*+* Buchiges unter dem Weihnachtsbaum 2020 *+*

Liebe Lesefreunde und Bücherwürmer,

die Adventszeit hat begonnen und wer sich noch keine Gedanken über die Geschenke für Familie, Freunde und andere liebe Menschen gemacht hat, sollte langsam damit anfangen. Denn je näher wir dem Fest kommen, umso mehr scheint die Zeit zu rasen.

Es ist eine isländische Tradition, an Weihnachten Bücher und Schokolade zu verschenken. Dieser Gedanke ist mir sehr sympathisch und ich mache da gerne mit. Wenn ihr euch der schönen Idee anschließen wollt, aber noch Inspirationen für buchige Präsente fehlen, dann seid ihr hoffentlich nach dem Lesen meines Beitrags für die dritte Kalendersocke des Adventskalenders im Tintenhain ein Stück weiter.

Für diesen Artikel habe ich euch eine Auswahl meiner diesjährigen persönlichen Lieblinge zusammengestellt. Meine Buchtipps bestehend aus etwas älteren Schätzchen findet ihr in meinem Blogbeitrag „Buchiges unterm Tannenbaum 2019“, denn auch im letzten Jahr durfte ich mit meinen Buchlights die dritte Socke des Adventskalenders befüllen. Weggelassen habe ich das, was sowieso immer in aller Munde ist, und versuche vorzugsweise, nicht ganz so bekannte Titel in den Fokus zu rücken.

Ein Unterschied zum letzten Jahr ist, dass ich dieses Mal die Kategorie „Hörbücher“ in die anderen Genres integriert habe, denn egal ob gelesen oder gehört, der Inhalt der Bücher ist ja derselbe! Über die Info (gelesen) oder (gehört) wisst ihr dann, wie ich es konsumiert habe.
Die hinterlegten Verlinkungen verweisen auf meine Rezensionen – sofern vorhanden -, so könnt ihr bei Bedarf meine ausführliche Meinung nachlesen. Hier halte ich mich eher kurz.
Aber beginnen wir einfach mal, ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern!

 

Romane

Natürlich muss ich mit meiner Lieblingsautorin beginnen. Die Romane von Patricia Koelle sind immer wieder Balsam für meine Seele und bedeuten pures Lese-Wellness für mich. In diesem Jahr sind die ersten beiden Teile ihrer „Inselgarten-Reihe“ erschienen. So führt sie uns in „Die Zeit der Glühwürmchen“ nach Rügen und in „Das Lächeln der Libellen“ auf die Insel Hiddensee. Die Autorin hat einen ganz besonderen Blick für und auf das Leben in seiner gesamten Bandbreite und hinterlässt mich immer wieder gestärkt zurück, wenn ich etwas von ihr gelesen habe. (beide gelesen)

Sehr gut und interessant unterhaltsam hat mich durch fast das ganze Jahr hindurch Corina Bomann mit ihrer SOPHIA-Trilogie, einer Sage rund um Schicksal, Leidenschaft und Schönheit in Berlin, Paris und New York. Ich habe in „Sophias Träume“, „Sophias Hoffnung“ und „Sophias Triumph“ begeistert die Entwicklung der Hauptfigur verfolgt. Eigentlich sind die Themen Liebe und Schönheit im Buch nicht so meins, aber die Autorin hat eine weite Geschichte um viele Themen gezeichnet und auch die damaligen historischen und gesellschaftlichen Gepflogenheiten gut eingebaut. Entspannung pur, auch wenn es mal brenzlig wird!! (gehört, toll gelesen von Karoline Mask van Oppen)

Gabriella Engelmann hat mich gleich zweimal in gute Lesestimmung versetzt. Mit „Zu wahr um schön zu sein“ betritt sie eine etwas abgewandelte Richtung als man es sonst von ihr gewohnt ist. Es ist zwar auch ein Roman, aber eher etwas für die Grinsemuskeln, denn die Autorin zeigt, dass man dem Leben mit all seinen trüben Wenden, die es manchmal einschlägt, trotzdem etwas Heiteres abgewinnen kann, wenn man nach vorn schaut. Es war die perfekte Corona-Ablenk-Lektüre für mich. Ebenso viel Lesefreude hatte ich mit „Zauberblütenzeit“, denn auch im dritten Teil um die drei Freundinnen, die in der Villa zum Verlieben zusammengefunden hatten, ist der gewohnte buchige Seelenbalsam enthalten. (beide Romane gelesen)

