*+* Irve fragt… Chris Karlden *+*

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Lieber Chris,

Mit „Der Totensucher“ ist nach den bisherigen Stand-Alones der Auftakt deines ersten Mehrteilers erschienen. Während es „Monströs“ und „Unvergolten“ bisher nur als Ebook gibt, sind dein dritter Thriller „Der Todesprophet“, der gleichzeitig dein Debut auf dem Taschenbuchmarkt war, und auch besagter erster Fall der Reihe um Adrian Speer, im Aufbau Verlag erschienen. Wie kam es zum Verlagswechsel? Wolltest du dich diesbezüglich gerne verändern, oder ist der Verlag auf dich aufmerksam geworden?

Als Autor möchte ich, dass meine Bücher von so vielen Menschen wie möglich gelesen werden. Deshalb war es von Anfang an mein Ziel bei einem großen Publikumsverlag zu veröffentlichen, was mir mitDer Todesprophetim Jahr 2016 schließlich auch gelungen ist. Da die großen Verlage nur wenige Plätze für neue Autoren haben, wird man heute meist erst in deren Programm aufgenommen, wenn man schon etwas vorzuweisen hat. In meinem Fall waren das meine beiden Thriller, die als reine E-Books bereits recht erfolgreich waren, und mit denen ich mir eine Stammleserschaft aufbauen konnte. Der Verlag ist nicht auf mich aufmerksam geworden, sondern die Literaturagentur AVA International, von der ich vertreten werde, hat mein Manuskript dem Verlag angeboten.

Ist das Schreiben dadurch für dich anders geworden? Ich kann mir vorstellen, dass es ein Unterschied ist, ob man bei einem eher unbekannten Verlag als Ebook-Autor unter Vertrag steht, oder bei einem bekannteren Herausgeber zusätzlich auch im Print-Bereich.

Nein, ich versuche immer, mein Bestes zu geben und bin erst zufrieden, wenn ich das, was ich geschrieben habe, auch als Leser gut finden würde. Jede andere Herangehensweise würde bei mir nicht funktionieren. Ich muss am Ende von meinem Werk überzeugt sein, sonst würde ich mich nicht trauen, es jemandem zum Lesen anzubieten, und da macht es keinen Unterschied, wie groß die Leserschaft ist. Außerdem ist es nicht zwangsläufig so, dass man mit einem großen Verlag mehr gelesen wird, als mit einem kleinen E-Book Verlag oder bei Veröffentlichung im Selfpublishing. Flatrate-Lesemodelle und die günstigen E-Book Preise von Selfpublishern ermöglichen es oftmals mehr Leser zu erreichen, als mit preislich höheren Verlagsbüchern. Mein erster Psychothriller „Monströs“, den ich im Selfpublishing veröffentlicht habe, und der bei Amazon bis auf Platz 2 der E-Book Gesamtcharts stieg, ist beispielsweise aktuell noch immer mein meistverkauftes Buch.

Stellst du beim Schreiben – nun wo du bei immer mehr Thriller-Freunden bekannt wirst – höhere Ansprüche an dich? Hast du während der Arbeit deiner aktuellen Projekte immer im Hinterkopf, dass da draußen ein gewisser Erfolgsdruck auf dir lastet? Ist das eher Fluch oder Segen für dich?

Ich glaube mein Schreiben entwickelt sich mit jedem neuen Buch, gleich einem Handwerk, das man immer besser beherrscht, je länger man sich darin übt. Natürlich verspüre ich einen gewissen Druck, mein Niveau halten und bestenfalls noch erhöhen zu können. Vor „Der Totensucher“ gab es ja explizit Stimmen, die sagten, „Der Todesprophet“ hat mit super gefallen, mal sehen, ob Chris Karlden, diese Qualität mit seinem neuen Buch halten kann. Vor den ersten Rezensionen war ich da schon sehr angespannt. Zumal ich ohne Testleser arbeite und daher ganz darauf baue, dass das was ich schreibe und selbst so gern lesen würde, anderen auch gefällt. Zum Glück war das Feedback dann doch sehr positiv, was schon erleichternd ist.
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Wie kamst du zum Schreiben? War es schon immer ein Kindheitstraum, den du dir schließlich erfüllt hast? Gibt es auch älteres, noch nicht veröffentlichtes Material von dir?

