*+* B.C. Schiller: „Die Braut“ *+*

Die BrautWelche Braut hat sich nicht kurz vor ihrer Hochzeit bei dem Gedanken ertappt, was denn wäre, wenn der Ehemann nicht zu Vermählung erschiene. Meistens war diese Sorge unbegründet, doch gelegentlich bekommt ein Bräutigam schon mal kalte Füße – und aus ist der Traum vom Traum in Weiß…. War es hier genauso? Hat Jakob kurz vor dem Ja-Wort Muffensausen gekriegt? Oder warum lässt er seine Verlobte Laura vor dem Standesamt warten – und die Gäste mit dazu?

Die Braut hofft inständig, dass dies der Grund ist! Denn der Gedanke an einem der Panik verfallenen Mann ist für sie beruhigender als der, dass Jakob etwas zugestoßen sein könnte. Zunächst spricht alles dafür, denn er reagiert auf keinen von Lauras Kontaktversuchen. Ich fühlte mit ihr, war schließlich erleichtert, als er später Entwarnung gibt. Dennoch, irgendwie erschien mir die Sache seltsam. Kein Wunder, dass Laura immer unruhiger wird. Zum Glück hat sie ihre beste Freundin Mona, die sich rührend um sie kümmert. Aber will sie sie wirklich nur trösten, oder hat sie etwas mit Jakobs Verschwinden zu tun, und will lediglich ihr schlechtes Gewissen beruhigen? Auch ihr früherer Therapeut steht Laura vorbildlich bei. Wirklich vorbildlich und vorsorgend, damit sie keinen Zusammenbruch erleidet, oder weil er etwas mit der seltsamen Situation zu tun hat und dies nun wieder gutzumachen versucht? Vielleicht hat der Bräutigam aber auch gute Gründe zu verschwinden, oder es gibt eine andere plausible Erklärung, warum er so spontan von der Bildfläche verschwunden ist. Schließlich sind da seine kühle Eltern, die Laura nie akzeptiert haben. Ihnen würde ich zutrauen, dass sie dem Paar einen Strich durch die Rechnung machen wollen! Auch Lorenz, der Trauzeuge des Bräutigams, den Laura eigentlich gar nicht richtig kennt, rückt den Vorfall in ein anderes Licht. Oder spielt er vielleicht ein falsches Spiel? Immerhin offenbart er der ihr einige überraschende, interessante Dinge über den verschwundenen Verlobten und Laura erkennt, dass ihre Beziehung scheinbar ein wahres Lügengebilde ist, oder muss man leider sagen, war?

Noch ist alles offen, nichts klar, nur eines: Nicht nur Jakob scheint seiner zukünftigen Frau allzu oft Unwahrheiten aufgetischt zu haben. Nach und nach kommt heraus, dass auch die Braut nicht unbedingt die ist, für sie man sie hält. Ihre Vergangenheit versucht sie tunlichst auszublenden und tut alles dafür, um ihr Selbstbild nach außen und innen aufrecht zu erhalten. Aber das bekommt Riss um Riss, immer mehr wird Laura von den Dingen eingeholt, die sie sorgsam in ihrem Inneren eingesperrt zu haben glaubte…..

Ich fand es wahnsinnig spannend zu verfolgen, wie sich das Drama um das Verschwinden um Jakob entspinnt, habe natürlich wie immer heimlich mit ermittelt und mir meine Theorien zusammengebraut. Irgendwie hatte ich zwar recht, aber schließlich kommt es noch viel doller!

Die Schillers verstehen es wirklich, spannende, flüssige Thriller zu ersinnen, die zwar leicht zu verfolgen, aber dennoch komplex sind. Es war wieder so leicht, in die Geschichte einzutauchen, mich in Laura hineinzuversetzen, ihre Vergangenheit, die anhand mehrerer Rückblicke eingearbeitet wird, zu durchleben, ihre Ängste und Sorgen nachzuvollziehen und vor allem ihren Wunsch nach Normalität. Aber auch Jakob wird anhand einiger Passagen aus den letzten Monaten greifbar. Ich konnte gut nachvollziehen, was in ihm vorgegangen ist und ihn zu seinem Tun angetrieben hat, das später dann in diesem Desaster am eigentlich glücklichsten Tag des Lebens endet.

Was es mit Jakobs Verschwinden auf sich hat, ob er einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist oder wieder auftaucht, verrate ich natürlich nicht. Lest „Die Braut“, ich denke, ihr werdet es nicht bereuen! Mich hat der Psychothriller jedenfalls einen freien Tag lang fesselnd und spannend sehr gut unterhalten!

Inhalt
Was machst du, wenn sich alles in deinem Leben von einer Minute auf die andere ändert? Für Laura Hofer soll es der glücklichste Tag ihres Lebens werden. Sehnsüchtig erwartet sie ihren Bräutigam Jakob, doch er erscheint nicht auf dem Standesamt. Nachdem sie mehrmals versucht, ihn zu erreichen, und er kein Lebenszeichen von sich gibt, beschleicht sie der böse Verdacht, dass etwas Schlimmes mit ihm passiert ist. Plötzlich taucht eine Inspektorin der Kriminalpolizei auf und nimmt Laura mit. Was ist geschehen? Treibt jemand ein böses Spiel? Wer könnte dahinterstecken? Doch Laura kann sich an so vieles nicht mehr genau erinnern und wird plötzlich mit den Dämonen ihrer Vergangenheit konfrontiert. Für sie stellt sich die bange Frage: Ist sie Opfer oder Täterin?

Autoren
Barbara und Christian Schiller schreiben als B.C. Schiller packende Thriller, die fesseln und mitreißen. Sie gehören zu den erfolgreichsten Spannungs-Autoren im deutschsprachigen Raum und mehr als 2 Mio Leser waren bereits von den spannenden Romanen und Psychothrillern begeistert.
Quelle: Thalia.de

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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