*+* Gabriella Engelmann: „Sommerwind“ *+*

Felicitas trifft bei ihren Reisevorbereitungen auf dem Dachboden bei der der Suche nach einem Koffer zufällig auf ältere Liebesbriefe – adressiert an einen geliebten Zugvogel, unterzeichnet mit einem schlichten „A.“ Da die Briefe an dem Ort verfasst wurden, an den es Felicitas nun für einige Zeit beruflich verschlägt, nimmt sie die Schriftstücke mit. Ihre Neugier ist geweckt… Vielleicht wird sie das Rätsel dieser hinterlassenen Briefe lüften können!

Auf Föhr scheint der Inselwind ihr bisheriges Leben in Hamburg ein ganzes Stück weit wegzuwehen. Die Landschaft nimmt Felicitas ebenso für sich ein wie mich, genauso verhält es sich mit den Bewohnern der Insel. Gabriella Engelmann hat sowohl den Menschenschlag als auch die landschaftlichen Vorzüge – kurzum: das gesamte Inselflair – brillant und überzeugend eingefangen. Ihre „Föhrliebtheit“ lacht mir auf jeder Seite entgegen!
Auch Leser, die noch nie auf Föhr waren, können sich anhand der guten Beschreibungen diese Nordsee-Insel gut vorstellen und bekommen ein Idee vom Föhrer Charme. Die Charaktere sind ebenfalls sehr lebendig und authentisch eingefangen. Ich ertappte mich immer wieder bei dem Gedanken, gerne mal im Lädchen von Leevke – Felicitas neu gewonnener Inselfreundin – zu stöbern und mich mit ihr zu unterhalten. Sie ist ebenso sympathisch, menschlich, Sorgen oder Problem behaftet wie alle anderen Protagonisten auch, was sie greifbar macht und eine gewisse Nähe zu ihnen schafft.

Neben ihrem Job, der Felicitas einiges abverlangt – sie ist maßgeblich am Dreh eines Herzschmerz-Films auf der Insel involviert -, versucht sie, dem Geheimnis um die Briefe des Dachbodens auf die Spur zu kommen. Zudem eignet sich die Insel, deren Wohlfühl-Mentalität langsam aber sicher auf die Frau überzugehen scheint, auch gut zur Überwindung ihres vermaledeiten Liebeskummers zu eignen. Felicitas öffnet sich auch in dieser Hinsicht ein wenig.

Die Themen Filmdreh und Esoterik, womit sich Leevke liebend gern beschäftigt, gehören eigentlich nicht zu meinen bevorzugten Themen, aber sie sind recht klein gehalten und zudem gut in die Geschichte und Handlung eingepasst, sodass ich dies dem Roman eher zuträglich als störend empfand.

Der Schreibstil ist gefällig, positiv, fröhlich und lebensbejahend. Natürlich läuft es in der Realität nicht immer so glatt wie es letztendlich in Romanen meist tut. Aber es ist eben ein Roman und kein Sachbuch oder Ratgeber, da darf der Wohlfühlfaktor gerne höher sein als das wahre Leben es gelegentlich ist.

Ich habe „Sommerwind“ wie auch den zweiten Teil von Gabriella Engelmanns Föhr-Reihe „Schäfchenwolkenhimmel“ im Urlaub gelesen und kann die Romane zum Abschalten und Seele baumeln lassen nur empfehlen!

Inhalt
„Geliebter Zugvogel, ich schreibe dir, wie ich es immer mache, sobald du die Insel verlassen hast“ – so beginnt einer jener geheimnisvollen Liebesbriefe, unterzeichnet nur mit dem Initial A., die die Hamburgerin Felicitas auf dem Dachboden findet. Alle Briefe wurden auf Föhr geschrieben, wohin Felicitas nur wenig später aus beruflichen Gründen reisen muss. Die Sehnsucht, die in jeder Zeile der Briefe steckt, berührt sie tief, obwohl sie nach einer großen Enttäuschung in Sachen Liebe ein gebranntes Kind ist. Als sie auf der wunderschönen Nordseeinsel die Brüder Niklas und Frederick kennenlernt, bekommt die Frage, ob sie selbst je wieder lieben kann, eine neue Dringlichkeit.

Autorin
Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen.
Quelle: Droemer Knaur

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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