Zum Schreiben kam ich übers Lesen und zum begeisterten Leser wurde ich durch meinen Großvater. Er konnte tolle Geschichten erzählen. Einer seiner Lieblingssprüche war: „Bücher sind Freunde“. In seiner kleinen Hausbibliothek habe ich gern und viel gestöbert, und das hat meine Faszination für das geschriebene Wort geweckt. Schon früh habe ich mich dafür interessiert, wie es ein Autor schafft, mich in den Bann seines Buches zu ziehen. Ich habe dann als Jugendlicher begonnen, Songtexte und Gedichte zu schreiben. Dann einige Kurzgeschichten und mich mit dem Drehbuchschreiben befasst. Und auch wenn Pausen dazwischen lagen, hat mich das Thema schreiben nie losgelassen. Das will ich auch können, habe ich oft gedacht, wenn mich einzelne Sätze oder die Auflösung am Ende eines Buches umgehauen haben. Und dieses Gefühl der Begeisterung, das ein Buch auslösen kann, möchte ich bei meinen Leserinnen und Lesern erzeugen. Tatsächlich habe ich ein Romanmanuskript, das ich mit 24 Jahren geschrieben habe und inhaltlich in die Richtung Jack Kerouac und T.C. Boyle geht, noch in der Schublade. Außerdem gibt es noch einen Thriller, den ich vor „Monströs“ geschrieben habe, und der ebenfalls noch unveröffentlicht ist, und es ebenfalls vorerst auch bleibt.

Woher nimmst du eigentlich die Zeit für dein wunderbares Hobby? Du arbeitest als Jurist in der Gesundheitsbranche, eine Tätigkeit, die dich vermutlich sehr fordert. Du hast Familie, die dich sicher auch ab und zu mal zu Gesicht bekommen möchte – wie schaffst du es, all das gut funktionierend unter einen Hut zu kriegen?

Ja, ich arbeite im Hauptberuf als Jurist, habe aber meine Arbeitszeit auf 80 % reduziert, was schon mal Freiräume schafft. Sobald ich mit dem eigentlichen Schreiben eines neuen Thrillers beginne, wird mir immer ein wenig mulmig, da ich mich ab diesem Zeitpunkt selbst verpflichte, jeden Tag zu schreiben, bis der erste Entwurf fertig ist, und ich „Ende“ darunter schreiben kann. Das schließt alle Wochenenden, Weihnachten und alle sonstigen Feiertage und Geburtstage mit ein. Ich brauche diese Beständigkeit, um in engem Kontakt mit meinen Figuren und ihrer Geschichte zu bleiben. Das gleiche Prozedere gilt, wenn ich mit einer Überarbeitung beginne. Dies dann mit Job, Familie, Arbeiten rund ums Haus und spontan auftauchenden Alltagspflichten in Einklang zu bringen, ist schwierig und bedeutet auch, Opfer zu bringen. Zum Schreiben „Ja“ sagen, heißt immer zu etwas anderem „Nein“ sagen. In der Schreibphase entscheide ich mich, dem Schreiben von meiner frei verfügbaren Zeit grundsätzlich den Vorrang einzuräumen. Da fehle ich auch schon mal bei Geburtstagsfeiern von Freunden und die Gartenarbeit, Rasenmähen, Heckschneiden finden eben nicht dann statt, wenn es notwendig wäre, sondern wenn Zeit ist. Kann schon mal sein, dass das, was für den Herbst geplant war, erst im nächsten Frühjahr stattfindet, wenn überhaupt. Obwohl mir das keineswegs leichtfällt. Ich hab´s schon gern ordentlich. Aber alles geht nun mal in meiner derzeitigen Situation mit zusätzlichem Brotjob nicht. Bei meinem Schreiben handelt sich aber nun auch nicht mehr um ein Hobby, das man sporadisch nach Lust und Laune mal mehr oder weniger betreibt. Ich brauche die Stetigkeit des Schreibens um optimale Ergebnisse zu erzielen, und außerdem sind Verlagsverträge mit vorgegebenen Deadlines einzuhalten. Gottseidank habe ich eine verständnisvolle Frau, die mich unterstützt, und meine Tochter verzeiht mir auch, wenn ich nicht bei allen Familienaktivitäten dabei sein kann und oft zu spät zum Abendessen erscheine. Konkret schreibe ich über die Woche in den Abendstunden, und am Wochenende versuche ich, mein Schreibpensum am Vormittag erledigt zu bekommen. Wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass es eine besondere Herausforderung darstellt, nebenberuflich Thriller zu schreiben, die qualitativ auf dem gleichen hohen Niveau sind, wie die von Bestsellerautoren, die bereits ausschließlich vom Schreiben leben und daher naturgemäß sehr viel mehr Zeit mit dem Schreiben und allem, was dazu gehört, verbringen können. Und zwei Jobs, sind immer mehr als ein einziger, da man u.a. gedanklich zwischen unterschiedlichen Berufswelten hin- und herschalten muss, und Termine sich gegenseitig blockieren können. Deshalb freut es mich umso mehr, wenn meine Bücher so gut ankommen.

