*+* BEENDET: MIMIKRY – Das Spiel des Lesens im Campus Libris *+*

Herzlich willkommen liebe Rätselfreunde,

heute bin ich Gastgeberin der Campus-MIMIKRY-Spielrunde.

Schön, dass ihr da seid!
Ich lade euch alle ein, mitzumachen….zu lesen, zu raten und zu kommentieren! Ich wette, ihr habt dabei genauso viel Spaß wie wir beim „Fortsetzungsfälschen“ 😉
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6 - Header Campus Libris
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Was MIMIKRY ist, wird im Buch zum „Spiel des Lesens“ erklärt. Das Buch ist bei Blumenbar erschienen und  >>HIER<<  kommt ihr zur Verlagsseite, wo es viele Infos rund um Mimikry gibt.
Wie wir spielen, könnt ihr im Beitrag zur ersten Spielrunde bei AstroLibrium nachlesen.

Mein erster Satz stammt aus dem Buch „Die Wächter“ von John Christopher.
Der Autor schrieb überwiegend „Speculative Fiction“, wie es damals genannt wurde, verfasste aber auch Werke aus den Bereichen utopische Romane, Science-Fiction, Dystopien, Fantasy.
Dieses Buch ist ein Highlight meiner Kinder- Jugendlesezeit. Es stammt aus dem Jahr 1970, die deutsche Übersetzung wurde 1975 veröffentlicht.
Der Georg Bitter Verlag schrieb es damals dem Genre „utopischer Roman“ zu.

Zum Inhalt:
„Die Wächter“, der Roman des bekannten englischen Autors John Christopher, spielt im 21. Jahrhundert und ist für ältere Jugendliche bestimmt, die die politische Lehre von der Notwendigkeit des Kampfes gegen Ausbeutung und Unterdrückung, gegen Rechtlosigkeit und politische Manipulation verstehen. Ein utopischer Roman, der äußerst spannend geschrieben ist, der von seinen Lesern aber auch intellektuelle Bereitschaft verlangt.“
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6- Mimikry Die Wächter
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DER ERSTE SATZ lautet:
„Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber.“

Und nun lest ihr neunmal Lug und Betrug und einmal die Wahrheit!
Was meint ihr, welcher Vorschlag zur Fortführung des ersten Satzes ist die richtige?
Hinterlasst mir im Kommentar die entsprechende Nummer.
Und nun….viel Spaß!!!

Vorschlag 1
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Immer wieder sah er beunruhigt umher und beschleunigte seine Schritte. Endlich erreichte er den Eingang der Bibliothek, rannte die gewundenen Steinstufen empor und drückte mit voller Kraft gegen die massive Eichentür.

Vorschlag 2
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Spärlich beleuchtet und verwittert, deutete nichts mehr darauf hin, dass sie noch vor wenigen Jahren der lebendige Mittelpunkt unseres Denkens war. Hier fanden wir alle Bücher, die man schon damals nicht mehr kaufen konnte. Oder sollte ich besser sagen, nicht mehr kaufen durfte. Das trifft es besser, denn wir waren nach der Abschaffung aller Zeitungen und der Manipulation des Internets von allen Informationen abgeschnitten, die wir gebraucht hätten, um Kim und Denis zu befreien. Nur in der Bibliothek hatten wir noch Zugang zu den Archiven von Phillipsburg. Zumindest, bis „Perish“ auch sie schloss. Das war vor sieben Jahren. Sieben lange Jahre der Gefangenschaft für unsere Freunde.

Vorschlag 3:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. An und für sich war ich gerne dort, jedoch schreckte mich jedes Mal der Weg dorthin. Der Park, so verwildert und verkommen, machte mir Angst. Bereits mehr als einmal hatte ich dort finstere Gestalten ausmachen können. Auch die dunkle Straße rief immer wieder ein unwohles Gefühl in mir hervor. Aber es nutzte alles nichts. Wenn ich meine Aufgabe erfüllen wollte, führte kein Weg an dem Hort des geballten Wissens vorbei.

Vorschlag 4:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Bis heute verstand ich nicht, wie man gerade an dieser Stelle eine Bibliothek errichten konnte. Als ich kleiner war, wirkte sie auf mich immer zu düster und nicht grade einladend, doch je älter ich wurde, umso weniger konnte ich mich der magischen Anziehungskraft widersetzen. Heute war diese Bibliothek der einzige Ort an dem ich mich wirklich wohl fühlte. An dem meine Gedanken vollkommen frei sein konnten. Von daher störten mich abgeschlossene Türen wenig. Hinein kam ich trotzdem immer.

Vorschlag 5:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Blitzschnell huschte ein Schatten an der Mauer entlang und stoppte abrupt vor einer kleinen unscheinbaren Seitentür. Auf ein besonderes Pfeifsignal öffnete sich diese und gewährte dem Schatten Einlass.

Vorschlag 6:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Natalie saß auf einer Bank im Park. Sie schaute zur Bibliothek. Gern wäre sie öfter dort hingegangen. Sie liebte Bücher über alles. Doch in dieser dunklen Gasse trieben sich auch viele merkwürdige Gestalten rum, die ihr Angst machten.

Vorschlag 7:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. In der Gasse hatten auch Obdachlose und viele herrenlose Katzen ihr zu Hause. Die Bibliotheksmitarbeiter fütterten die Katzen und boten den wohnungslosen Männern eine Möglichkeit sich zu waschen. Es war wirklich kein Ort den man gern aufsuchte.

