*+* Bettina Belitz: „Panthersommernächte“ *+*

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Panthersommernächte
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„Der schwarze Panther wird bei den Inkas als Gottheit verehrt und gilt in Indien als heiliges Tier. Er ist ein Meister der Meditation und eröffnet dem Menschen Zusammenhänge, die er ohne Hilfe gar nicht erfassen kann.“

Die 14-jährige Nina ist mit dem Ruf geschlagen, immer alles richtig zu machen. Einmal geht ihr übergroßer Ehrgeiz allerdings nach hinten los. Denn Nina möchte, dass ihre Schülerzeitung endlich den heiß begehrten Preis gewinnt, nachdem dies im letzten Jahr nicht geklappt hat. Übermotiviert geht sie an die Sache heran und zieht damit Kreise, deren Weite sie niemals für möglich gehalten hätte.

Nina verliert den Posten als Chefredakteurin, stößt Menschen vor den Kopf und ist ihren einst untadeligen Ruf los. Wie gut, dass genau zu diesem Zeitpunkt ein geheimnisvoller schwarzer Panther auftaucht. Spirit, so nennt Nina das wunderschöne, anmutige Tier, das von nun an immer wieder ihre Wege kreuzt. Auf mystische Weise fühlt sie sich mit ihm verbunden, es mutet schon fast wie Seelenverwandtschaft an. Nina sieht, hört, riecht und vor allem fühlt sie Spirit – so stark, dass sie mit ihm kommunizieren kann.

„Panthersommernächte“ gefiel mir sehr. Denn Spirit verändert Nina – ihre Ansichten, ihre Prioritäten und weist ihr behutsam den Weg zu sich selbst.

Die Wandlung der Jugendlichen ist toll. Sie beginnt, die Welt im Allgemeinen, aber auch die Menschen um sich herum mit anderen Augen zu sehen. Nina erkennt, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Die Fassade sieht oft anders aus als die Landschaft des Lebens, die dahinter verborgen liegt. Die Jugendliche erkennt dies nicht nur, sie lässt sich auch darauf ein und wird häufig positiv überrascht. Denn niemand ist eine Insel und Ninas innerste Entwicklung tritt in Wechselwirkung zu ihren Mitmenschen und auch diese beginnen sich durch kleinere und größere Anstöße Ninas zu ändern und zu entwickeln.

Sie ist zu Beginn des Romans die Chefredakteurin der Schülerzeitung, unglücklich verknallt und liebt das Eislaufen – die Trainerin allerdings nicht so sehr. Auch mit ihren Eltern läuft es nicht rund. Nina ist in ihrer Situation eine von vielen und dürfte bei den jugendlichen Lesern sehr sympathisch und glaubwürdig ankommen. Aber auch die anderen Charaktere wirken authentisch in ihrem Denken, Tun und später auch in ihrer Wandlungsfähigkeit.

Das Ende ist ebenfalls gut gelungen , alle Fäden laufen zusammen und es wird eine sehr befriedigende Lösung für alle Probleme gefunden. Aber ein kleines bisschen offen ist der Schluss trotzdem und ich wage es, auf eine Fortsetzung zu hoffen.

Ich würde Spirit gerne wiedertreffen. Seine Aura spüren und tief in mir seine Magie und Weisheit erfühlen und die Wahrheit, die er sät. Ich habe ihn beim Lesen so häufig bewundert und fast ebenso oft um ihn gebangt, dass es mir schwerfallen würde, ihn ganz gehen zu lassen.

Inhalt
Manchmal braucht man ein bisschen Magie, um zu sich selbst zu finden und zur ersten großen Liebe. Und niemand erzählt das auf so poetische und humorvolle Weise wie Splitterherz-Autorin Bettina Belitz. Mit Panthersommernächte legt die Bestsellerautorin einen fantastischen Jugendroman vor, der in Ton und Stimmung an ihre beliebte Luzie & Leander-Reihe anknüpft.

Unter Ninas Bett liegt ein schwarzer Panther. Eine lebendige, wilde Raubkatze, die urplötzlich in der Kleinstadt aufgetaucht ist und die Bürger in Angst und Schrecken versetzt. Während draußen schon der Schützenverein zur Jagd auf „die Bestie“ bläst, ist es Nina gelungen, Kontakt zu dem Tier aufzunehmen. Sie spürt den geheimnisvollen Zauber des Panthers, der sich sogar von ihr berühren lässt. Aber ein Panther ist kein Schmusekätzchen. Er braucht Freiheit und vor allem täglich jede Menge frisches Futter. Hilfe bekommt Nina von ihrem Klassenkameraden Lionel. Ausgerechnet, denn Lionels Vater ist der Anführer der Panther-Jagdgesellschaft.

Autorin
Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und lässt sich von der Natur und dem Wetter zu ihren Romanen inspirieren.
Quelle: LOEWE Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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