Deine Thriller sind thematisch ziemlich verschieden. Woher kommen die Ideen? Fliegen sie dir sozusagen zu und du musst dann nur noch deine Gedanken synchronisieren und zu einer schlüssigen Geschichte zusammenschreiben? Oder ist es eher anstrengende Gedankenklauberie?

Es gibt bei mir nicht die eine Idee, sondern mehrere, die mir tatsächlich scheinbar willkürlich zufliegen. Ich glaube, der Grund dafür liegt in meiner überbordenden Phantasie. Beim Joggen entdecke ich am Wegrand im Gestrüpp ein schmutziges Kleidungsstück oder sonstigen Müll und schon geht das Kopfkino los. Ist da vielleicht irgendwo der dazu passende Mensch vergraben. Oder ein dicker Ast, der über den Waldweg ragt, und ich frage mich was wäre, wenn einer aufgeknüpft an diesem Ast baumeln würde. Diese Szene kommt sogar in leicht abgewandelter Form in meinem „Totensucher“ vor. Ich erinnere mich, dass ich schon in jungen Jahren oftmals Situationen auf spannende Weise weitergesponnen habe. Nach dem Motto, was wäre, wenn jetzt dies oder jenes geschehen würde. Dann bekam ich oft zur Antwort: Hast du eine irre Phantasie! Und ich nehme an, da ist was dran. Die Ideen fügen sich über Wochen in meinem Kopf zu einer Geschichte zusammen. Wenn ich weiß, wie diese vom Anfang bis zum Ende verläuft, bringe ich sie in einem Handlungsplot zu Papier.
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Deine ersten beiden Thriller kenne ich leider (noch) nicht, aber aus den beiden Aufbau-Büchern lässt sich herauslesen, dass du hohe Anforderungen an dich selbst stellst. Du überlässt nichts dem Zufall, der Plot ist gut konstruiert, die Charaktere sind stimmig in sich selbst, aber auch in der Gesamtkomposition, die Fälle selbst alles andere als 08/15, zudem gut recherchiert und umgesetzt. Neigst du tatsächlich zum Perfektionismus, oder spricht aus der Qualität deiner Thriller eher das Herzblut, das du zweifellos hineinsteckst?

Vielen Dank für das tolle Lob. Tatsächlich stecke ich wahnsinnig viel Energie und Herzblut in meine Buchprojekte und bin dabei auch sehr perfektionistisch, was ich nicht unbedingt als Vorteil betrachte, da mein Anspruch an mich selbst so hoch ist, dass er nur schwer zu erreichen ist. Mein Augenmerk auf die Stimmigkeit der Gesamtkomposition kommt sicherlich aus meiner juristischen Ausbildung und Arbeit, bei der es auf die Schlüssigkeit der vorgetragenen Argumente und Logik ankommt. Die Kette von Ursache und Wirkung muss reibungslos funktionieren. Alle Eventualitäten müssen überdacht werden, so dass man am Ende nur zu einem logischen Schluss kommen kann. Ich denke auch, dass die Leserinnen und Leser durch zahlreiche Lektüre mittlerweile sehr geübt darin sind, aufgeworfenen Rätsel und wer hinter allem steckt schnell zu durchblicken. Diese möchte ich dennoch immer wieder überraschen. Selbst wenn jemand den Täter in meinen Büchern zufällig errät, so wird er die Beweggründe erst wissen, wenn er bis zum Ende liest. Deshalb sind mir die Gründe, warum jemand Böses tut, so wichtig. Bei einem Thriller, bei dem der Mörder einfach nur aus Mordlust tötet, fehlt eine Ebene, die so manche Überraschung bereithält und manchmal sogar Mitgefühl für den Täter auslösen kann oder dessen Vorgehen sogar auf gewissen Weise nachvollziehbar macht. Die Frage des Warums, finde ich daher ebenso interessant wie die Frage, wer es war.

