*+* Kinderreporter fragen…. Sabine Städing (#LBM17) *+*

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Liebe Frau Städing,

wir sind Jan und Finn und freuen uns sehr, Sie auf der Buchmesse interviewen und zu Ihrem aktuellen Buch „Johnny Sinclair – Beruf Geisterjäger“ befragen zu dürfen!
Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?
Wollten Sie schon immer Autorin werden?

Ja, das war ein großer Traum von mir. Ich wollte schon immer gerne Bücher schreiben. Angefangen hat es allerdings eher mit Geschichten-Ball. Wir haben einen Ball an die Wand geworfen und dabei eine Geschichte erzählt. Ist der Ball runtergefallen, kam ein anderes Kind an die Reihe, das dann die Geschichte weitererzählt hat. Das war gutes Training für die Fantasie. Mein Traum war immer, Autorin zu werden. Aber wie viele Autoren habe ich zuerst etwas anderes gemacht. Erst später, als meine Kinder ein bisschen größer waren, habe ich tatsächlich angefangen, Bücher zu schreiben.

Seit wann schreiben Sie Kinder- und Jugendbücher?
Schreiben sie auch Bücher für Erwachsene?

Ich schreibe jetzt seit 6 Jahren Kinderbücher – und ich mache das sehr, sehr gerne. Ich finde, es ist unheimlich wichtig, Kinder ans Lesen zu bringen. Aus Kindern, die gerne lesen, werden lesende Erwachsene. Und die Lieblingsgeschichten aus unserer Kindheit begleiten uns oft ein Leben lang.
Für Erwachsene habe ich noch kein Buch geschrieben. – Und im Moment reizt mich das auch nicht.

Welches war ihr Lieblingsfach in der Schule?
Deutsch, weil man da Geschichten erzählen kann?

Ich mochte Deutsch gerne, das stimmt. Ich habe aber auch gerne Sport und andere Sachen gemacht. Also, Mathe war nicht so mein Ding.

Hat es einen besonderen Grund, warum der Totenschädel Erasmus von Rothenburg heißt, oder mögen sie den Namen einfach nur gerne?

Einen besonderen Grund dafür gibt es nicht, aber es gab einen „Erasmus von Rotterdam“, dessen Name mir irgendwie im Kopf herumspukte. Der war ein angesehener niederländischer Gelehrter. Und weil mir sein Name gefiel und der Schädel im Buch manchmal auch sehr weise ist, dachte ich, na gut, dann soll er „Erasmus von Rothenburg“ heißen.

Haben sie schon mal einen echten Totenschädel gesehen und wenn ja, war er auch tätowiert?
Gibt es überhaupt tätowierte Totenschädel?

Einen echten Totenschädel habe ich mal in einem Museum gesehen. Ich komme aus Hamburg und dort gab es den Seeräuber Klaus Störtebeker. Man hat seinen Schädel im Museum für Hamburgische Geschichte ausgestellt. Und den habe ich gesehen, er war aber nicht tätowiert.
Grundsätzlich bestünde aber die Möglichkeit einen Schädel zu tätowieren.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dass es in dem Buch Geister geben muss? Johnny könnte ja auch andere Abenteuer erleben!
Und warum spielt die Geschichte in Schottland?
Mögen sie Schottland?

Ich mag Schottland, ja! Aber das hat nichts damit zu tun, dass aus Johnny ein Geisterjäger geworden ist. Die Idee dazu kam vom Verlag. In dessen Programm gibt es seit vielen Jahren eine sehr erfolgreiche Romanheftserie, deren Held ein berühmter Geisterjäger ist. Er heißt John Sinclair und ist Oberinspektor bei Scotland Yard. Vom Verlag kam dann die Idee, ihm einen kleinen Geisterjäger zur Seite zu stellen. Einfach, um eine Gruselgeschichte für Kinder anzubieten. Wir sind dann sehr schnell auf den Namen Johnny Sinclair gekommen. Und weil Inspektor John Sinclair aus Schottland kommt und die beiden irgendwie miteinander verwandt sind, spielt die Geschichte eben in Schottland..

