*+* Arno Strobel: „Toter Schrei“ (Hörbuch) *+*

Auf zum großen Finale! In den ersten beiden Teilen der Trilogie „Tiefe Narbe“ und „Kalte Angst“ deutete es sich schon an. Wurde hier Kerstin, Max Bischoffs Schwester nur bedroht, wird der Quäler in „Toter Schrei“ seinen Worten Taten folgen lassen….
Genau so ist es, der Täter bringt die junge Frau in seine Gewalt und benutzt Bischoff als Figur in seinem perfiden Spiel. Letzten Endes geht es um die Entscheidung, ob er lieber Kerstins Leben oder zu ihren Lasten seinen Kopf rettet. Natürlicher möchte er beides – und ich war sehr gespannt, ob er dieses Glanzstück schaffen würde!

Sein Gegner ist schlau, sehr schlau und so wird Bischoff plötzlich selbst zum Gejagten. Durch die geschickten Interventionen des Täters wird selbst die Loyalität von Max´ Partner auf einer harten Prüfung unterzogen. Aber wo eine Tür zufällt, öffnet sich oft ein Fenster – so auch hier. Denn Bischoff bekommt Unterstützung von völlig unerwarteten Stellen. Und als er sich schließlich nach einem langen Ritt auf der Klinge endlich am Ziel und somit Kerstins Rettung wähnt, sieht er sich plötzlich ganz anderen Vorzeichen gegenüber…

Der Plot gefiel mir gut. Es ging nicht nur darum, den Täter zu ermitteln, sondern auch, sein Spiel zu verstehen und vor allem, dem gerissenen Gegner überlegen sein zu müssen. Das daraus resultierende Katz- und Mausspiel war nicht ohne. Jedoch wurde dem Ganzen durch gewisse Wiederholungen und Längen immer wieder die Spannung genommen, was ich nicht so schön fand. Auch gab es an einigen Stellen kleine logische Schwächen, die der gekürzten Hörbuchversion geschuldet sein könnten.

Gut gelungen fand ich die Charaktere, die zwar intensiv aber auch uneindeutig ausgearbeitet sind. So oft fragte ich mich, ob die Figuren wirklich ehrlich handelten, oder etwas im Schilde führten. Vor allem die Schilderungen Kerstin betreffend gingen mir unter die Haut. Ihre Angst, aber auch ihre Hoffnung waren intensiv geschildert, die Gewalttaten leider auch.

Die scharfe Wende zum Schluss mag man ansatzweise erahnen, aber sicher nicht in ihrem ganzen Umfang. Da gibt es sicher viele Leser und Hörer eine Überraschung!

„Toter Schrei“ ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der mir trotz kleiner Schwächen gut gefallen und mich ebenso unterhalten hat.

Toll gelesen hat der Sprecher Götz Otto. Er setzt die Charaktere sowie die Handlung gut um und vermag es, spannende Szenen noch spannender zu gestalten. So ertappte ich mich hin und wieder beim gebannten Lauschen, und das Pausieren fiel mir schwer.


Wie schön, dass du meinen Beitrag gelesen hast!
Auf den Seiten dieses Blogs halte ich euch bei Facebook (Irve liest) und auf Insta (irveliest) auch zwischen Rezensionen , Rückblicken und Leselisten rund ums Buch auf dem Laufenden.
Schaut gerne mal vorbei, ich freue mich über jeden Besuch!


Inhalt
Kommissar Max Bischoff hat Angst. Um seine Schwester Kirsten, die sich bereits seit Wochen nicht mehr sicher fühlt. Ein Unbekannter beobachtet sie, weiß, wo sie sich aufhält, schickt ihr bedrohliche Nachrichten. Und dann passiert das, was Max immer gefürchtet hat. Der Unbekannte bringt Kirsten in seine Gewalt und will Max zwingen, sich selbst zu opfern. Tut er das nicht, wird Kirsten sterben. Max Bischoff findet sich in der schlimmsten Hölle wieder, die man sich vorstellen kann. Soll er sein eigenes Leben retten oder das seiner Schwester?
Audio media Verlag

Werbeanzeigen

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
Dieser Beitrag wurde unter Arno Strobel, audio media Verlag, Hörbücher, Thriller abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu *+* Arno Strobel: „Toter Schrei“ (Hörbuch) *+*

  1. fraggle schreibt:

    Erst mal vielen Dank für den Tipp, Strobels dritter Teil wäre ansonsten nämlich vermutlich noch eine ganze Weile unbemerkt an mir vorbeigegangen.

    Trotzdem bin ich unschlüssig. Zum Einen sind mir Strobels Bücher generell etwas zu blutrünstig, „grenzwertig widerlich“ habe ich in dem Zusammenhang geschrieben. Zum Anderen hat mir, wenn man diesen Kritikpunkt mal weglässt, der erste Teil auch wirklich gut gefallen. Den zweiten fand ich in fast jeder Hinsicht – Stil, Dialoge, Figuren, Antagonist – deutlich schlechter. Und nun stehe ich als bekennender Entscheidungsneurotiker hier und weiß nicht, ob ich die Reihe zu Ende lesen soll … :-)

Schreibe eine Antwort zu irveliest Antwort abbrechen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.