleons“ von Patricia Holland Moritz ist im Februar 2014 unter der ISBN-Nr 978-3-8392-1487-9 im Gmeiner-Verlag erschienen. Das Buch umfasst 343 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich.

 

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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