*+* B.C. Schiller: „Russisches Mädchen“ *+*

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Sehr temporeich geht es in diesem Fall für David Stein los. Denn noch während ich die Journalistin Natalia kennenlerne, wird die Redaktion, in der sie arbeitet, gestürmt. Ein gnadenlose Schießerei auf die Mitarbeiter beginnt. Einzig Natalia kann sich verstecken und überlebt dieses Attentat. Ihr Chef vertraut ihr anschließend, kurz vor seinem Tod, einen Chip mit einem brisanten Video an. Da die junge Frau bei dem Angriff eine Verletzung davon getragen hat, kommt sie zur Sicherheit zunächst in ein Krankenhaus.

Glück im Unglück mag man meinen… Denn nach der Genesung könnte Natalia das Material – wie vom Chefredakteur aufgetragen – verwenden, um „die Wahrheit ans Licht zu bringen“. Jedoch weit gefehlt. Schon bald merkt sie, dass an ihrer Unterbringung im Krankenhaus etwas faul sein muss. Arzt, Pfleger, Medikamentation, Unterbringung, das alles kommt ihr sehr suspekt vor.

Schon zu diesem recht frühen Zeitpunkt haben es die Schillers mal wieder geschafft, mich völlig zu fesseln. Wird Natalia dieses wohl größte Abenteuer ihrer journalistischen Laufbahn überleben und zufriedenstellend abschließen können? Dem Leser ist ebenso wie der Frau selbst schnell klar, dass das brisante Video zwar ein gravierender Punkt ist, aber viel dramatischer tritt plötzlich ein weiterer Aspekt zutage. Denn gleichzeitig mit dem Gerangel um den Chip beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Natalias Leben zu retten.
Ich fühlte mich der Journalistin schon von Anfang an sehr nahe, bewunderte sie für ihren Mut. Ihr, jung und aufstrebend, liegt nichts mehr am Herzen als die Aufdeckung übler Machenschaften. Ich wünschte ihr so sehr, dass beides gelingen würde – Die Aufdeckung des Skandals und die Rettung ihres Lebens…. Doch dafür ist wohl ein kleines Wunder nötig.

An dieser Stelle kommt David Stein ins Spiel. Denn „Die Abteilung“ hat Wind von der Sache bekommen und für diesen Auftrag von höchster Brisanz und Wichtigkeit ihren besten Mann akquiriert. Doch dieses Mal wird dem Agenten kein reiner Wein eingeschenkt, denn höhere Mächte haben im Gegensatz zu den russischen Journalisten gar kein Interesse daran, das Video zu veröffentlichen – ganz im Gegenteil! David Stein kommt glücklicherweise dennoch hinter die verschwörerischen Machenschaften, deckt Skrupellosigkeit, Gier und Machthunger auf und kommt dabei so manch falschem Spiel auf die Schliche. Nebenbei rettet er ein Leben und seine Liebe. Er gerät zunehmend zwischen die Fronten und Gewissenskonflikte quälen ihn. Er weiß „Jede Entscheidung war richtig und falsch zugleich.“ Mit seiner Routine und Geistesgegenwärtigkeit schafft er jedoch die Gratwanderung auf den Pfaden der Gerechtigkeit!

Wie auch in den bisherigen Fällen meines Lieblingsagenten gibt es mehrere Erzählfäden, die sich an Spannung und Überraschungen überbieten. Denn auch Leyla, die bereits in „Rote Wüstenblume“ mit David kooperiert hat, legt mehr als einmal einen Ritt auf der Rasierklinge hin und gerät in große Gefahr. Ein weiterer Strang komplettiert schließlich die ganze Spannweite des Falles „Russisches Mädchen“.

Der Erzählstil ist gewohnt flüssig und durch die gewohnten Sprünge zwischen den lebhaften internationalen Schauplätzen ist der Thriller auch kurzweilig und interessant. Die Geschichte, die um das brisante Video gesponnen ist, punktet in ihrer Vielschichtigkeit. Und obwohl man durch die vielen Personen, Orte und Handlungen schnell den Faden verlieren könnte, tut man es nicht, weil die einzelnen Stränge klar, logisch und gut verfolgbar geschildert sind. Man ist trotz des recht hohen Erzähltempos immer im Bilde.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen. Die altbekannten Figuren entwicklen sich weiter. Egal ob David oder Leyla, denen es plötzlich ziemlich ernst miteinander ist, Robyn, die über ihren Schatten springt, oder die Mitarbeiter der „Abteilung“, die einmal mehr deutlich machen, dass Kollateralschäden keine großen Probleme für sie darstellen. Aber auch die Protagonisten dieses speziellen Falls bekommen starke Konturen und je nach Relevanz für den Thriller auch entsprechende Tiefe. Sie wurden gut greifbar für mich und es fiel mir leicht, Sympathien zu verteilen. So fieberte ich stark mit meinen alten und neuen Lieblingen mit. Und auch die teils tragischen Figuren, die in den Fall integriert sind, stürzten mich stellenweise in ein Wechselbad der Gefühle.

Wer sich fragt, ob man auch vom Inhalt des Chips erfährt: Ja, das ist der Fall, und hinterher wünscht man sich vermutlich, dem wäre nicht so gewesen. Denn obwohl der Thriller natürlich rein fiktiv ist, scheinen die Inhalte und Hintergründe des Videos leider nicht ganz abwegig und von der Hand zu weisen. Dieser Fall ist der wohl beklemmendste und intensivste Fall für David, nicht zuletzt wegen des dramatischen Cliffhangers….

Inhalt
Bei einem Anschlag auf ihre Zeitungsredaktion in Moskau bleibt die junge Journalistin Natalia Romanowa unverletzt – sie kann eine Videodatei mit brisanten Informationen retten. Doch dann wird Natalia heimtückisch vergiftet und so unter Druck gesetzt.
Ihr Online-Hilferuf erreicht David Stein, den Hundefluesterer und ehemaligen BND-Mitarbeiter.
Schafft es David Stein das russische Mädchen zu retten?
Und wer ist der geheimnisvolle Serienmörder, der auch auf der Suche nach dem Mädchen ist?
Die Zeit rennt davon, denn in 10 Tagen ist Natalia tot…
„Russisches Mädchen“ ist ein rasanter, vielschichtiger Thriller mit psychologisch interessant gezeichneten Charakteren und internationalen Schauplätzen (Moskau, Berlin, Tanger, Mallorca).
Viele Thrillerfans haben zuvor die anderen David Stein Thriller gelesen, das ist aber nicht zwingend notwendig. Die Thriller sind in sich abgeschlossen und können unabhängig von den anderen gelesen werden.

Autoren
B.C.Schiller sind Barbara und Christian Schiller. Sie gehören zu den erfolgreichsten Selfpublishing-Autoren im deutschsprachigen Raum und ihre Thriller haben bereits mehr als 1.000.000 Leser begeistert. Bisher haben sie dreizehn Thriller veröffentlicht und viele waren Nr. 1 Kindle Bestseller und wochenlang in den Top 100 Charts.
Quelle: amazon

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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