*+* Sebastian Fitzek: „Heimweg“ *+*

An Sebastian Fitzeks Thrillern scheiden sich bisweilen die Geister. So ist es auch bei seinem neuesten Streich. Während jedoch einige mit dem Extremen hadern, das wie gewohnt auch in HEIMWEG seine Klauen in jede Richtung ausstreckt, hat mich das vor allem bei diesem Thriller sehr begeistert, da es das Thema auf grausame Art und Weise unterstreicht. Wer schon einige Bücher des Autors gelesen hat, weiß, dass er gerne das Praktische mit dem Nützlichen verbindet. Will sagen, er holt Tabuthemen aus ihrer dunklen Ecke und schreibt eine fesselnde Geschichte drum herum.

Hier hat Sebastian Fitzek das Thema der häuslichen Gewalt zum Dreh- und Angelpunkt gemacht und es lief mir nicht nur ob einiger „special effects Szenen“ eine eiskalte Gänsehaut den Rücken herunter sondern auch und vor allem wegen der Realität, die leider hinter der Buchidee steckt. Der Autor nutzt seine Popularität, um diese furchtbare, brutale, respektlose Thematik in die Köpfe seiner Leser zu pflanzen und es wäre schön, wenn wir anschließend mit aufmerksamerem Blick durch das Leben gingen, im Zweifelsfall lieber einmal zu viel hinschauen als zu wenig.

Darüber hinaus hat mich HEIMWEG bestens unterhalten, die Seiten flogen nur so. Ich war fasziniert von den Protagonisten, ihrer Ausarbeitung, Entwicklung und ihrer Beziehungen untereinander. Dass man bei Sebastian Fitzek immer mehrmals um die Ecke denken muss, ist nicht neu, dennoch habe ich mich gerne auf das heimliche Miträtseln eingelassen und natürlich mal wieder hoffnungslos im Gewirr der Geschehnisse und ihrer Hintergründe verfranzt. Es ist zunächst nichts so, wie es scheint. Wenden und vermeintlich unerklärliche Entwicklungen beleuchten den Heimweg, den übrigens nicht nur die weibliche Hauptfigur betritt. Betrachtet man die Entwicklungen und Hinweise nach der Lektüre im Nachhinein, erkennt man jedoch den stringenten Aufbau und die Logik, die hinter dem Thriller stecken.

Ich gebe es zu, nicht alle seiner Bücher konnten mich restlos begeistern, aber dieser Fitzek ist für mich einer der besten, und ich möchte ihn gerne allen Thrillerfans, und vor allem denen, die gerne quer denken, empfehlen!

Mehr über mein liebstes Hobby gibt es auf der Facebookseite „Irve liest“ und dem Instagram-Account „irveliest“ zu erfahren. Hier zeige ich zeitnah, was ich gerade höre oder lese und geben dabei gerne einen ersten Eindruck preis. Über virtuelle Besucher und freundlichen, buchigen Austausch freue ich mich dort sehr.

Inhalt
Wer das Datum seines Todes kennt, hat mit dem Sterben schon begonnen – der neue Bestseller von Sebastian Fitzek!
Es ist Samstag, kurz nach 22.00 Uhr. Jules Tannberg sitzt am Begleittelefon. Ein ehrenamtlicher Telefonservice für Frauen, die zu später Stunde auf ihrem Heimweg Angst bekommen und sich einen telefonischen Begleiter wünschen, dessen beruhigende Stimme sie sicher durch die Nacht nach Hause führt – oder im Notfall Hilfe ruft.
Noch nie gab es eine wirklich lebensgefährliche Situation. Bis heute, als Jules mit Klara spricht.
Die junge Frau hat entsetzliche Angst. Sie glaubt, von einem Mann verfolgt zu werden, der sie schon einmal überfallen hat und der mit Blut ein Datum auf ihre Schlafzimmerwand malte: Klaras Todestag! Und dieser Tag bricht in nicht einmal zwei Stunden an …
Geheimnisvoll, beklemmend, nervenaufreibend. Sebastian Fitzeks bislang unheimlichster Psychothriller.

Autor
Sebastian Fitzek, geboren 1971, ist Deutschlands erfolgreichster Autor von Psychothrillern. Seit seinem Debüt „Die Therapie“(2006) ist er mit allen Romanen ganz oben auf den Bestsellerlisten zu finden. Mittlerweile erscheinen seine Bücher in sechsunddreißig Ländern und sind Vorlage für internationale Kinoverfilmungen und Theateradaptionen. Als erster deutscher Autor wurde Sebastian Fitzek mit dem Europäischen Preis für Kriminalliteratur ausgezeichnet und 2018 mit der 11. Poetik-Dozentur der Universität Koblenz-Landau geehrt. Er lebt in Berlin.
Quelle: Droemer Knaur Verlag

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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6 Antworten zu *+* Sebastian Fitzek: „Heimweg“ *+*

  1. Diesen Fitzek musste ich abbrechen – ich konnte es wirklich nicht aushalten

  2. sirosesfb schreibt:

    Ich habe noch nie einen Fitzek gelesen… Will ich aber auch nicht ;)
    Ein schönes Wochenede, liebe Heike!

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