*+* Maria W. Peter: „Fortunas Rache“ *+*

Herzlich willkommen im Römischen Reich! Hier herrschen ganz andere Regeln und Gepflogenheiten als wir sie kennen, dennoch findet man sich in Invitas Welt sehr schnell und gut zurecht. Wer mal Latein gelernt hat, dem wird einiges an Begrifflichkeiten, Namen und Hierarchien bekannt vorkommen, aber Vorkenntnisse sind definitiv nicht vonnöten, um in „Fortunas Rache“ eintauchen zu können.

Invita ist eine Sklavin und muss niedere Dienste verrichten. Und das, obwohl sie völlig überqualifiziert dafür ist, denn Invita kann schreiben und lesen. Diese Leidenschaft wird ihr oft zum Verhängnis, denn sie kann einfach keiner Schriftrolle widerstehen. So muss sie geduldig alle ihre Strafen erdulden. Als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, hat man sie auf dem Kieker….wer einmal lange Finger gemacht hat, dem traut man nicht – auch dann nicht, wenn er die Wahrheit spricht. Als wieder einmal ein Diebstahl begangen wird, und zudem ein anderer Sklave verschwindet, wird sofort Invita als Drahtzieherin oder zumindest Mitwisserin vermutet. Um aus diesem Fadenkreuz herauszukommen, setzt die junge Sklavin alles daran, ihre Unschuld zu beweisen und herauszufinden, was wirklich geschehen ist.

Die Geschichte ist leicht zu verfolgen, denn sie wird einsträngig und chronologisch erzählt. So konnte ich ganz leicht das Geschehen beobachten, die interessant ausgearbeiteten Figuren kennenlernen, mit Invita mitfiebern, leiden und hoffen. Denn diese junge, freche Sklavin, die es faustdick hinter den Ohren hat, mochte ich sofort. Ihr Schicksal ging mir nahe und ich feuerte sie innerlich immer wieder an auf ihrem Weg der Gerechtigkeit. Zum Glück steht sie in den Diensten einer vernünftigen und fairen Herrin, die ihre schützende Hand immer dann über Invita hält, wenn es ihr möglich ist. Diese Herrin sorgt später, nachdem das Verbrechen glücklicherweise lückenlos aufgeklärt werden konnte, selbst für eine Überraschung, die das Thema des zweiten Teils der Reihe vermuten lässt. So freue ich mich schon auf „Die Legion des Raben“ und auch den dritten Teil „Der Schatz Salomos“, die beide bereits erschienen sind.

Neben der Ausarbeitung und Kombination der Charaktere gefiel mir sehr die Thematik des Krimis, die gut zum Römischen Reich passt. Zudem hat Maria W. Peter authentisch das damalige Flair eingefangen, und es fiel mir nicht schwer, mich in das Buch hineinzudenken.

„Fortunas Rache“ ist ein leichter Kriminalroman, der keine allzu hohe Aufmerksamkeit fordert. Das Augenmerk liegt neben dem interessanten, lange Zeit undurchsichtigen Fall ebenso auf der eingefangenen Atmosphäre der damaligen Zeit und Schauplätze. Das Buch bietet gute Unterhaltung im Alten Rom und das Lesen hat mir schöne Stunden bereitet.

Inhalt
Seit sie denken kann, ist Invita eine Sklavin, doch durch einen Winkelzug des Schicksals, beherrscht sie die Kunst des Lesens und Schreibens, auch sonst scheut sie sich nicht, ihre Meinung zu sagen. Nun arbeitet sie im Haus des Statthalters zu Trier, wo sie ihr Temperament und Eigensinn immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Kein Wunder also, dass Invita sofort verdächtigt wird, als einer der Sklaven spurlos verschwindet – da muss die junge Frau doch ihre Finger im Spiel haben! Um ihrer Strafe zu entgehen, beginnt Invita, selbst Nachforschungen anzustellen und stößt schon bald auf ein unerwartetes Geheimnis …

Autorin
Maria W. Peter entdeckte schon während ihrer Schulzeit ihr Interesse an Literatur und Geschichte, wobei es ihr besonders das Römische Reich angetan hat. Bereits während ihres Studiums an der Universität des Saarlandes und der Université de Metz, arbeitete sie als Journalistin. Zudem besuchte sie…
Quelle: Piper Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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