*+* Markus Heitz: „Der Tannenbaum des Todes“ *+*

Wie wir alle wissen, ist die weihnachtliche Besinnlichkeit eine relative Sache. Für die einen kann es nicht traditionell genug zugehen, die perfekte Ordnung nicht perfekt genug. Für die anderen hat der gewonnen, der die meisten und abgefahrensten Geschenke auffährt. Und dann gibt es noch diese Gruppe von Menschen, die mit all dem nicht wirklich etwas anfangen kann, die sowohl die Perfekt-Feierer als auch die Konsumgiganten mit einer spöttisch hochgezogenen Augenbraue bedenkt.

Besonders für sie ist dieses Buch – aber auch für alle anderen, die flexibel und humorvoll genug sind, um das menschgemachte Treiben rund um das ursprünglich heilige Fest ordentlich auf die Schippe zu nehmen, es einmal ganz anders zu betrachten. Sie sehen die Adventszeit und Weihnachten in diesem Buch aus den kreativen, schwarzhumorig blitzenden heitz´schen Augen und lachen sich ganz sicher gelegentlich schlapp über so manch gelungen Streich der Protagonisten – niedergeschrieben durch die schaurig kratzende Feder des Autors. Zumindest ist es mir an einigen Stellen so gegangen, denn da habe ich Tränen gelacht und keine Luft mehr bekommen.

Man möge jedoch nicht meinen Fehler machen und das Buch in einem Rutsch lesen. Denn dann verliert eventuell so mancher Lacher sein Potenzial. Auch ein Top-Autor kann schließlich nicht unendlich viele verschiedene Pointen und witzige Gegebenheiten ersinnen, und so findet sich auf dem lustig angerichteten Weihnachtsteller hin und wieder dasselbe Gebäck.

Die Dosis macht das Gift und so empfehle ich eine häppchenweise Lektüre dieses Buches, um den höchstmöglichen Grad an schnappatmender Unterhaltung zu erzielen.
Mein Tipp: Ein bis zwei Geschichtchen pro Tag über die Adventszeit portioniert – und man hat jeden Tag eine kleine amüsante Lesezeit. Aber bitte nicht die Anregungen aus dem Buch in die Tat umsetzen, sonst hat bald keiner mehr etwas zu lachen!

Inhalt
Bestsellerautor Markus Heitz erzählt in dieser ganz besonderen Weihnachts-Anthologie von einem Mädchen, das nicht nur den Nikolaus das Fürchten lehrt, weil sie statt dem gewünschten X-Mas-House-Of-Horror einen rosafarbenen Pullover bekommt, vom Treiben der Unheiligen drei Könige oder dem egoistischen Weihnachts-Muffel Quentin, dem eine Kita-Theater-Truppe mit einer ganz besonderen Vorstellung die Ehrfurcht vor dem Fest einbläut. In „Der Tannenbaum des Todes“ wird das Beste aus zehn Jahren eines einmaligen Weihnachts-Live-Events erstmals in einem Buch versammelt!
Von bitter-böse über gruselig bis fies & witzig: Mit diesen Weihnachts-Kurzgeschichten von Bestsellerautor Markus Heitz werden nicht nur Fantasy-Fans ihren Spaß haben, sondern alle, die zum Fest mal eine Pause von allzu viel Besinnlichkeit brauchen. Aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt!

Autor
Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Er schrieb über 50 Romane und wurde etliche Male ausgezeichnet. Mit der Bestsellerserie um „Die Zwerge“ gelang dem Saarländer der nationale und internationale Durchbruch. Dazu kamen erfolgreiche Thriller um Wandelwesen, Vampire, Seelenwanderer und andere düstere Gestalten der Urban Fantasy und Phantastik. Die Ideen gehen ihm noch lange nicht aus.
Quelle: Verlagsgruppe Droemer Knaur 

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Markus Heitz: „Der Tannenbaum des Todes“ *+*

  1. laberladen schreibt:

    Hallo Heike,
    schon alleine der Titel …. ich habe mich sofort angesprochen gefühlt!
    Ich kann das emotionale Familienfest Weihnachten, das regemäßig in Streit und Chaos endet, sowieso nicht ganz ernst nehmen und deshalb liebe ich Bücher, die genau das rüberbringen. Ich denke, das Buch ist genau meine Kragenweite.
    LG Gabi

    • irveliest schreibt:

      Hallo Sabine,
      bei uns verläuft Weihnachten eigentlich immer recht harmonisch und friedlich, aber trotzdem habe ich mich weggelacht.
      Viel Spaß mit dem Buch, falls du es liest.
      Heike

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