Bisher kenne ich nur Thriller von dir. Planst du, auch mal in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich lese fast ausschließlich Thriller und fühle mich in diesem Genre zu Hause. Von mir ist daher auch in Zukunft ausschließlich Spannungsliteratur zu erwarten.

Woran arbeitest du aktuell?

Natürlich an einem neuen Thriller.  Aber dieser unterscheidet sich noch stärker als sonst bei mir üblich von meinen bisherigen Werken. Ich hatte das Gefühl, etwas Neues machen zu müssen, das verstärkt in Richtung psychologische Spannung geht, weniger Tote, weniger Blut. Etwas Frisches, das ich jetzt selbst gern lesen würde. Meine Idee dazu war so stark und hat mich so in ihren Bann gezogen, dass ich die eigentlich geplante Fortsetzung der Speer und Bogner-Reihe dahinter schieben musste.

Wie viel Zeit investierst du in deine Bücher?

Ich erfasse meine Schreibzeit nicht. Ich schätze aber mal, dass ich mindestens neun Monate eines Jahres täglich mehrere Stunden investiere.

Schreibst du lieber Einzelbände oder fühlst du dich in der Reihe, die du mit „Der Totensucher“ begonnen hat, wohler? Was macht da für dich als Autor den Unterschied aus?

Mit „Der Totensucher“ habe ich eine Reihe begonnen, weil ich einfach Lust dazu hatte, einen Ermittlerthriller zu schreiben. Eine Reihe hat den Vorteil, dass man sich bei der Figurenentwicklung mehr Zeit lassen kann und die Geschichte großflächiger gestalten kann. Zudem finde ich es schön, Figuren, denen man im Verlauf des Buches nahegekommen ist, und die man vielleicht liebgewonnen hat, wie gute alte Bekannte in der Fortsetzung wiederzutreffen. Eine Reihe ist auf der einen Seite schwieriger zu schreiben, da das Handlungskonzept umfassender sein muss, als bei Stand-Alones und auch zudem das entsprechende Entwicklungspotenzial hergeben muss. Andererseits fällt die Arbeit immer neue Charaktere erschaffen zu müssen weg. Da ich aber die Abwechslung mag, schreibe ich ebenso gern Einzelbände, die unabhängig voneinander gelesen werden können. Bei diesen sogenannten Stand-Alones sind Normalbürger von etwas Bösem betroffen, sie stolpern über Leichen, was sie ganz und gar nicht wollen. Das birgt in der Regel noch mehr Konflikt- und Spannungspotenzial, weshalb ich diese Variante liebe. Sie hat aber den Nachteil, dass der Normalbürger im Laufe seines Lebens nur einmal in so eine Situation kommt, also seine Geschichte für nur ein Buch reicht. In Reihen sind oft Ermittler (Kommissare, Detektive, Agenten) die Protagonisten, weil sie beruflich mit dem Bösen zu tun haben, und somit viele Fälle denkbar sind. In der Regel klären sie Verbrechen auf, die anderen zugefügt wurden, sie selbst persönlich aber nicht betreffen, was Spannungsmomente nimmt. Deshalb war es für mich bei „Der Totensucher“ ausschlaggebend, dass Adrian Speer, als einer der Ermittler, persönlich von dem Fall betroffen ist, und die Aufklärung für ihn zur alles entscheidenden Schicksalsfrage wird. Das baut Druck auf und erlaubt jede Menge zusätzliche Dramatik.

Eine „buchige Schwangerschaft“ – von der Idee bis zur Auslage in den Buchhandlungen – kostet vermutlich ganz schön viel Kraft. Wie kannst du anschließend am besten entspannen und deine Akkus auffüllen?