Etwas phantastisch wird es in Rafaela BauersDas flüssige Land“. Die Autorin stand mit diesem Roman auf der letztjährigen Shortlist des Deutschen Buchpreises und verarbeitet darin die österreichische Nicht-Verarbeitung des damaligen dortigen Nationalsozialismus. Sehr eigenwillig, bizarr, skurril, abgefahren, aber ebenso intensiv und für mich logisch in der Entwicklung und dem gewählten Ende. Eine ganz dicke Empfehlung von mir für das Buch! (gelesen)

Mit der Trauerbewältigung konfrontiert Isabel Bogdan in ihrem aktuellen Roman „Laufen“ und faszinierte mich in ihrer schnökellosen Art, die Dinge zu sehen, zu beschreiben, sich entwickeln zu lassen, wobei sie für mein Empfinden sehr realistisch und glaubwürdig bleibt. Von bitter über bittersüß läuft sie über Stöckchen und Steinchen, testet ihre Grenzen aus, und weitet sie kontinuierlich aus, bis sie schließlich erkennt, wie stark sie in ihrer vermeintlichen Schwäche ist. (gelesen) Übrigens kann ich von der Autorin auch das Hörbuch zu „Der Pfau“ empfehlen.

Die Geschichte von Charlie Faber ist eine ganz besondere, denn Volker Jarck macht klar, wie viel in unserem Leben von Zufällen – oder sollte ich besser Schicksal sagen? – abhängt. Keine Angst, in „Sieben Richtige“ ist nichts esoterisch oder mysteriös, der Autor hat ganz im Gegenteil sehr intensiv die persönliche Realität seiner Protagonisten zu einer komplexen Geschichte zusammengezwirbelt, die mir viele berührende und emotionale Momente, aber auch solche der puren Heiterkeit beschert hat. Christoph Maria Herbst liest das Hörbuch, und das tut er grandios! (gehört)

Die beiden Hörbücher von Mechthild BorrmannGrenzgänger“ und „Trümmerkind“ gehören ebenfalls zu meinen Empfehlungen. Erzählt der erste Roman stellvertretend für viele Kinder der Nachkriegszeit die Geschichte von Henni und bescherte mir immer wieder ein böses Schaudern, fesselte mich „Trümmerkind“ mit einer geschickt konstruierten Familiengeschichte, die nach den Wirren des Krieges in ihrer Entstehung vermutlich gar nicht so besonders war wie man sie heute empfindet. Beide Bücher werden gut und atmosphärisch von Vera Teltz umgesetzt. (gehört)

Noch historischer wird es den letzten drei Roman-Empfehlungen meines Lesejahres. Hier werden wir in die noch weitere Vergangenheit versetzt.
Die Spionin“ von Imogen Kealey erzählt authentisch und wirklich gut umgesetzt von Nancy Wake, besser bekannt unter ihrem Codenamen Weiße Maus, die unerschrocken gegen die Nazis kämpfte. Ganz ehrlich, mir blieb an vielen Stellen die Spucke weg bei dem Mut, von dem diese Frau angetrieben wurde. (gelesen)

In „Das Haus der Frauen“ von Laetitia Colombani wird von der Gründung des ersten Frauenhauses einerseits und dessen gegenwärtiger Nutzung andererseits erzählt. Vor allem der geschichtliche Zweig hat mich begeistert! Auch „Der Zopf“ ist von dieser Autorin und ebenfalls eine Empfehlung wert! (gelesen und gehört, interessante Umsetzung durch zwei Sprecherinnen)

