*+* Rita Falk: „Weißwurstconnection“ *+*

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weisswurstconnection
Niederkaltenkirchen hat nun sein umstrittenes Luxus-Spa-Hotel – mit allem Pipapo, soweit das Auge reicht. Doch bevor das vermeintliche Erfolgsmodell so richtig starten kann, heißt es dort schon: „Treffer versenkt!“, denn ein Gast des Vorab-Dankes-Empfangs“ für alle am Bau Beteiligten wird tot in einer Badewanne aufgefunden. Nun ist guter Rat teuer. Denn ermittelt der Eberhofer Franz in aller Öffentlichkeit, startet der Luxustempel gleich mit einem faden Beigeschmack. Also muss sich der gemütliche Kommisaar in einer wortwörtlichen Nacht-und-Nebelaktion bemühen. Ob es was nutzt?

Dunkel ist die Nacht und im Dunkeln tappt viel zu lange auch der Franzl. Logisch, dass da mal wieder Privatdetektiv-Freund Rudi mithelfen muss. Und der steckt sogleich als Hotelgast seine Nase in fremde Angelegenheiten – undercover, versteht sich, und brachte mich damit so manches Mal zum Lachen. Aber auch der tollpatschige Polizist ließ mich ein ums andere Mal schmunzeln, wenn er immer wieder in dienstliche und private Fettnäpfchen trat…

Der Fall an sich bringt so manche kleine Wende, aber richtig kommen die Herren dem Mordhergang nicht auf die Schliche – bis ein kleiner Zufall sie endlich in die richtige Richtung weist. Die Auflösung fördert schließlich ein kleines Drama zutage.

Ein etwas größeres Drama erfährt der Eberhofer Franz an ganz anderer Stelle. Die Oma – sie ist wieder spitzenmäßig drauf – hat nämlich die Idee, dass ihre beiden Enkel samt ihrer Familien wunderbarerweise gemeinsam in einem Doppelhaus im väterlichen Garten leben könnten. Alle sind begeistert, nur wer natürlich nicht? Richtig, Franzl! Aber kann er seiner Susimaus diesen Wunsch wirklich abschlagen?

Neben einem gut inszenierten und aufgelösten Todesfall kann auch dieser Provinzkrimi aus Rita Falks Reihe mit einem amüsanten, warmherzigen und unterhaltsamen Privatstrang punkten. Die Charaktere – Fans und Verfolger dieser Krimiserie werden glücklich sein – bleiben sich treu, entwickeln ihre Schrullen, Ecken und Kanten aber sehr liebevoll weiter. Neueinsteiger werden aber auch ihren Spaß mit den Charakteren haben und dem Krimi gut folgen können. Denn da, wo es nötig ist, holt die Autorin entsprechend aus, um auch Neuleser auf den nötigen Wissensstand zum Örtchen und den Dörflern zu bringen.

Mir hat es in Niederkaltenkirchen wieder supergut gefallen und ich hoffe sehr auf einen weiteren Fall!

Inhalt
Ein Luxus-Spa-Hotel öffnet seine Pforten, und die Hälfte der Dorfbevölkerung tobt. Als kurz darauf auch noch eine Leiche ausgerechnet in einer Marmorbadewanne dort liegt, muss der Eberhofer freilich wieder ran. Ganz egal, wie geschmeidig es mit der Susi grad läuft. Leider ist der Birkenberger Rudi momentan ein wenig verpeilt – was den Franz vor eine schwere Entscheidung stellt. Bleibt zu hoffen, dass zumindest er den Überblick behält. Oder verrennt er sich dieses Mal tatsächlich ein bisschen?

Autorin
Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (›Winterkartoffelknödel‹, ›Dampfnudelblues‹, ›Schweinskopf al dente‹, ›Grießnockerlaffäre‹ und ›Sauerkrautkrautkoma‹) sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.
Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet.
Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart, aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.
Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend – sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von »dahoam«.
Mit ›Hannes‹ und dem ›Funkenflieger‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie wahrhaftige, universelle Geschichten erzählt, die niemanden ungerührt lassen.
Quelle: dtv

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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