*+* Bettina Belitz: „Diamantkrieger-Saga – Damirs Schwur“ *+*

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Diamantkrieger-Saga 1
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Sara ist eine Meisterdiebin. Sie hat ein Wahnsinnsgespür für Diamanten und Edelsteine. Sara nimmt sie mit allen Sinnen wahr – spürt sie, sieht und fühlt sie und kann ihre zauberhaften Klänge hören. Der Zauber hatte aber immer schnell ein Ende, denn Sara musste ihre Ware an den brutalen, schmierigen Kratos abliefern. Mich beschlich schnell das Gefühlt, dass er sie über den Tisch zog – und eine schlechte Behandlung gab es noch dazu. Obwohl Sara sich zu wehren wusste, wünschte ihr nichts sehnlicher als die Verbindung zu dieser Kreatur schnellstmöglich zu kappen. Aber so einfach war das nicht, denn Sara brauchte viel Geld. Nicht für sich, sondern für andere. Das taffe Mädchen beeindruckte mich ein ums andere Mal mit ihrer Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit. Um für diese schwachen Menschen da sein zu können, ertrug sie über lange Zeit die Abhängigkeit zu Kratos, der ihren weichherzigen Charakter weidlich ausnutzte.

Das Blatt wendete sich, als Sara immer häufiger auf den geheimnisvollen, mysteriösen Damir traf und gemeinsame Zeit mit ihm verbrachte. Sie schienen durch ein magisches Band miteinander verwoben zu sein.

Während uns im Hintergrund ein Handlungsfaden durch Saras familiäre Verhältnisse führt, nimmt der Hauptteil des Buches aber – ausgelöst durch Damirs Erscheinen – Saras Wandlung ein. Diese beginnende Metamorphose war nicht immer angenehm für sie und an einigen Stellen litt ich sehr mit Sara.

Sehr gut gefallen hat mir, dass das Hauptaugenmerk nicht auf Action, Tempo und atemloser Spannung lag, sondern meist die leisen Töne das Sagen hatten.
Bettina Belitz erzählt nicht nur eine Geschichte mit hohem Unterhaltungswert, sie legt auch geschickt an einigen Stellen eine zweite Ebene an und man kann sich hier einiges zwischen den Zeilen erlesen.
So lässt die Autorin immer wieder ihre Überzeugungen und Ansichten in diesem eigenwilligen Roman anklingen. Dabei zwängt sie den Lesern aber niemals ihre Meinung auf sondern lässt genügend Raum für eigene Gedanken, die sich durch häufige Denkanstöße ergeben könnten.

„Diamantkrieger-Saga – Damirs Schwur“ ist umhüllt von einer magischen, mystischen, spirituellen und geheimnisvollen Aura, und wandelt zwischen Realität und Fantasy in einer ganz eigenen Welt.
Beim Lesen setzt der Roman einiges an Emotionen frei. Der Hass auf Kratos war bei mir ebenso hoch angesetzt wie das Mitleid mit den Menschen, denen Sara ihre Hilfe angedeihen ließ. Diesen armen Kreaturen, die ihre Seele für einen Splitter an vermeintlichem Glück hergegeben hatten. Ebenso stark empfand ich aber auch, wenn ich beim Lesen mit Sara bei ihrer Wahrnehmung der wertvollen Steine mit allen Sinne eins wurde.

Die Geschichte ist zu Beginn möglicherweise etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich aber darauf einlässt, erlebt man eine Lese-Achterbahn der Empfindungen und Überraschungen.
Die Handlung lässt sich leicht verfolgen. Ebenso wie die Diamanten und Edelsteine setzen auch die Charaktere starke Spots in das Geschehen. Durch ihre teilweise Brutalität und einige härtere Szenen werden manche Leser vielleicht nicht alle Passagen mögen. Ich habe diese Art der Gestaltung aber als gutes Stilmittel für die entsprechenden Stellen empfunden.
Ebenso ist das Themenkarussell rund um Familie, Seelenverwandtschaft, Freundschaft und freiwillige und unfreiwillige Abhängigheiten gut durchdacht und überzeugend umgesetzt.

Inhalt
Die 17-jährige Sara hat ihre Seele an die Hydra verkauft – jene düstere Unterwelt, für die sie als Meisterdiebin arbeitet und wertvollen Diamantschmuck aus den Villen der Reichen stiehlt. Was mit den Diamanten geschieht, interessiert Sara nicht – bis der mysteriöse Damir in den Katakomben der Unterwelt auftaucht. Die beinah magische Anziehungskraft zwischen den beiden weckt in Sara übermenschliche Fähigkeiten, von denen sie bisher nichts ahnte. Die Fähigkeiten einer Diamantkriegerin. Ein gefährlicher Wandlungsprozess setzt ein, an dessen Ende Sara sich entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht: auf der des Lichts oder des Schattens.

Autorin
Bettina Belitz wurde 1973 an einem sonnigen Spätsommertag in Heidelberg geboren. Schon als Kind fing sie damit an, eigene Geschichten zu schreiben. Nach ihrem Studium arbeitete Bettina Belitz zunächst als freie Journalistin und Texterin. Heute lebt sie umgeben von Pferden, Schafen, Katzen und Hühnern als freie Autorin in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald.
Quelle: Randomhouse

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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Eine Antwort zu *+* Bettina Belitz: „Diamantkrieger-Saga – Damirs Schwur“ *+*

  1. ElkeK73 schreibt:

    Hach … ich habe der Autorin auf der Buchmesse gelauscht – eher zufällig. Und da hat mich die Geschichte schon sehr interessiert und steht seither auf meiner Wunschliste. Vielen Dank für die schöne Rezension!

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