Für mich naturwissenschaftlich interessierte Leseratte war „Madame Curie und die Kraft zu träumen“ ein gefundenes Fressen, denn so intensiv und lebensnah hatte ich noch nirgendwo über die Ausnahme- Wissenschaftlerin gelesen. Einziger Wermutstropfen ist allerdings, dass Susanna Leonard nur bis zu einem bestimmten Einschnitt ins Leben der doppelten Nobelpreis-Gewinnerin derart ausführlich erzählt, alles Weitere wird leider arg zusammengestrichen. Aber um ein Feeling für Marie Curie und ihre Persönlichkeit zu bekommen, ist der Roman sehr gut geeignet! (gelesen)

 

Fantasy

Eine meiner Lieblingsautorinnen dieses Genres ist
V.E. Schwab. Im letzten Jahr hatte sie schon ein Plätzchen im Beitrag, und dieses Mal möchte ich euch etwas anderes von ihr empfehlen, und zwar die Dilogie „Vicious“ und „Vengeful“. Mutet der Beginn noch an wie eine moderne Variante von Flatliners, entwickeln sich die Dinge schließlich in eine ganz andere Richtung. Rasant, phantasiereich und kompromisslos fährt die Autorin durch ihre beiden Romane und ich finde es schade, dass keine Fortsetzung geplant ist. (Beide Bücher gelesen)

Auch Christin Thomas hatte ich euch letztes Jahr bereits empfohlen, dieses Jahr hat sie nachgelegt. In „Die Last der Krone“ widmet sie sich anhand des Themas Liebe dem vorurteilsbehafteten Denken und hat einen Roman verfasst, der voller Empathie und emotionaler Intelligenz steckt, für mich eine All-Age-Empfehlung ab dem höheren Jugendalter. (gelesen)

Eine Reihe an phantastischen Abenteuern für Kinder, Jugendliche und ältere Semester, die noch immer das Kind in sich tragen, ist „Land of Stories“ von Chris Colfer. Er wandelt zwischen der realen und der Märchenwelt – und dort ist nichts mehr, wie es mal war. Denn glaubt bloß nicht, dass diese alten Geschichten um Rotkäppchen und Konsorten mit dem Zuschlagen des Buchdeckels enden…. Oh nein, dann geht der Spaß erst so richtig los. Ich staune auch nach mehreren Teilen immer noch über die überbordende Kreativität des Autors, der übrigens inzwischen nicht mehr nur die Märchenwelt auf den Kopf stellt, sondern auch einen Teil der restlichen Weltliteratur. Die Reihe heißt nicht umsonst „Land of STORIES“. ;-) Bisherige Titel sind „Das magische Land„, „Die Rückkehr der Zauberin„, „Eine düstere Warnung“ und „Ein Königreich in Gefahr“ (alle Teile gehört, super umgesetzt von Rufus Beck in allen Rollen)

 

Kinder- und Jugendbücher

Bleiben wir doch einen Moment bei der Kinder- und Jugendliteratur. Eine weitere empfehlenswerte Reihe habe ich noch für euch. Es sind die Strandspürnasen, der Feder von Christina Herr entsprungen Sie ist vielleicht einigen von euch durch ihren Blog bekannt, den Superlesehelden. Drei Kinder plus Beagle Charlie ermitteln bisher in „Wirbel um die Villa am Meer„, „Dicht auf den Fersen der Meisterdiebe“ und „Auf der Jagd nach dem geheimnisvollen Feind“ als die Strandspürnasen im niederländischen Strandvoort. Kindgerechte Fälle, die nicht nur von Spannung sondern auch von alltagstauglichem Glauben durchzogen sind, machen nicht nur mir Spaß, auch meinem jüngeren Sohn. Er liest mir die Kinderkrimis gerne vor und fiebert mit.

Mehr für Jugendliche (und natürlich auch für Erwachsene) sind meine nächsten beiden Empfehlungen geeignet. Sehr spannend und psychisch aufreibend (zumindest habe ich es so empfunden) geht es in „14 Minuten gelogene Wahrheit“ von Sarah Lyu zu. Ein Schuss. Ein Toter. 14 Minuten Filmriss…..oder? Ich habe es gelesen und bin auch im Nachhinein noch ziemlich geflasht! (gelesen)

Mein Jahreshighlight im Hörbuch-Bereich ist „Wörter an den Wänden“, es ist die Geschichte von Adam, einem schizophrenen Jugendlichen. Julia Walton erzählt einfach herzergreifend, wie es dem Jugendlichen geht, wie er sich fühlt, wie er versucht, Realität und Wahnvorstellungen auseinanderzuhalten, wie bemüht er eine erfolgreiche Therapie absolvieren möchte und auch, wie er seine erste Liebe erlebt und wie er im persönlichen Umfeld klarkommt. Ich bekomme immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an die zwar fiktive, aber sehr realistische Geschichte denke. Als Hörbuch ist sie sehr gut gelungen, Jonas Minthe hat Adam glaubhaft, lebendig und mir nahe gehend umgesetzt.

