*+* James Carol: „Watch me – Ich werde es wieder tun“ (Hörbuch) *+*

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Auf seiner Suche nach Serientätern, denen er das Handwerk legen kann, verschlägt es Jefferson Winter in James Carols zweitem Thriller nach Louisiana. Hier wurde ein Anwalt mit Benzin übergossen und verbrannt – und das Video ins Netz gestellt. Als zynische Beigabe zeigt es einen Countdown, der unweigerlich abläuft…. Was wird dann geschehen? Ein weiterer grausamer Mord?
Es könnte also sein, dass hier ein Serienmörder am Werk ist. Das ist ein klarer Fall für Jefferson Winter!

Ich freute mich sehr, ihm wieder bei seinen Ermittlungen über die Schulter zu gucken und vor allem, gemeinsam mit ihm in seine tiefgreifenden Gedankengänge einzutauchen.
Der Profiler ist in der Lage, sich am Ort des Verbrechens im Nachhinein in das Geschehen hineinzuversetzen. Er betrachtet und und wertet klug aus, nichts scheint ihm zu entgehen. Jeden kleinsten Hinweis nimmt er wahr und zieht daraus seine Schlüsse, mit denen er eigentlich immer richtig liegt. Natürlich ist dieser Thriller ein großes Konstrukt, aber das störte mich nicht. Der Plot konnte mich mit seinen weitreichenden Fäden recht schnell packen. Zudem ist die Erzählwelt, in der die Geschichte spielt, eine runde Sache. Alles ist flüssig und schlüssig und es holpert nirgendwo.
Aber auch in die Menschen kann sich der Profiler sehr gut hineinversetzen und analysiert sie mit Bravour.
Egal, ob es sich im aktuellen Fall um den Polizisten Taylor handelt, der ihn bei seinen Ermittlungen zu Seite steht, dessen Verlobte Hannah, in deren Pension Winter untergekommen ist, oder auch andere Charaktere. Er erfasst die Menschen in seiner Nähe glasklar und weiß mit ihnen umzugehen. Der Täter bildet da keine Ausnahme, denn Jefferson kann so schnell keiner das Wasser reichen.

Der Schreibstil ist wie schon im ersten Teil sehr flüssig und auch oft ein wenig ausschweifend.
Die Spannung ist ständig spürbar, mal subtil, mal knallhart als großer Spot, und ich folgte dieser Erzählweise sehr gerne, da sie angenehm zwischen Phasen der „Erholung“ und fesselnden Passagen abwechselt. James Carol ist ein wohlwollender, manchmal zynischer, manchmal aber auch schlitzohriger Erzähler und ich folgte seinen Worten sehr gerne. Der Autor weiß auch kleinste Details und längere Schilderungen interessant zu verpacken. Nicht nur die Handlung, auch die Protagonisten sind sehr intensiv und mit Herzblut geschildert. Allen voran der Profiler selbst mit seiner alles andere als Allerwelts-Vergangenheit, aber auch Taylor und seine nicht so leichte Stellung in der Hierarchie seiner Polizeiwache oder die Pensions-Wirtin, die einige verborgene Bürden zu tragen hat, werden gut und sympathisch ausgearbeitet. Aber auch der Seite des Bösen widmet sich James Carol nicht weniger prägnant und so hat mir nach „Broken Dolls“ auch der zweite Fall für Jefferson Winter spannend-geniale, kurzweilige und unterhaltsame Thriller-Stunden beschert.

Wie schon für den ersten Teil wurde auch hier Dietmar Wunder als Sprecher gewählt und er macht seine Sache wieder ganz wunderbar! Er setzt die Story sehr spannungsvoll um und so intensiv wie er die Charaktere darbietet, werden sie sehr greifbar und lebendig, ebenso der Strang rund um das Verbrechen. Zudem unterstreicht er mit seiner Interpretation der abwechselnden fesselnden und entspannenden Phasen sehr angenehm den Handlungsverlauf.

Inhalt
Jefferson Winter ist attraktiv, erfolgreich und intelligent. Sein Beruf: Profiler. Rastlos zieht er auf der Jagd nach Serientätern um die Welt und ist dabei immer auch auf der Flucht vor den eigenen Dämonen. Der neue Fall führt den exzentrischen Ermittler in eine Kleinstadt in Louisiana. Ein Anwalt wurde bei lebendigem Leibe verbrannt. Es gibt kein Motiv, keine Leiche und keinen Tatort. Nur ein Video ist im Netz aufgetaucht – mit einem Countdown am unteren Rand. Winter wird klar: Der Täter hat sein nächstes Opfer bereits im Visier. Und ihm selbst bleiben genau dreizehneinhalb Stunden, um einen weiteren Mord zu verhindern.

Autor
James Carol wurde 1969 in Schottland geboren. Er hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Wenn er nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit im Tonstudio. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire (England). »Broken Dolls« war sein erstes Buch und erschien bei DER Audio Verlag als Hörbuch. Die Fortsetzung der Reihe um den charismatischen Profiler Jefferson Winter ist bereits in Arbeit.

Sprecher
Dietmar Wunder ist Schauspieler, Synchronregisseur und die Synchronstimme von Daniel Craig (James Bond), Adam Sandler, Jude Law u.a.
Dietmar Wunder führte u.a. Synchronregie bei der Fernsehserie CSI: NY und bei Weeds (Synchronpreis 2008). Seine Stimme ist auf vielen erfolgreichen Hörbuchproduktionen zu hören.
Quelle: Der Audio Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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