*+* Anja Saskia Beyer: „Die geheimnisvollen Gärten der Toskana“ *+*

Jessy und ihre Hündin Bella mochte ich sofort und mir tat es so leid, dass die nette junge Frau erst den Freund und anschließend auch noch ihren geliebten Job verloren hat. Weil sie in der Nähe partout keine neue Arbeitsstelle findet, wagt sie den Sprung ins kalte Wasser: Sie geht für zwei Monate in die Toskana, um dort einen alten Garten auf Vordermann zu bringen. Jessy kommt es vor, als sie in einem Märchen gelandet – zu dem Garten gehört ein traumhaftes altes Anwesen, und der, dem sie zuarbeiten soll, ist nicht nur sehr hübsch anzusehen sondern auch sehr nett. Sollten sich auf einen Schlag ihre zwei Probleme lösen? Sollte sie tatsächlich ein solches Glück haben, dass sie nicht nur eine neue Arbeit, sondern auch den Mann fürs´s Leben findet?

Aber nein, so einfach ist es selbst im Buch nicht. Denn ihr Arbeitsauftrag existiert leider nur aus traurigem Grund, der tolle Mann schleppt mehr als eine Sorge mit sich herum, zudem erschüttert eine fast schon historische Fehde den Frieden der Familie. Alles in allem ist das wunderschöne Anwesen mit vielen Sorgenfalten verziert, wie Jessy nach und nach feststellt. Da sie jedoch nur zeitlich begrenzt dort leben wird, beschließt sie, nur die schönen Seiten ihres Aufenthalts zu genießen. So verbringt sie gerne Zeit mit ihrer brandneuen italienischen Freundin, oder sie erkundet mit wachsender Begeisterung die wunderschönen Renaissance-Gärten in der näheren Umgebung. Und diese Begeisterung war wirklich ansteckend. Anja Saskia Beyer beschriebt das Land – und auch die Leute – derart plakativ, bunt und lebendig, dass immer wieder Bilder dieser zauberhaften Gärten vor meinem inneren Auge aufblitzten, was mich in eine herrlich entspannte Stimmung versetzte – und in mir den Wunsch nach einem eigenen Zitronenbäumchen aufkommen ließ.

So entspannt bleibt es leider nicht, denn immer dickere Gewitterwolken ziehen auf – sowohl auf emotionaler als auch auf wirtschaftlicher Ebene. Hier war es mir der Dramatik ein wenig zu viel, auch hat für meinen Lesegeschmack die Autorin das Ende sehr viel zu versöhnlich gestaltet. Ich weiß, dass viele Leserinnen dieses „Friede, Freude, Eierkuchen“ lieben, ich selbst gehöre nicht so uneingeschränkt dazu.

Mal von diesen beiden Kritikpunkten abgesehen, die natürlich subjektiv und Geschmackssache sind, empfinde ich den Roman als supergut gelungen. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und ich habe ganz schnell meine Sympathie und Abneigung verteilt. Die Idee zur Situation des Anwesens nebst dem zauberhaften Garten ist interessant und auch gut umgesetzt und vor allem die Schilderungen der Renaissance-Gärten haben es mir so richtig angetan! „Die geheimnisvollen Gärten der Toskana“ ist somit ein idealer Roman, um sich atmosphärisch nach „Bella Italia“ wegzuträumen!

Inhalt
Jessy braucht dringend einen Neuanfang: Ihr Freund hat sie verlassen und dann verliert sie auch noch ihren geliebten Job als Floristin. Kurzentschlossen nimmt sie eine Stelle als Gärtnerin in der Toskana an. Der verwilderte Garten mit seinen Zitronenbäumen und dem Duft der Rosen verzaubert die junge Frau sofort.
Doch der Neubeginn gestaltet sich schwieriger als gedacht: Jessy verliebt sich in ihren attraktiven Arbeitgeber Gregorio. Seine herrische Mutter ist der aufkeimenden Romanze alles andere als wohlgesonnen. Und dann entdeckt Jessy auch noch ein jahrhundertealtes Geheimnis. Ihr wird klar, dass in dieser Familie mit harten Bandagen gekämpft wird – besonders in der Liebe …

Autorin
Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Seit 1996 schreibt und arbeitet sie erfolgreich als Drehbuchautorin und Dramaturgin für das Fernsehen. Seit 2013 schreibt sie Romane, ihr Debütroman wurde gleich ein E-Book-Bestseller.
Quelle: Amazon

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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