*+* James Carol: PREY (Hörbuch) *+*

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HÖRBUCH PREY.
Jefferson Winter hat Schlafprobleme. Sein Beruf als Profiler lässt ihn weit herum kommen.
So ist es kein Wunder, dass er mal wieder mit dem Jetlag zu kämpfen hat und er mitten in der Nacht ein frühes Frühstück in einem Diner einnimmt. Das liegt ihm allerdings anschließend schwer im Magen, denn vor seinen Augen wird der Koch erstochen – von einer jungen Frau, die Winter zu kennen scheint. E kennt sie nicht, doch das soll sich bald ändern. Hat doch die Mörderin einen Hinweis dezent, aber dennoch gut sichtbar platziert, hinterlassen.

Plötzlich hat Winter es nicht nur mit dem toten Koch und der verschwundenen Täterin zu tun, sondern auch mit einem Fall, der bereits sechs Jahre zurückliegt. Er begibt sich in das Dorf, den Ort dieses Verbrechens, und schnell gräbt er tiefer als der damals zuständige Officer. Dass Winter dabei in ein Wespennest sticht, ist nicht die große Überraschung. Wie groß dieses Wespennest ist, aber schon. Das Hörbuch nahm mich mehr und mehr gefangen, denn der Fall zog immer weitere Kreise. Und was sich da an Hintergründen auftat und welchen Rattenschwanz der Mord am Koch nach sich zog, war unglaublich. Erschütterndes und Unglaubliches trat zutage.

Natürlich ist vieles unrealistisch, konstruiert und definitiv theoretischer Natur, aber die Umsetzung mit all ihren Irrungen und Wirrungen, starken Wenden und den vielen teils facettenreichen Charakteren, weiß zu überzeugen.

Der Schreibstil des Autors ist sehr detailliert, egal ob es sich um Personen- und Ortsbeschreibungen, oder die Schilderung von Handlungen, Erinnerungen oder Gesprächen handelt. Dadurch wird zwar der Geschichte ein wenig das Tempo genommen, andererseits benötigt dieser zentrifugal ausgerichtete Fall aber auch diesen Raum, um sich voll entfalten zu können und seine ganze Dimension begreifbar zu machen
„PREY“ bietet durchweg kurzweilige Unterhaltung. Vor allem, was den Überraschungs- und Spannungsfaktor betrifft, fesseln die Geschehnisse mit dem Fortschreiten der Hörzeit immer stärker.
Während Winter versucht, die Fälle zu lösen, entwickelt sich parallel dazu ein spannendes Katz- und Maus-Spiel zwischen ihm und der Mörderin des Kochs. Der Hörer dringt immer tiefer in die Psyche nicht nur dieser Frau sondern auch des Profilers ein. Denn dieser ist in puncto Kriminalität durch seine Wurzeln familiär vorbelastet. Somit ist seine Motivation, die Mörderin zu stellen, dingfest zu machen und, ja, auch zu verstehen, noch größer als sie es ohnehin gewesen wäre. Die Phasen des intelligenten und psychologischen Schlagabtauschs der beiden Protagonisten waren für mich einige der Spannungs-Spots.

Ein überzeugender, wenn auch sehr theoretischer, Plot, gut konstruierte Charaktere und eine von subtiler Spannung geschwängerte Stimmung haben mich durch diesen Thriller hörfliegen lassen!

Auch der Sprecher Dietmar Wunder trägt zum guten Gelingen des Hörbuchs bei. Er taucht in den Fall ein und fühlt sich in die Charaktere hinein. Die Stimmungen und Emotionen der Protagonisten werden überzeugend an den Hörer herangetragen, ebenso die Spannung, die an vielen Stellen greifbar scheint.

„PREY“ ist der dritte Thriller rund um Jefferson Winter und mein erster Fall des Profilers. Das Buch ist auch ohne Vorkenntnisse der beiden ersten Teile gut verständlich. Da aber immer wieder Anmerkungen zur familiären Vergangenheit Winters gemacht werden, die Auswirkungen auf seinen Charakter und auch auf seine Arbeitsweise haben, schadet es allerdings nicht, vorher „Broken Dolls“ und „Watch me“ des Autors James Carol zu hören oder lesen.

Inhalt
»Prey« – Der neue Thriller von James Carol als ungekürzte Lesung im DAV

Profiler Jefferson Winter wird nur zu ganz schweren Fällen gerufen – dann, wenn die Polizei vor Ort nicht mehr weiter weiß. Denn Winter ist nicht nur hochintelligent und exzentrisch, sondern hat auch ein ganz besonderes Gespür dafür wie Serienmörder funktionieren. Niemand kann sich so in die Mörder hineinversetzen wie er – und das nicht ohne Grund, war sein Vater doch einer der grausamsten Serienkiller in der amerikanischen Geschichte. Winter weiß daher alles über die Motive und Zwänge, von denen sadistische Mörder getrieben werden. Nachdem Winter in »Broken Dolls« und »Watch me« (beide als ungekürzte Lesung im DAV erhältlich) der örtlichen Polizei unter die Arme gegriffen hat, ermittelt er in »Prey« auf eigene Faust.
Der persönlichste Fall für Profile Jefferson Winter – ungekürzt und hochspannend

Eigentlich wollte Jefferson Winter in dem New Yorker Diner nur in Ruhe etwas essen, bevor das Flugzeug ihn zu seinem nächsten Job nach Paris bringen soll. Gerade hat er seinen letzten Fall erfolgreich abgeschlossen: Ryan McCarthy, ein Serienmörder, der New York in Angst und Schrecken versetzt hatte, ist gefasst. Es ist Mitten in der Nacht, der einzige andere Gast ist eine platinblonde Frau mit der Lederjacke. Doch dann passiert das Unglaubliche: Als der Koch Jefferson Winter sein Essen bringt, steht die blonde Frau auf und ersticht den Koch direkt vor Winters Augen. Anschließend verlässt sie seelenruhig das Restaurant. Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann: Paris muss warten. Das Spiel ist eröffnet.
James-Bond-Stimme Dietmar Wunder als Sprecher für James Carol »Prey«

Autor
James Carol wurde 1969 in Schottland geboren. Er hat bereits als Gitarrist, Toningenieur, Journalist und Pferdetrainer gearbeitet. Wenn er nicht gerade schreibt, verbringt er seine Zeit im Tonstudio. Er lebt mit seiner Familie in Hertfordshire (England). »Broken Dolls« war sein erstes Buch und erschien bei DER Audio Verlag als Hörbuch. Die Fortsetzung der Reihe um den charismatischen Profiler Jefferson Winter ist bereits in Arbeit.

Sprecher
Dietmar Wunder ist Schauspieler, Synchronregisseur und die Synchronstimme von Daniel Craig (James Bond), Adam Sandler, Jude Law u.a.
Dietmar Wunder führte u.a. Synchronregie bei der Fernsehserie CSI: NY und bei Weeds (Synchronpreis 2008). Seine Stimme ist auf vielen erfolgreichen Hörbuchproduktionen zu hören.
Quelle: Der Audio Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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