*+* Die Kinderreporter fragen …. Richard Dübell *+*

Lieber Herr Dübell,

wir sind Jan und Finn (12 und 9 Jahre alt)! Wir freuen uns, dass wir Sie hier auf der Frankfurter Buchmesse interviewen dürfen!

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Seit wann arbeiten Sie als Autor?
Als Autor arbeite ich eigentlich seit ich 11 oder 12 bin und habe zuerst Kurzgeschichten geschrieben. Aber das war natürlich keine Arbeit, das war Hobby. Berufsmäßig als Autor arbeite ich seit 1997. Da habe ich meinen ersten Roman geschrieben, einen Erwachsenenroman, und seitdem habe ich versucht, immer dran zu bleiben.

Was ist Ihr Lieblingshobby?
Ich habe mehrere Lieblingshobbies. Eins davon ist Zeichnen und Malen. Und natürlich ist Schreiben mein Lieblingshobby. Aber da habe ich das Glück, dass das gleichzeitig mein Beruf ist.

Wann haben Sie Ihr erstes Buch geschrieben?
Mein erstes Buch habe 1995 geschrieben. Es ist dann aber nicht als Buch verlegt worden. Das wollte keiner haben, aber geschrieben habe ich es. Über dieses Buch bin ich dann mit einem Verlag in Kontakt gekommen und die haben mich dann gebeten, ein anderes Buch zu schreiben, das 1997 veröffentlicht worden ist.

Wie kam es dazu, dass Sie neben Erwachsenenromanen nun auch Kinderbücher schreiben?
Das war schon immer ein Wunsch von mir, aber ich habe lange nicht gedacht, dass es wirklich möglich wäre. Dann bin ich mal vom Baumhaus Verlag gefragt worden, ob ich das machen möchte und da dachte ich mir: „Prima, wenn mich der Verlag schon fragt, versuche ich es mal, denn eigentlich möchte ich ja Kinderbücher schreiben!“ Nach vielem Hin und Her und nach vielen Ideen, die ich hatte, ist dann letztendlich „Last Secrets“ dabei herausgekommen.

Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie haben denen die beiden „Last-Secrets“-Bücher gefallen?
Ja, ich habe Kinder- Ich habe zwei Söhne, der eine ist 18, der andere ist 13 – und denen haben die beiden Bücher… keine Ahnung….sie lesen nicht. Anders als ihr lesen meine Söhne leider nicht, also kann ich nicht sagen, ob sie die Bücher mögen würden oder nicht. Aber die Cover haben ihnen gefallen, immerhin das! (Finn ist ganz erstaunt, dass es Jugendliche gibt, die nicht gerne lesen.)

Wir mögen die Bücher gerne. Planen Sie weitere Teile davon? Uns würde total eine Reise zu den Pyramiden in Ägypten interessieren. Wir haben einmal in der Zeitschrift PM über Stonehenge in Südengland gelesen. Das wäre auch ein tolles Ziel, oder?
Richtig, das wäre ein tolles Ziel. Und beide Möglichkeiten habe ich schon im Kopf, um darüber eine „Last Secrets“ Geschichte zu erzählen. Möglicherweise wären die Pyramiden schon jetzt bei „Last Secrets“ ein Thema geworden, aber dann haben wir noch etwas Besseres und Spannenderes gefunden, das wir zuerst machen wollen. Die Pyramiden, werden, wenn es weitere Bände geben sollte, auf jeden Fall dran kommen und auch Stonehenge wäre geplant. Ich finde es übrigens klasse, dass ihr Stonehenge kennt, weil das nicht viele kennen. Das finde ich super. Wart ihr schonmal dort?
(Jan und Finn verneinen, sie kennen Stonehenge nur aus den Medien.)

Wenn ich mal ein Buch darüber schreiben sollte, werde ich natürlich auch dort vor Ort sein. Ich besuche ja immer die Schauplätze meiner Handlung und das heißt, wenn es ein Roman über Stonehenge wird, werde ich Stonehenge natürlich auch besuchen, und dann gibt es viele Fotos bei mir auf der Homepage.

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Wenn es Zeitmaschinen wirklich gäbe, wohin würden Sie damit reisen wollen?

Ich würde ins 13. Jahrhundert reisen, in die erste Hälfte des 13. Jahrhunderts, und versuchen, dort den Mann zu treffen, den ich von allen Geschichten und Figuren am meisten verehre. Das ist Kaiser Friedrich, der Zweite. In meinem Buch „Krone des Schicksals“ spielt er auch eine große Rolle. Diesen Mann würde ich sehr, sehr gerne kennenlernen.