 

Sachbücher

Beginnen wir doch einfach mit meinem Sachbuch-Highlight des Jahres! Schon lange bin ich fasziniert von der Welt der Pilze und meine damit nicht die essbaren Früchte, die sich im Herbst ernten lassen, sondern vielmehr die Fähigkeiten des Mycels und die Vielfalt dieser Lebensform. In „Verwobenes Leben“ nimmt Merlin Sheldrake uns mit unter die Erde, in die Pilzstruktur, in ihre verschiedenen symbiotischen Verbindungen und sogar in uns Menschen selbst! Toll recherchiert und noch besser umgesetzt wird die Mykologie hier schillernd bunt und unheimlich unterhaltsam aus ihrem Mauerblümchendasein geholt! (gelesen)

Bill Bryson ist Spezialist dafür, komplexe Sachverhalte leicht, anschaulich und gut verständlich an den Mann und die Frau zu bringen. In seinem neuesten Werk „Eine kurze Geschichte des menschlichen Körpers“ befasst er sich – wie leicht zu erahnen ist – mit uns Menschen, von Kopf bis Fuß und mit allem, was dazwischen liegt, Seine kleinen interdisziplinären Abstecher machen dabei ebenso Laune wie die Art und Weise, mit der er mal wieder sein Wissen aufbereitet und umsetzt. (gehört)

Der Atlas für Neugierige“ ist ein ganz besonderes Buch. Darin zeigt Ian Wright zwar Weltkarten, wie man das von einem Atlas erwartet, thematisiert dabei aber alles mögliche, nur nichts, was mit geografischen Eigenschaften zu tun hat. Böse Zungen könnten behaupten, er vermittle lediglich Wissen, das die Welt nicht braucht. Das ist nicht so ganz von der Hand zu weisen, aber interessant ist es allemal, sich diese speziell gefütterten Weltkarten einmal anzusehen! Meine Söhne mögen diesen Atlas sehr…. (gelesen bzw angesehen)

In „Der Goldene Atlas“  von Edward Brooke-Hitching geht es sehr viel textbezogener zu. So kann man sich an die Fersen vieler mehr oder weniger bekannter Eroberer wie beispielsweise Vasco das Gama, Marco Polo, Amundsen, Vitus Bering heften und erlebt dank des verwendeten Materials anschaulich entscheidende Entdeckungen der Vergangenheit. Sehr lehrreich und unterhaltsam! (gelesen)

Ein bisschen ans Eingemachte geht es mit Bas KastsDer Ernährungskompass“. Wir wollen ja alle gesund und fit bleiben und wissen längst, dass die Ernährung keinen unerheblichen Anteil an unserem Wohlbefinden hat. Aber was kann/ darf/ soll man essen, was macht krank/ gesund/ fit/ glücklich? Wer Diäten und ähnliches sucht, braucht ein anderes Buch, denn der Autor nimmt gezielt Lebensmittel(-Gruppen) unter die Lupe und erklärt sehr fundiert ihre Wirkung auf den Körper. Dabei zeigt er auf, dass es kein Schema F der perfekten Ernährung gibt, denn jeder Mensch is(s)t anders und braucht andere Ansätze. Mir hat es vor allem wegen des hohen wissenschaftlichen Anteils und den vielen HIntergründen gefallen!

