*+* Christin Thomas : „Das Fest der Liebe“ und „Ein stilles Winterwunder“ *+*

Das Fest der Liebe“ und „Ein stilles Winterwunder

In ihren beiden Kurzgeschichten trifft Christin Thomas den Kern von Weihnachten und das, was es ausmacht, nunja: Was es ausmachen sollte.

So erzählt sie in „Das Fest der Liebe“ von Emma, der Seketärin des Weihnachtsmannes. Sie hat schon viel erlebt in dem Wunschbüro, in dem sie seit Jahren arbeitet, und der eine oder andere Weihnachtsschenker mag sich oder andere Menschen in einigen abstrusen, oberflächigen Wünschen wiederfinden – zumindest habe ich beim Lesen oft innerlich kopfschüttelnd gedacht, dass es leider oft so ist, dass der Oberflächlichkeit eine größere Bedeutung beigemessen wird als den wahren Weihnachtswerten. Herzergreifend erlebe ich ich aber auch die andere Seite, die sich an dem ganz besonderen Wunsch eines sehr bemerkenswerten Jungen manifestiert. Denn er wünscht sich schlicht und einfach Zeit. Schlicht und einfach? Nein! Denn noch nicht einmal in der Macht des Weihnachtsmanns steht es, diesen Wunsch zu erfüllen – aber mit Herzblut und Nächstenliebe ist so manches vermeintlich Unmögliche schließlich doch machbar, wenngleich auch einige Wünsche trotzdem Träume bleiben müssen!

Als ebenso ergreifend habe ich „Das Fest der Liebe“ empfunden. Hier springen wir zeitlich zurück in das London des Jahres 1871. Die einzelnen Stände sind noch recht streng voneinander getrennt – zwar nicht unbedingt räumlich, aber in den Köpfen der Menschen. Glücklicherweise lassen manche Herzen dieses starre Regelkonstrukt zersprengen, denn ihre Träger wissen längst, dass wir uns gleicher sind, als viele denken und einige wünschen, und sich unser Wert nicht in Besitztümern ausmachen lässt. Ganz gegen die damaligen Konventionen lässt sich Polly zu einem Arbeitermädchen herab, um ihm zu helfen – nicht nur mit Dingen, die man kaufen kann. Das Mädchen erlebt, dass manchen Menschen Nächstenliebe glücklicherweise mehr wert ist als gesellschaftliche Normen.
Auch wenn wir in unseren modernen Zeiten diese klassische, harte Trennung der Schichten nicht mehr kennen, gibt es genug andere Situationen und Möglichkeiten, bei denen wir unsere Herzen öffnen und Mitgefühl und Zuspruch pflegen können. Beim Helfen fällt niemandem ein Zacken aus der Krone.

Diese beiden Kurzgeschichten habe ich als Sonderedition im Rahmen einer Adventsaktion der Autorin erworben und ich hoffe sehr, dass sie die beiden Geschichten erneut in diesem zauberhaften Style auflegen wird – denn ich würde sie im nächsten Jahr gerne an liebe Herzensmenschen verschenken – und wünsche mir ebenfalls, dass Christin Thomas uns mit weiteren weihnachtlichen kurzen, erzählerischen Ausflügen beglücken wird.

Ich fand die beiden Geschichten einfach nur ganz wunderbar und kann sie jedem sehr ans Herz legen. Meldet euch gerne, falls ihr ebenso wie ich Interesse an einer neuen Auflage der gedruckten Version habt, ich leite dies dann weiter. Für den Fall, dass ihr die beiden Stories jedoch noch in diesem Advent lesen mögt, müsst ihr auf die Ebook-Variante zurückgreifen, aber auch diese Version ist so toll gestaltet!

🎄 Suchst du noch einen Buchtipp für Weihnachten? Vielleicht findest du etwas in meinem Blogartikel „Buchiges unter dem Weihnachtsbaum“ 🎄

Inhalt
Ein stilles Winterwunder:
London, 1871
Polly ist gerade auf dem Weg zu ihrem Bruder, als sie einem verängstigten Mädchen aus den Arbeitervierteln begegnet, das sich offenbar verlaufen hat. Um ihm zu helfen, pfeift sie auf die strengen Regeln ihrer Gesellschaftsschicht und lässt sich von ihrem Herzen leiten.
Eine rührende Geschichte über all die zauberhaften Möglichkeiten, die uns das Schicksal bietet.

Das Fest der Liebe:
Nur noch einen Tag bis Heiligabend. Festtagsstimmung? Nicht bei Emma, die im Weihnachtsmann-Sekretariat arbeitet und noch viel zu tun hat. Doch als die E-Mail eines dreizehnjährigen Jungen eingeht, der sich sehnlichst mehr Zeit wünscht, will sie ihm unbedingt helfen.
Es gibt nur ein Problem: selbst der Weihnachtsmann kann keine Zeit schenken.
Quelle: Christin-Thomas.de

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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