*+* Catherine Shepherd: „Stummes Opfer“ *+*

Stummes OpferJuchu, endlich geht es mal wieder nach Zons! Ich mag diese Krimireihe von Catherine Shepherd sehr. Auch in „Stummes Opfer“ wird wie in den vorherigen Teilen auf zwei Zeitebenen gemordet und ermittelt und ich war einmal mehr begeistert darüber, wie gekonnt zwei ähnliche Verbrechensarten in zwei so verschiedenen Ären zu einem fesselnden Krimi verwoben worden sind!
Vor gut fünfhundert Jahren hat Bastian Mühlenberg es mit einer Reihe von verschwundenen Bettlerinnen zu tun. Lange tappt er im Dunkeln, ob hier Zufall oder Absicht im Spiel sind. Seine Ermittlungen werden jedoch von den kirchlichen Bauarbeiten ausgebremst, denn hier stürzt die neu errichtete Mauer ein jedes Mal wieder ein, die Stimmung ist zunehmend gereizt und hier versucht Bastian ebenfalls, den Anschuldigungen nachzugehen und für Aufklärung zu sorgen.

Auch im Zons der Gegenwart steht ein öffentliches Gebäude im Mittelpunkt. Leider nicht nur wegen der lang ersehnten Eröffnung, sondern vielmehr, weil in einer der Säulen eine einbetonierte junge Frau gefunden wird. Da lief es mir doch kalt den Rücken runter! Wer tut so etwas? Und vor allem, wird es Folgetaten geben? Ein Fund bei der Toten lässt leider darauf schließen und so hat Oliver einiges zu tun.

Ich fieberte mit, auf beiden Seiten, und die Autorin schaffte es einmal mehr, mich im Damals und Heute gleichermaßen mit den Verbrechen und gut aufgebauten Spannungsbögen zu begeistern. Automatisch habe ich in sicherer Entfernung wieder mit ermittelt und leider meist falsch gedacht. Denn Catherine Shepherd hat wie immer einige Wenden und Überraschungen in ihren Krimi eingebaut, die das Lesen sehr spannend und mitreißend machten und gelegentlich auf eine falsche Fährte führen.

Die Atmosphäre des mittelalterlichen Zons ist wie gewohnt intensiv und lebendig eingefangen, ich hatte wieder das Gefühl, mitten in der Stadt, unter Bastian und den anderen Bewohnern, zu sein und alles selbst mitzuerleben.
Aber auch das Zons der Gegenwart ist lebhaft umgesetzt und ich fühlte mich auch hier wie mittendrin – sowohl bei den Ermittlungen als auch im Privatbereich, in dem sich dieses Mal ebenfalls eine Menge tut. Dennoch verläuft dieser private Faden eher zurückhaltend und das Hauptaugenmerk liegt bei beiden Zeitebenen auf der atmosphärischen Verbrechensaufklärung.

„Stummes Opfer“, schon der elfte Zons-Thriller der Reihe, hat mir sehr gut gefallen. Nicht nur wegen der gut konstruierten Fälle, auch wegen des geschichtlichen Inputs, das dem zugrunde lag, und wie immer wegen des flüssigen, einnehmenden, fesselnden Erzählstils. Ich hoffe, dass auf Bastian und Oliver noch viele Verbrechen warten, über die wir werden lesen können.

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Inhalt
Der Tod ist manchmal näher, als du glaubst …
Gegenwart: Die Einweihungsfeier eines außergewöhnlichen Bauwerks wird schlagartig zu einem Albtraum. Die Leiche eines jungen Mannes wird in der Empfangshalle entdeckt – einbetoniert in eine Säule. Kriminalkommissar Oliver Bergmann findet die Hälfte eines uralten Siegels bei dem Toten. Die Inschrift verheißt nichts Gutes und tatsächlich stößt Oliver kurz darauf auf ein weiteres Todesopfer: die Schwester des jungen Mannes. Sie hält das passende Gegenstück des Siegels in der Hand. Obwohl alle Spuren auf eine Beziehungstat hindeuten, ahnt Oliver, dass mehr hinter den Morden steckt. Schon bald sieht er sich einem eiskalten Serienkiller gegenüber, der bereits sein nächstes Opfer im Visier hat …

Zons 1502: Bastian Mühlenberg wirft der armen Gertrude ein paar Münzen zu. Wenig später ist sie spurlos verschwunden. Das Amulett, das sie stets bei sich trug, liegt noch dort, wo Bastian die Alte zuletzt gesehen hatte. Niemals hätte sie es freiwillig abgelegt. Doch nicht nur sie, auch andere Bettlerinnen sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Bastian kann sich keinen Reim darauf machen. Schließlich gibt es bei den Bettelweibern nichts zu holen. Erst als eine der Frauen tot in den Tiefen des Waldes gefunden wird, erkennt Bastian die schreckliche Wahrheit. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, und Bastian weiß nicht, ob er ihn noch aufhalten kann …

Autorin
Catherine Shepherd gehört mit über 3 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten Thriller-Autoren Deutschlands. Ihre Bücher erreichen regelmäßig Spitzenplätze in den Bestsellerlisten. Aufgewachsen in Berlin und heute ansässig in dem kleinen mittelalterlichen Städtchen Zons schreibt Catherine Shepherd an drei verschiedenen Reihen. Ihre Zons-Thriller sind für die zwei Zeitebenen bekannt, in denen sie spielen. In der zweiten Reihe ermittelt Laura Kern vom Landeskriminalamt Berlin in besonders schwerwiegenden Fällen. Ihre dritte Reihe ist geprägt durch die Kölner Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die in ihrem Institut auch Eislady genannt wird.
Quelle: Amazon 

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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