 

Krimis und Thriller

Kommen wir nun zu meinem Lieblingsgenre: Krimis und Thriller!
Überraschenderweise (haha) habe ich in diesem Bereich die meisten Empfehlungen für euch. Um mich nicht allzu sehr auszulassen, fasse ich zunächst einmal meine Lieblings-Schreiberlinge zusammen: Bisher hat mir eigentlich alles aus den Federn von B.C. Schiller, Melisa Schwermer, Catherine Shepherd gefallen. Solltet ihr dazu nähere Infos brauchen, dann gebt die Namen einfach mal in die Suchfunktion meines Blogs ein und stöbert ein bisschen, lasst mir einen Kommi da oder schickt mir eine Mail. Das gilt natürlich auch sonst. Solltet ihr weitere Fragen zu den vorgestellten Büchern haben oder spezielle Empfehlungen benötigen, dann fragt gerne nach!!

Bevor ich mit den Jahres-Lights im Spannungsfach loslege, möchte ich vorausschicken, dass ich nichts mit den Geschichten anfangen kann, bei denen das Blut aus jeder Buchseite tropft, es Gemetzel gibt oder auch solche, die es mit Logik oder Recherche nicht allzu genau nehmen. Mir sagen eher ruhig erzählte Krimis und Thriller zu, die meine Psyche erreichen, die sich entwickeln und einen subtilen Spannungsbogen erzeugen. Natürlich gibt es Ausnahmen!!

Tinktur des Todes“ von Ambrose Parry ist der erste Teil einer historischen Krimireihe, die im Edinburgh des 19. Jahrhunderts spielt. Medizinische Experimente und eine Todesserie verbinden sich zu bester Unterhaltung, sehr atmosphärisch! (gelesen)

Roman Klementovic schreibt in „Wenn das Licht gefriert“ um die tragische Figur Friedrich, der an Alzheimer erkrankt ist, einen spannenden Kriminalfall über einen Todesfall, der schon längst ungelöst zu den Akten gelegt worden ist, nun aber als Cold Case wieder aufgegriffen wird. Spannend, empathisch, bedrückend, überraschend! (gelesen)

Wolfgang Jezek thematisiert in „Giftglobuli“ das Thema der Homöopathie, um das sich ein raffinierter Mordfall rankt. Denn die zwei Lager – Pro und Contra – sind teilweise derart verfeindet, dass man sich scheinbar gar nach dem Leben trachtet. (gelesen)

Auch der dritte Teil der Mühlviertler Reihe von Eva Reichl, „Mühlviertler Grab“ ist perfekt unterhaltsam und kurzweilig – und spannend natürlich! Nach „Mühlviertler Blut“ und „Mühlviertler Rache“ führt die Autorin ihren Helden, den kurz vor der Pension stehenden Oskar Stern, dieses Mal auf den Friedhof….

Wissenschaftlich und medizinisch wird es in Daniel KallasPatient Null“. Bedingt durch die aktuelle Corona Situation las sich der Thriller für mich noch intensiver und beängstigender als er sowieso war. Packend und spannend verfolgte ich, wie die Pest zum Leben erwachte…. (gelesen)

Inzwischen schon dreimal war ich lesend auf den Scilly Islands unterwegs. Kate Penroses Reihe ist atmosphärisch und fasziniert mich darüber hinaus mit ihren gut zum Charakter der verschiedenen Inseln passenden Kriminalfällen. Wenn ihr den Wind pfeifen hören und die Salzluft riechen und schmecken mögt, dann schnuppert doch mal in „Nachts schweigt das Meer“, „Dunkel leuchten die Klippen“ oder „Kalt flüstern die Wellen“ hinein! (alle gelesen)

Härterer Stoff, weil ihm eine gewisse Nähe zur Realität nicht abzusprechen ist, ist „Final Control„. Hier gräbt Veit Etzold tief in Sachen digitalem Wettkampf zwischen China, den USA und Europa. Er verwebt Fakten und einen fiktionale Erfindung zu einem rasanten Thriller, den er wie gewohnt großzügig mit größeren und kleineren Hintergrundfakten würzt. (gelesen)

Im nächsten Jahr erscheint der dritte und letzte Teil von Ursula Poznanskis Trilogie „VANITAS“ – und weil mir der erste und vor allem der zweite Fall für die „Friedhofsgärtnerin im Quereinstieg“ Carolin so gut gefallen haben, muss ich euch „Schwarz wie Erde“ und „Grau wie Asche“ einfach für den Gabentisch eurer krimihungrigen Liebsten empfehlen! Hier lässt man die Blumen sprechen, aber nicht so wie ihr denkt! (gelesen)