Ich bin Freund des Mittagsschläfchens, kann es aber nur selten in meinen Tag einbauen. Lösungen von kniffligen Fragen erfolgen oft wie von selbst nach solchen Ruhephasen. Schon eine Viertelstunde wirkt Wunder, mein Denken ist frischer, und die Aufgaben des restlichen Tages erledigen sich leichter. Ich würde auch gern insgesamt mehr schlafen, als die durchschnittlich sechs bis sieben Stunden, die ich jetzt bekomme, daran arbeite ich noch. Ansonsten gehe ich nach meinem Bürojob drei- bis viermal in der Woche joggen und mache gern Spaziergänge. Draußen zu sein belebt mich geistig und körperlich. Zudem lese ich natürlich, mache Qi Gong und schaue mir gern spannende Fernsehserien und Filme an.

Ich bin eine der vielen begeisterten Leser deiner Bücher. Leider finden sich auch immer mal wieder kritische Stimmen. Wie gehst du damit um?

Mit konstruktiver Kritik setze ich mich auseinander, da ich vielleicht etwas daraus lernen kann. Substanzlose Herabwürdigungen treffen mich, und ich versuche sie, aus reinem Selbstschutz auszublenden. Früher fiel mir der Umgang damit schwerer als heute. Der Mensch sieht immer nur die Fehler, so hat er sich weiterentwickelt. Deshalb braucht es zehn fünf Sterne Bewertungen, um eine negative ein oder zwei Sterne-Bewertung halbwegs aufzuwiegen. Gottseidank kommt das nur selten vor, und in meinem Inneren weiß ich, dass jedes meiner Bücher besser ist.

Wie wichtig ist dir Feedback überhaupt? Rezensionen, Statements in den Social Media, Reaktionen per Email, etc. Es ist sicher schön, viele Leserstimmen kennenzulernen, aber vermutlich auch zeitintensiv, sich darum zu kümmern, oder?

Die Reaktionen meiner Leserinnen und Leser sind mir überaus wichtig, und ich bin am Austausch mit Ihnen sehr interessiert. Deshalb freue ich mich auch über jede Nachricht, sei es per E-Mail oder über Facebook, wo ich auch gern Freundschaftsanfragen meiner Leser annehme. Und da ich alle Fragen und Nachrichten persönlich und individuell beantworte, ist das schon zeitintensiv, aber das finde ich, gehört einfach dazu. Wenn ein Leser sich die Mühe macht, mir z.B. zu schreiben, wie toll er meine Bücher findet, und dass er es kaum erwarten kann, bis das nächste erscheint, dann hat er oder sie auch eine Antwort verdient. Toll finde ich, wenn sich jemand für meinen Newsletter anmeldet, mit dem ich z.B. informiere, sobald ein neues Buch von mir erscheint.

Und nun kommt eine Frage, die mich wirklich brennend interessiert. Ist Chris Karlden dein tatsächlicher Name, oder hast du ihn dir für dein zweites berufliches Standbein ausgesucht?
Du schreibst Thriller wie Chris Carter – und phonetisch bist du auch nicht so weit von ihm entfernt. Ist das Zufall oder ist diese Nähe bewusst gewählt? Liest du seine Bücher gerne?

Chris Karlden ist ein Pseudonym. Dafür gibt es mehrere Gründe. Als ich 2012 meinen ersten Psychothriller „Monströs“ bei Amazon im Selfpublishing veröffentlichte, wollte ich dadurch in erster Linie meine Tätigkeit als Autor von Psychothrillern von meinem „seriösen“ Hauptberuf als Jurist abgrenzen. Ungern wollte ich bei Google in einer Suchanfrage mit beiden Tätigkeiten auftauchen. Der Schutz der Privatsphäre spielt auch eine Rolle, und dann ist einfach auch nicht jeder Realname geeignet, die Assoziation mit einem Thrillerautor hervorzurufen, sondern vielleicht eher mit einem Versicherungsangestellten oder eben einem Juristen. Für den Aufbau einer Autorenmarke brauchte ich daher einen knackigen Namen, der aber auch ein bisschen was mit meinem Realnamen gemein hat. Chris Carter habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht gekannt, als ich „Monströs“ damals veröffentlicht habe. Erst danach ist er mir aufgefallen. Die relative Namensähnlichkeit war also keine Absicht. Dann habe ich Carters erste Bücher gelesen, die mir gut gefallen haben. Doch irgendwann gingen sie mir in der Gewaltdarstellung zu sehr ins Detail.
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Jetzt habe ich noch eine kleine brainstorminge Aufgabe für dich.
Mein Begriff meets deine spontanen Gedanken dazu!