Wieso kann Erasmus eigentlich sprechen?
Und warum ist er so schlau?

Er kann sprechen, weil er nicht nur ein Totenschädel ist, sondern gleichzeitig Magier und Alchemist.
Früher hat er an einer Formel für das ewige Leben geforscht. Er ist also, genau wie Erasmus von Rotterdam, ein Gelehrter. Und irgendwie müssen seine Forschungen ja erfolgreich gewesen sein, sonst wäre er jetzt sicher nicht mehr lebendig.

Und wie schafft er es, die Seiten umzublättern?

Tut er das denn? Lässt er nicht immer Johnny die Seiten umblättern? (Anmerkung der Kinderreporter: Wir meinen, Erasmus ist auch ab und zu alleine in der Bibliothek und liest dort.) Ich weiß, dass er durch sein magisches Mondsteinauge die Kraft hat Dinge zu bewegen. Gut möglich, dass er damit auch die Seiten umblättert.

Meine Klasse hat neulich Schottland im Englischuntericht durchgenommen, und manches kam mir dadurch bekannt vor, z.B, dass die Schotten Kilts tragen, oder dass es Highland Games gibt. Aber viele Kinder wissen das bestimmt noch nicht und so ist das Buch ein bisschen lehrreich. Das finde ich gut. Haben Sie das extra gemacht, weil Sie wollen, dass Kinder in Ihrem Buch etwas lernen?

Ich habe es eingebaut, weil ich finde, dass gewisse Begriffe einfach zu Schottland dazugehören. Den Schottenrock, den kennen die meisten. Aber wenn Kinder dann durch das Buch lernen, dass der Schottenrock eigentlich Kilt heißt, und dass man die verschiedenen schottischen Clans an den unterschiedlichen Farben ihrer Kilts erkennt, dann freut mich das. Und als Leser ist es doch auch toll, wenn man nach dem Lesen eines Buches ein bisschen schlauer ist als vorher.

Am Schluss des Buches scheint es, als ob Johnny einen Auftrag bekommt – haben Sie schon Ideen für ein paar weitere Bände?

Ja, auf jeden Fall! Johnny Sinclair soll ja eine Serie werden. Und das Ende, an dem er einen ersten Auftrag bekommt, wird ziemlich sicher der Einstieg ins nächste Buch, das wahrscheinlich im Frühjahr 2018 erscheinen wird.

Haben Sie Kinder – und wenn ja, wie hat denen das Buch gefallen?

Ja, ich habe Kinder, aber die sind schon groß. Meine Tochter hat das Manuskript als Erste gelesen und es hat ihr sehr gut gefallen. Sie guckt auch immer ein bisschen nach Fehlern, die mir vielleicht durchgegangen sind, bevor ich das Buch ins Lektorat gebe. Mein Sohn liest meine Geschichten meistens als fertiges Buch. Johnny Sinclair hat er jetzt gerade zur Hälfte durch, und bisher gefällt es ihm sehr gut.

Ich fand das Buch richtig gut, aber Petronella Apfelmus gefällt mir auch sehr! Gibt es davon auch bald einen neuen Teil?

Von Petronella wird es im Herbst ein neues Abenteuer geben. Ich habe das Manuskript bereits abgegeben. Wem das zu lange dauert, der kann sich an den Petronella Erstleser wagen. Er heißt: „Überraschungsfest für Lucius“ und ist im April erschienen. – Der Text darin ist etwas leichter zu lesen und es gibt viele schöne und farbige Bilder von Sabine Büchner.

Welches ist ihr Lieblingsbuch?

Ach, Lieblingsbücher habe ich eigentlich viele. Meine Lieblingsautorin ist Astrid Lindgren. Ich finde, sie schreibt ganz wunderschön. Man hat sofort Bilder vor Augen, und kann das was sie beschreibt förmlich riechen und schmecken.

Das war unser Interview! Vielen Dank!!

Ich bedanke mich auch ganz herzlich. Vielen Dank, dass ihr da wart und euch die Fragen ausgedacht habt.

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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