Nicht nur der bekannte Fitzek, der wohl keine Empfehlungen mehr nötig hat, weil er sich auch so verkauft wie geschnitten Brot, weiß, wie man seine Leser bei der Stange hält. Auch Dr. Sabine Fitzek hatte mich ganz schnell im Sack mit dem Auftaktband „VERRAT“ ihrer Krimireihe, die gesundheitspolitische Missstände zum Thema hat. Die Fälle (der zweite Teil „Verrückt“ ist bereits erschienen) sind zwar fiktiv, haben aber soliden Boden unter den Füßen. Die Autorin hat Medizin studiert und war viele Jahre lang als Chefärztin tätig – sie hat also viel gesehen und weiß, wovon sie schreibt. (gelesen)

Um ein Gerücht in einer Kleinstadt, wie es gesät und befeuert wir, es sich verbreitet und auch den wahren Kern des Ganzen dreht sich der Thriller „Das Gerücht“ von Lesley Kara. Angeblich lebt eine Mörderin im Ort, nichts Genaues weiß man nicht – aber das hält die Bewohner, vor allem die Bewohnerinnen nicht davon ab, ordentlich Klatsch und Tratsch zu verbreiten. Dass sich dabei ein entscheidendes Steinchen lösen, ins Rollen kommen und für dramatische Folgen sorgen könnte, hat frau dabei allerdings nicht bedacht! (gelesen)

Von Shari Lapena habe ich auch etwas gelesen, das ich euch wie auch ihre früheren Thriller „The couple next door“ und „A stranger in the house“ ans Herz legen kann. „Der zehnte Gast“ hat mich ebenso gefesselt. Die Autorin nimmt uns mit in ein muckeliges kleines Hotel mitten im Schnee. Entspannung und Harmonie werden wir dort aber nicht finden, eher Mord und Totschlag – und zu aller Dramatik sind wir abgeschottet von der Außenwelt….. Inhaltlich ist es zwar eigentlich kein großer Wurf, aber die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. (gelesen)

Mit einer Krimireihe möchte ich meine Reihe an Empfehlungen beschließen. Frank Goldammers Nachkriegskrimis mit der Hauptfigur Max Heller sind gut recherchiert und führen uns in das zerbombte Dresden nach dem Zweiten Weltkrieg. Zwischen Armut und Russen passiert so manches Unheil und Max hat viel zu tun. Aber auch das Private kommt nicht zu kurz – denn es ist auch interessant zu lesen, wie man damals als Familie mit der politischen und wirtschaftlichen Situation klargekommen ist. Sehr empfehlenswert! (Ich habe alle bisherigen Teile gehört – „Der Angstmann“, „Tausend Teufel“, „Vergessene Seelen“, „Roter Rabe“, „Juni 53“)

 

Wer noch adventliche Lesetipps oder Ideen für ein weihnachtlich-buchiges Nikolausgeschenk sucht, für den habe ich noch drei kleine Tipps.

Die stimmungsvollen, kreativen Geschichten in „24 Stück vom Glück“ von Patricia Koelle kann man zwar als Adventskalender-Buch lesen, muss es aber nicht zwingend. Bei mir haben die verschiedenen Episoden nur ein Wochenende lang gehalten und ich hatte trotzdem sehr viel Freude an dem Buch.

Ebenfalls Kurzgeschichten enthält die „Weihnachts-Schmökerei“ von Sally West, aber auch einige Rezepte und kleine Gedichte sind darin zu finden. Dieses Buch finde ich sehr gelungen, da die liebevollen, herzenswarmen, weihnachtlichen Geschichten nicht nur mich und das Kind in mir erreichten, sondern weil sie durchweg komplett für die ganze Familie geeignet sind – von klein bis groß.

