*+* Clara Benedict: „AURA – Die Gabe“ *+*

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Eine Geisterbeschwörung, die eigentlich als Spaß gedacht war, endet für Hannah und ihre Freundinnen mit Angst und Schrecken. Für mich bedeutete die Szene einen tollen, mysteriösen, spannenden Auftakt in die AURA-Reihe. Begierig las ich weiter, wollte die Charaktere besser kennenlernen, wissen, wie es weitergeht und vor allem, was hinter den Zeichen des Geistes steckte. Im Laufe des Jugendromans stellt sich das heraus und, ganz ehrlich? Ich war von den Socken!

„AURA – Die Gabe“ steckt voller unerwarteter Wenden. Die Autorin spielt mit ihren Charakteren, allen voran mit den beiden Hauptfiguren Hannah und dem von ihr angeschmachteten Jan. Während Hannah sich selbst erst nach und nach zu begreifen scheint und erkennt, welche Gabe sie hat, was einiges an Verwirrung und Unsicherheit nach sich zieht, ist Jan das ganze Gegenteil. Er wirkt abgeklärt und scheint sich immer im Griff – und an Hannah rein gar kein Interesse – zu haben. Umso erstaunter ist das Mädchen, als er ihre Nähe sucht. Die ersten Treffen enden jedoch im Desaster, und weder Hannah noch ich wussten Jan einzuschätzen. Ganz ehrlich war er mir suspekt, diese Mischung aus Ablehnung und zielgerichteter Leidenschaft schreckten mich und meine Lebenserfahrung eindeutig ab. Aber Hannah sieht in ihrem süßen, leichtgläubigen Teenie-Alter nur das, was sie sehen will. Als ihr irgendwann die Augen geöffnet werden, steht sie mit dem Rücken zur Wand – aber sie weiß ihre Gabe zielsicher einzusetzen, worüber ich sehr froh wer. Denn ich mochte das Mädel, war ihr den ganzen Roman über mit ihr. Litt mit ihr, als sie ihre Gabe entdeckte, deren Macht begriff und lernte, mit dieser Fähigkeit umzugehen. War besorgt, als sie in Jans Fänge geriet, entsetzt, als die Autorin zum Schluss hin eine Wahnsinns-Wende platzierte und mit einem tollen Showdown nebst fiesem Cliffhanger endete. Nun erwarte ich ganz ungeduldig die Fortsetzung und freue mich schon sehr darauf, zu erfahren, wie es in „AURA – Der Verrat“ weitergeht.

Diese Romantasy-Geschichte ist vom feinsten und dürfte der Hauptzielgruppe, Leserinnen ab 13 Jahren, gut gefallen. Mystik, Spannung, eine aufregende erste Liebe und ein Knallbonbon zum Schluss! Mir als älterer Leserin war es ein bisschen zu viel Herzklopfen und Amore, aber wenn ich mich in meine Jugendzeit zurückversetze, muss ich sagen, dass der Roman genauso gestrickt ist, wie er mir in diesem Alter bestens gefallen hätte. Die wendungsreiche, intensive Handlung und die gut ausgearbeiteten Charaktere, die teilweise erst nach und nach ihr wahres Ich präsentieren, dazu die spannende Grundidee, all das hat aber auch mich sehr überzeugt!

Inhalt
Romantasy über die Macht, die Realität zu verändern – für Mädchen ab 13 Jahren.
Einen Jungen aus der Ferne anschmachten, das steht für Hannah nicht zur Debatte – bis sie Jan trifft. Noch während Hannah sich darüber ärgert, dass sie sich immer wieder wie eine Idiotin aufführt, signalisiert Jan Interesse. Mit jedem Treffen wachsen Hannahs Gefühle aber auch ihre Unsicherheit. Jan verhält sich widersprüchlich, ist mal liebevoll und zärtlich, dann wieder aggressiv und distanziert. Diese Unbeständigkeit macht Hannah Angst, denn sie hat sich Jan offenbart. Sie hat ihm von ihrer besonderen Gabe erzählt, einer Gabe, die auch eine dunkle Seite hat … Hat sie dem Falschen vertraut?

Autorin
Clara Benedict, Jahrgang 1981, ist Deutsch- und Musiklehrerin und Sängerin in einer Rockband. Sie lebt mit einem Mann, zwei Katern, drei Kindern und zwölf Musikinstrumenten an der Weinstraße und hat ständig zu viele Pläne und zu wenig Zeit. Wenn sie nicht als Revuegirl oder Nashorn auf der Bühne steht oder sich für irgendein anderes verrücktes Projekt ködern lässt, spielt sie Videogames, geht geocachen und gibt unfassbare Summen für Bücher und Chucks aus. clara-benedict.com
Quelle: Thienemann Esslinger

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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