*+* Chevy Stevens: „Those Girls“ *+*

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Those Girls
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Jess, Courtney und Dani sind Schwestern und müssen sich regelmäßig gegen ihren alkoholisierten, gewaltbereiten Vater behaupten.
Als eines Nachts die Situation eskaliert, beschließen die Mädchen kurz darauf, zu fliehen. Sie kommen jedoch nicht weit, denn ihr Truck bleibt liegen. Zwei junge Burschen, die zufällig des Weges kommen, erweisen sich in dem abgelegenen Dorf als Retter in der Not – oder haben die Schwestern etwa doch kein Glück im Unglück?

An dieser Stelle hypten sich meine innere Spannung und die Sorge um Jess, Courtney und Dani auf ein noch höheres Niveau – und mein Instinkt trog mich nicht.
Denn das, was die Mädchen bis zur Kurzem zuhause zu ertragen hatten, war ein Kinderspiel im Vergleich zu den Grausamkeiten, denen sie nun ausgesetzt sind. Glücklicherweise hat die physische Pein irgendwann ein Ende und durch viele glückliche Fügungen kommen die Schwestern in Sicherheit. Die psychischen Qualen aber bleiben..

Diese tief eingebrannten Demütigungen und die Verletzungen vielerlei Arten lassen sich nicht vergessen und die Zeit kann nicht alle Wunden heilen.
Meine Angst las mit, ständig! Auf jeder Seite hatte ich Angst, dass das Trio von der Vergangenheit eingeholt würde – und ich sollte Recht behalten, wenn auch auf ganz andere Weise als zunächst befürchtet.

Die traumatisierenden Begebenheiten während ihrer Flucht hat jede der drei Schwestern anders verarbeitet. Aber egal ob fürsorgliche Mutter oder lebensextreme Grenzgängerin – sie hätten alle gerne einen Schlussstrich unter ihre Vergangenheit gezogen.

Als nach Jahren eine der Schwestern ein ganz schreckliches Déjà-vu-Erlebnis hat, hat dieses eine phänomenale Katalysator-Wirkung….
Ich hatte erwartet, dass der Racheplan ausgeklügelt sein würde, ausgefeilt bis ins letzte Detail. Bekommen habe ich allerdings etwas ganz anderes, denn die Frauen verhielten sich kopflos, naiv und gutgläubig. Ihr Verhalten war von da an für mich kaum mehr nachvollziehbar. Es mag möglicherweise der Schockwirkung geschuldet sein, aber wirklich plausibel war auch das nicht.

Die Charaktere gefielen mir bis zum besagten markanten Erlebnis wirklich sehr.
Gut ließen sich ihre Entwicklungen verstehen, und sowohl für sich allein als auch innerhalb des Geflechts der Familie hatten die Frauen authentische Rollen. Sie veränderten sich dann aber wie bereits angesprochen in eine unerwartete, nur schwer begreifbare Richtung.

Auch der Schreibstil ist für mein Empfinden zweigeteilt.
Zu Beginn spürt man eine gewisse subtile Spannung, die zunächst so weit anwächst, dass man sie fast schneiden kann, weil man wirklich keine Idee hat, wie es weitergehen könnte. Mit den Schwestern habe ich mitgefiebert, gehofft, gebangt. Ebenso atemlos verfolgte ich, wie Jess, Courtney und Dani ein neues Leben aufbauten und sich ihre Wege durch den Parcours an Steinen und Scherben bahnten.
Ab dem Déjà-vu-Erlebnis wurde die Geschichte dann leider ziemlich vorhersehbar. Die Spannung verließ immer mehr mein Lesen und hinterließ einen schalen Buchgeschmack. Denn bei den Zutaten, mit denen der Thriller bis dato bestückt war, wäre ein weitaus raffinierter gewürzter Showdown möglich gewesen. Aber die Lese-Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden.

Inhalt
Schau durch die Augen dieser drei Schwestern, die in die Fänge von Psychopathen geraten, und du lernst, was Angst bedeutet. ›Those Girls‹, der neue Thriller der kanadischen Bestseller-Autorin Chevy Stevens: eine Story von Überleben und Rache – hart, eindringlich, unglaublich fesselnd.

Die Schwestern Jess, Courtney und Dani sind 14, 16 und 17 und leben auf einer rauen Farm in Kanada. Als ein Streit mit ihrem gewalttätigen Vater aus dem Ruder läuft, müssen sie fliehen. Doch ihr Pick-up bleibt in einem abgelegenen Dorf liegen, und bald finden sie sich in einem noch furchtbareren Albtraum wieder – wird er jemals enden?

Ein Thriller, der unter die Haut geht – Chevy Stevens schreibt intensiv und mitreißend über Verzweiflung und Loyalität, über das Grauen und seine Opfer, über das Böse und die Stärke von Frauen.

Autorin
Chevy Stevens, geboren 1973, ist auf einer Ranch auf Vancouver Island aufgewachsen und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter auf der Insel vor der kanadischen Westküste. Ihre psychologischen Spannungsromane sind internationale Top-Bestseller. Wenn sie nicht gerade am Schreiben ist, geht Chevy Stevens gern mit ihrer Familie in den umliegenden Bergen campen oder paddeln.

Übersetzerin
Der Roman wurde von Maria Poets aus dem Amerikanischen übersetzt.
Quelle: Fischerverlage

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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