In „Tief durchatmen, die Familie kommt“ erzählt Andrea Sawatzki von ihrem alljährlichen stressigen Heiligen Abend. Etwas überspitzt, aber dafür umso gelungener zeichnet sie die verschiedenen Familienmitglieder. Da blieb bei uns (mein „Kleiner“ hat es mir vorgelesen) kein Auge trocken. Ein ausschließlich lustiger Roman ist es dennoch nicht, denn auch die ernsten Päckchen, die mancher zu tragen hat, werden angemessen und mit lebensnahem Fingerspitzengefühl behandelt. Selbst wenn man die Verfilmung schon kennt, ist das Buch durchaus einen Lesetipp wert!

Das waren sie nun, meine Empfehlungen für den Gabentisch!
Vielleicht konnte ich euch inspirieren und habt das eine oder andere Buch gefunden, mit dem ihr eure Familie und Freunde beglücken könnt. Ihr findet meinen Blog auch auf Insta und Facebook – auch da gibt es immer wieder buchige Anregungen von mir. Nur für den Fall, dass ich nicht bis zum nächsten Dezember warten möchtet.

Wenn ihr auch Buchtipps habt, schreibt sie gerne in die Kommentare – vielleicht mit einer kurzen Begründung -, so haben wir alle etwas davon!!

 

Einen Hinweis in eigener Sache hätte ich noch.
Mit verschiedenen Aktionen auf meinem Bücherblog unterstütze ich seit einigen Jahren das Dattelner Kinderpalliativzentrum. Aktuell läuft wieder „Die etwas andere Adventsaktion“. Hier könnt ihr mit einem Weihnachtsgruß doppelte Freude schenken. Wie es funktioniert, erfahrt ihr im Blogbeitrag, schaut gerne vorbei.

 

Ich
wünsche euch
eine wunderschöne,
zauberhafte,
möglichst stressfreie (hahaha)
Adventszeit
und ein leuchtendes Weihnachtsfest im
Kreise eurer Liebsten.
Eure
Irve

 

Morgen geht es weiter auf Ninas Blog „Ninespo„, dort wird es buchig-kreativ zugehen und ihr könnt auch etwas gewinnen!! Eine Übersicht über den gesamten Blogger Adventskalender mit allen Socken findet ihr bei Mona im Tintenhain.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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6 Antworten zu *+* Buchiges unter dem Weihnachtsbaum 2020 *+*

  1. sommerlese schreibt:

    Hallo Irve,
    das ist ja mal ein ausführlicher Post mit so vielen Buchtipps, dass mir der Kopf raucht. *lach
    MIt Isabel Bogdan, Gabriella Engelmann und Mechthild Borrmann hast du ein paar meiner Lieblingsautorinnen aufgeführt, die Bücher kann man wirklich guten Gewissens an alle Leser empfehlen.
    Bei Fantasy bin ich raus, im Sachbuchbereich sehe ich mich mal noch weiter um.
    „Final Control“ von Veit Etzold habe ich vor kurzem gelesen, war mir zu wuselig, aber von der Thematik her sehr spannend.
    Patricia Koelle, Laetitia Colombani und Andrea Sawatzki stehen ganz oben auf meiner Autorinnenwunschliste, bisher habe ich leider noch nichts von ihnen gelesen.

    Ich wünsche dir ganz viele tolle Bücher unter dem Weihnachtsbaum und eine schöne Adventszeit,
    liebe Grüße
    Barbara

    • irveliest schreibt:

      Liebe Barbara,
      vielen Dank für deinen langen Kommentar.
      Ja das stimmt, die Thriller von Veit Etzold sind immer sehr umtriebig, jedenfalls die Stand-Alones.
      Danke, dir auch eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Entdecken neuer Bücher oder Lieblingsschreiberlinge 📚🎅
      Heike

  2. nilibine70 schreibt:

    Tolle Tipps hast Du da so liebevoll vorbereitet ❤

    Hab eine schöne, leselustige Adventszeit und fühl Dich gedrückt!

    Bine

  3. tinaherrlich schreibt:

    Liebe Heike,
    das ist ja eine tolle bunte Liste! :-) Und wie schön, dass meine Strandspürnasen auch dabei sind – das macht mich gerade ein bisschen stolz. ;-)
    Eine wunderschöne Adventszeit dir und deinen „Jungs“!
    Herzliche Grüße
    von Tina

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