Warum sagt Lena immer „ritz“, wenn sie etwas toll oder besonders findet? Wir kennen den Begriff gar nicht. Sagt man das bei Ihnen auch so, oder ist es nur ausgedacht?
Es ist lustig, denn diese Frage wird bei Lesungen immer gestellt. Das habe ich mir ausgedacht. In Bayern sagt man „toll“ oder „klasse“, wenn man etwas gut findet, aber „ritz“ ist ein Wort, das man in den 20er-Jahren des 20. Jahrhunderts gerne verwendet hat. Wenn man sich zum Beispiel besonders schön angezogen hat, dann wurde gesagt, der trägt jetzt den „Ritz“. Aus dieser Zeit ist das Wort übernommen und weil die Lena ja eine ganz Besondere ist – sie macht immer so besondere Sachen – hat sie das Wort mal gefunden und verwendet es nun.

Wir haben sehr gerne „Das magische Baumhaus“ von Mary Pope Osborne gelesen und mögen es eigentlich immer noch! „Last Secrets“ ist ja so ähnlich, nur für Jugendliche. Hat Sie „Das magische Baumhaus“ inspiriert oder woher kam die Idee zu Ihrer Serie?
Ich kenne „Das magische Baumhaus“ auch. Das ist zu einer Zeit entstanden, als mein großer Sohn noch gelesen hat, und ich kenne einige der Geschichten daraus, aber die Inspiration kam eigentlich von woanders. Von dem, was mich immer so begeistert hat, als ich in eurem Alter war. Nämlich so Rätsel wie das von Stonehenge, den Pyramiden oder von Loch Ness. Daher kam dann meine Idee, darüber Kinder- und Jugendbücher zu schreiben.

Hinten im Buch finden wir den Rätselanhang und die Informationen über Eugène Vidocq ganz klasse. Man lernt sehr viel dazu! Das ist toll!
Es freut mich, dass euch das gefällt. Das war tatsächlich gar nicht meine Idee, sondern eine Idee von den Leuten vom Verlag, die sagten, dass wir hinten im Buch noch so etwas ergänzen könnten. Daraus ist dann ein Gemeinschaftswerk geworden. Einige der Fragen und Rätsel kommen von mir, andere hat sich der Verlag ausgedacht. Es war uns wichtig, dass alles mit den vier Kindern im Buch und auch mit der Handlung zu tun hat, damit es auch sinnvollerweise hinten ins Buch hineinpassen. Ich finde es aber gut, dass ihr den Anhang mögt. Es ist nämlich gar nicht so einfach, sich solche Sachen auszudenken. Das kostet viel Zeit und so weiß ich, dass diese Zeit nicht verschwendet war.

Haben Sie ein Lieblingstier? Wenn ja, dann welches?
Ja, ich habe ein Lieblingstier und das ist nicht das Ungeheuer von Loch Ness (die Kinderreporter lachen), mein Lieblingstier ist ein Tiger.

Haben Sie auch ein Haustier? Wir haben 2 Katzen und 2 Aquarien. Wir finden die Katzen besser, weil man mit denen kuscheln kann.
Ja stimmt, mit Goldfischen kann man ja wirklich nicht kuscheln (erneutes Gelächter). Das habe ich schon probiert, die mögen das gar nicht. Ich habe eine Katze, aber mit der kann ich auch nicht kuscheln, weil sie mich leider nicht mag. Sie geht mir immer aus dem Weg. Ich glaube, ich kaufe mir doch einen Goldfisch und probiere es nochmal mit dem Kuscheln 😉

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Haben Sie einen Lieblingsverein? Wir mögen den 1. FC Köln am liebsten.

Einen Lieblingsverein hinsichtlich Fußball oder anderen Sportarten habe ich überhaupt keinen. Ich muss dazu sagen, dass ich kein großer Sport-Gucker bin. Ich mache sehr gerne selbst Sport und bin viel unterwegs, aber ich schaue mir eigentlich nie etwas im Fernsehen an und verfolge dort auch nicht die Tabellen oder anderes. Ich weiß, dass Landshut ein tolles Eishockes-Team hat – da komme ich her, aus Landshut -, aber auch da ist es nicht so, dass ich sagen würde, dass dies mein Lieblingsverein ist.

Danke für das Interview, es hat uns viel Spaß gemacht, die Fragen auszudenken!
Dürfen wir ein Autogramm von Ihnen haben?
Ich danke euch für dieses Interview und finde es toll, dass ihr euch so viel Arbeit damit gemacht habt. Euch die Fragen ausgedacht, extra hierher gekommen seid, um das Interview mit mir zu machen. Das finde ich ganz super!! Ich freue mich und natürlich könnt ihr mich jederzeit wieder etwas fragen.
Ganz, ganz herzlichen Dank. Und natürlich kriegt ihr ein Autogramm von mir.

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Die Kinderreporter fragen …. Richard Dübell *+*

  1. tinaherrlich schreibt:

    Was für ein schönes und sympathisches Interview! Ganz, ganz toll!!! 🙂

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