*+* Bücher, in denen Tiere eine Rolle spielen (Freitagsaufgabe – #Buechersommer 2018)*+*

Die Wochenaufgabe (Link) für die Büchersommer-Challenge bei Daggis Welt lautet:

Zeigt mir eure Sommerlochtiere!

Welche Bücher in denen ein Tier eine Rolle spielt, habt ihr in letzter Zeit gelesen? Welche Bücher in eurem Regal haben mindestens ein Tier auf dem Cover? In welchem Buchtitel in eurem Regal ist ein Tier zu finden?

Bei einem Streifzug durch meine Bücherregale habe ich festgestellt, dass es dort gar nicht so wahnsinnig viele Cover mit Tieren gibt. Da gäbe es „Foxcraft – Die Magie der Füchse“, „Schwimmern mit Elefanten“, „Mordsmöwen„, „Möwenalarm“ und „Elefant“ – ich habe zugegebenermaßen nicht bei den Kindern und auch nicht auf den Readern nachgesehen – sowie die drei Bücher über Bob, den Streuner, und seinen Dosenöffner James. Und dieses Trio möchte ich euch jetzt vorstellen, da es absolute Herzensbücher von mir sind.
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Wer kennt diese Geschichte nicht? Zwischendurch war das moderne Märchen, das aus einem Junkie im Entzug einen reichen Mann machte, in aller Munde. James und Bob, die britischen Helden, waren auf allen Kanälen, bekamen Aufmerksamkeit in sämtlichen Medien und ich finde das nach wie vor sehr gut.

In James Leben lief es überwiegend schlecht. Natürlich ist das kein Grund, sich dem Drogensumpf zu unterwerfen. Aber nicht jedermann ist ein starker Charakter und trotzt den Widrigkeiten des Lebens so leicht. Der eine schafft es, und geht möglicherweise sogar gestärkt aus den schlechten Lebensumständen hervor. Der andere schafft es nicht, verzweifelt, braucht Ersatzbefriedigung in puncto Glücksgefühlen und wählt leider den falschen Weg.

Diejenigen von euch, die Kinder haben, werden den Gedanken kennen, das eigene Kind möge, was immer passiert, bloß niemals zu Drogen greifen. Ich meine nicht die heimlich gerauchte Zigarette oder einen Rausch im Teenie-Alter. Wie vermittelt man das den Kindern? Wie kann man ihnen, die im Idealfall nur die heile Welt kennen, erklären, wie gefährlich harte (und auch viele weiche) Drogen sind? Belehrend? Mit dem erhobenen Zeigefinger? Das kann klappen, aber auch effektlos am Nachwuchs vorbeirauschen.

Dinge prägen sich am besten ein, wenn man sie visualisiert (aber wer möchte schon mit seinen Kindern zur Abschreckung durch abgewrackte Gegenden ziehen?), oder sie mit Erfahrungsberichten konfrontiert. Die niedergeschriebenen Erlebnisse von James haben mich diesbezüglich voll und ganz überzeugt. Er mahnt und warnt, nicht indem er droht oder einschüchtert. Es gibt keinen erhobenen Zeigefinger. Er erzählt einfach nur, was passiert ist. Ungeschönt, weder verharmlosend, noch dramatisierend. Wie dreckig es ihm oft ging, wie stark sein Wille sein musste, um den langen Weg aus dieser Hölle heraus zu gehen. Wie viele Rückschläge es immer wieder gab und dass es viele trotz aller Bemühungen nicht schaffen und elendig den Tod finden.
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Einige Leser der Bücher sind der Meinung, dass sie zu hart für die Jugendlichen seien. Das sehe ich nicht so, denn üble Szenen werden nicht dramaturgisch in Szene gesetzt oder sensationsreif ausgeschlachtet, sondern wohl dosiert eingesetzt, meist nur gestreift oder erwähnt. Das allerdings eindrucksvoll und mit nachhaltigem Effekt und für mein Empfinden absolut jugendfrei. Sehr gelungen ist übrigens auch die Verfilmung des ersten Teils „Bob der Streuner“, den wir uns mal an einem verregneten Nachmittagsfilm gemeinsam angeschaut haben – unsere Söhne waren damals zehn und dreizehn Jahre alt und ziemlich beeindruckt. Die anschließende Reaktion kam unisono: „Das ist ja furchtbar. Ich will nie Drogen nehmen, ich möchte gesund bleiben.“ Ob die beiden in ein paar Jahren noch so denken? Ich wünsche es mir sehr, die Saat haben wir gelegt, möge sie reiche Früchte bringen.

Sehr bereichernd für James Geschichte ist, dass die heimliche Hauptrolle ein liebenswerter roter Kater spielt, der sich genau zu dem Zeitpunkt James als Herrchen auswählt, als es diesem besonders dreckig geht. Das war vermutlich der Impuls, den der Mann nötig hatte, die Aufgabe, die er braucht, auf die er sich konzentrieren konnte, sein Halt, der ihm die Kraft gab, seinen Weg in Angriff zu nehmen.

Ich habe alle drei Erfahrungsromane gelesen, die Söhne kennen auch das Bilderbuch und die Jugendversion von „Bob der Streuner“, es ist also für jede Altersgruppe etwas dabei, um die beiden kennenzulernen. Wer James und Bob beiden noch nicht kennt, dem seien sie und ihre unglaubliche, aber wahre Geschichte sehr ans Herz gelegt. Wer ein bisschen in unseren Rezensionen stöbern möchte, ist eingeladen, das zu tun. Es finden sich dort auch jeweils die Verlagsinfos und -links zum entsprechenden Buch.

„Bob der Streuner“

Bob und wie er die Welt sieht“

„Ein Geschenk von Bob“

Bob, der Streuner (Jugendversion)

Bob, der Streuner – Das ist meine Geschichte (Bilderbuch)

Dieser Artikel ist im Rahmen der Challenge „Büchersommer 2018“ bei Daggis Welt entstanden.
Eine tolle Challenge, die dazu aufruft, Sommerbücher zu lesen und vorzustellen. Ein allwöchentliche Freitagsaufgabe steckt das Feld ab.
Passend dazu hat Mona vom Tintenhain eine Blogparade zum Thema „Büchersommer“ ins Leben gerufen. Auf beiden Blogs lohnt es, sich mal vorbeizuschauen, die Aktionen machen Spaß!!

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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