Glück – Ein schnell vergängliches Gefühl, nachdem alle Menschen streben.
Traum –Alles ist möglich. Man sollte nie aufhören, zu träumen. Aber bitte keine Albträume. 🙂
Familie –Unentbehrlich und Motivation
Kindheitstraum – Astronaut, Fußballprofi, Rockstar, Schriftsteller, ungefähr in der Reihenfolge
Universum –Weltraum und kosmisches Bewusstsein
Gott –An sowas in der Art glaube ich.
Kraft – Meine Muskeln waren schon mal definierter
Spiritualität – Dafür hab ich schon was übrig und ganz klar: Das Gesetz der Anziehung funktioniert. Ich muss aber noch sehr viel üben.
Phantasie – Macht mir manchmal Angst. Quelle meiner Inspiration.
Reichtum – Mit Geld ist besser als ohne. Schenkt Freiheit.
Natur –Schön, mag ich, fühle mich damit verbunden.
Zufall oder Bestimmung? –Weder noch: Wir ernten, was wir säen.
Einsamkeit – Damit komme ich prima klar, und in meinem Kopf ist ja immer was los.
Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – Gegenwart
Erfolg –Für jeden was anders. Für mich, zufrieden einschlafen und zufrieden aufwachen.
Social Media –Fluch und Segen
Blogger –Coole und nette Leute, die mit Herzblut bei der Sache sind, und deren Arbeit, sowohl für den Buchmarkt und insbesondere für Autoren immens wichtig ist. Daher sollte man immer gewissenhaft ihre Fragen beantworten, wenn einem die Ehre zuteil wird, welche von ihnen gestellt zu bekommen.
Vorbilder –Kein Spezielles. Ich schaue mir überall das Beste ab.
Lebensziele –Spiegelbestseller landen, in über 30 Sprachen übersetzt werden und vom Schreiben leben. Allgemein gesprochen: Selbstbestimmt, zeitlich und örtlich unabhängig erfolgreich als Kreativer leben.
Lebensmotto – Gib jedem Tag die Chance, der beste Tag Deines Lebens zu werden.

Lieber Chris, ich danke dir sehr, dass du dir die Zeit für ein Interview auf meinem Blog genommen hast, ebenfalls für die Fotos – das Copyright liegt für das gesamte verwendetete Bildmaterial bei Chris Karlden.

Für die Zukunft wünsche ich dir alles erdenklich Gute und noch viele, viele Ideen für superspannende Thriller!! 😀

Vielen Dank, liebe Heike und danke auch für die tollen Fragen, deren Beantwortung mir viel Freude bereitet hat. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog.

….und bevor ihr das Fenster jetzt schließt, weise ich noch schnell auf die VERLOSUNG hin, die hier morgen, also am Donnerstag, 19. Oktober 2017, thematisch sehr passend zu diesem Interview startet 🙂
Also… Schaut doch wieder rein!

Na, habe ich euch jetzt neugierig auf den Autor und seine Bücher gemacht?
Möchtet ihr bei Chris Karlden immer auf dem Laufenden bleiben?
Dann liked doch seine
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oder
abonniert seinen
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Der Autor freut sich über beides sicher riesig!!

Und wer neugierig auf die Stimme des Autors ist, kann mal bei der Mediathek des SR vorbeihören 😉

 

 

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Irve fragt… Chris Karlden *+*

  1. mikkaliest schreibt:

    Huhu!

    Ein schönes Interview! Das ist mir ins Auge gesprungen, weil ich „Der Totensucher“ vor kurzem gelesen und sehr gemocht habe. Ich möchte jetzt auch die anderen Bücher von ihm lesen!

    Sympathisch fand ich übrigens, dass der Autor sich bei Facebook für die Rezension bedankt hat. Da freut man sich als Blogger doch, dass man sich Mühe damit gegeben hat. 🙂

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka

    • irveliest schreibt:

      Hallo Mikka,
      ich freue mich auch immer sehr, wenn eine positive Autoren-Reaktion auf meine Rezensionen kommt, oder sie sogar geteilt werden 🙂
      Danke für´s Verlinken, ich komme gleich mal gucken.
      Liebe Grüße, Heike

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