Vorschlag 8:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Es brannte ein schwaches Licht darin und der Biblothekar hockte über einem alten Buch, dessen Inhalt er zu entschlüsseln versuchte. Der Geruch von antiken Büchern erfüllte ihn mit einem wohligen Gefühl. Trotz seines Alters von (schätzungsweise^^) 63 Jahren, schafft er es noch, alle Bücher ohne Brille zu lesen. Ein seltsames Geräusch lies ihn je aufhorchen…

Vorschlag 9:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Sie grenzte an einen weitschweifigen, baufälligen Gebäudekomplex, in dem früher die Büros des Stadtrates untergebracht waren, der heute aber als Lagerhaus diente. Die Bibliothek war fast genauso alt – eine sich von der Mauer lösende Gedenktafel erinenrte an die Eröffnungsfeier im Jahre 1978 – und ziemlich brüchig. Über ihre einst weiße, nun schmutziggraue, schwarzgestreifte Betonfassade zogen sich mehrere breite Risse.

Vorschlag 10:
Die Öffentliche Bibliothek lag in einer recht düsteren Straße dem Park gegenüber. Alles wirkte ein wenig trostlos und einige Straßenlaternen waren seit Jahren kaputt ohne dass es jemanden zu interessieren schien. Das Gebäude der Bibliothek sah unscheinbar und wenig einladend aus. An einigen Stellen blätterte die graue Farbe ab und das „B“ fehlte, so dass die Besucher hier nun die „IBLIOTHEK“ betraten.
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6- mimikry1
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So…..nun seid ihr an der Reihe….
Welcher Vorschlag konnte euch am meisten überzeugen?
Bitte lasst mir die entsprechende Nummer als Kommentar da!

Und dann wollen wir mal schauen, ob ihr das Original erkennt, oder ob jemand von uns „Forstsetzungfälschern“
Anja Schmidt, Julia Groß, Eva Mirschel, Miriam Schaps, Arndt Stroscher, Ronja Grage, Heike Dewald, Yvonne Güntherodt und Paulinchen
die Nase vorne hat!

Übermorgen wird aufgelöst….bin sehr gespannt!!!

Update am 19.02.2016: Die Auflösung

Je eine Stimme fiel auf die Vorschläge Nr. 1 (Anja), Nr. 4 (Ronja) und Nr. 10 (Miri).
Mit drei Stimmen war die Nr. 2 (Arndt) die beste Fälschung, während sich mit 5 Stimmen fast die Hälfte von euch für die Fortsetzung des Autors mit der Nr. 9 entschieden hat.
Somit hat das Original heute die Nase vorn!

Möglicherweise haben die verwendeten (erdachten) Namen Kim und Denis bei Arndt oder die erwähnte Jahreszahl 1978 im Original euch angezogen, vielleicht war es aber auch der Sprachstil, wer weiß.

Sicher ist: Auch diese Runde hat mir richtig Spaß gemacht und ich habe mich sehr gefreut, euer Gastgeber gewesen sein zu dürfen ❤

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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38 Antworten zu *+* BEENDET: MIMIKRY – Das Spiel des Lesens im Campus Libris *+*

  1. Tintenelfe schreibt:

    Ich glaube, es ist Nummer 4. Und du hast Nummer 2 geschrieben.

  2. Ulli schreibt:

    Schwanke zwischen Vorschlag 4 und 10. Beide würden mir gut gefallen, aber bei 10 würde ich einen Tick lieber weiterlesen – also 10.

    • irveliest schreibt:

      Ui Ulli….dann logge ich mal die 10 ein….
      Bin gespannt, ob du reingefallen bist oder richtig liegst…habe nämlich die Übersicht gerade nicht parat 😉

  3. Miri schreibt:

    Ich nehme heute mal die Nummer 2, wobei es mir heute sehr schwer fällt mich für etwas zu entscheiden…

  4. zimttraeumereien schreibt:

    Uff sehr, sehr schwer, aber auch mich zieht es zu Nummer 2! Bin sehr gespannt, denn es ist wirklich eine knifflige Runde!

    • irveliest schreibt:

      Hallo Julia, ich brauche ja nicht raten, aber ich glaube, wenn ich es müsste, fände ich es schwer, mich zu entscheiden….
      Hold on…übermorgen löse ich auf!!

  5. Anja Schmidt schreibt:

    Vorschlag 2 klingt äußerst glaubhaft, aber irgendwie möchte ich doch eher auf Nr. 9 tippen.

    • irveliest schreibt:

      Hallo Anja, es scheine viele zwischen Nr. 2 und Nr. 9 zu schwanken… Ob eine der Vorschläge der richtige ist…oder seid ihr einer Doppeltäuschung aufgesessen???

  6. Cindy schreibt:

    Die Qual der Wahl. .. Mein Bauch versucht mir schon wieder reinzureden…

    Ich sag mal Version 2

  7. plueschpauli schreibt:

    Oh, gar nicht so einfach…
    Frauchen liest schon zum 3. Mal alle Varianten. Also übernehm ich das mal und sage Nummer 9. Warum? Keine Ahnung!

    • irveliest schreibt:

      Tja Plueschpauli, meine Fellnasen sind so froh, dass wir dieses Mal nicht mitraten brauchen…ist wirklich schwierig. Ob ihr richtig liegt, erfahrt ihr übermorgen 🙂
      Liebe Grüße…maumau…

  8. Andrea Wildfang schreibt:

    Ich finde eure Aktion so klasse, komme leider aber erst jetzt dazu einmal mitzumachen!

    Ich tippe auf Vorschlag Nummer 9 und bin sehr gespannt auf die Auflösung!

    • irveliest schreibt:

      Hallo Andrea,
      toll, dass auch einige Leser mitraten, die nicht zur „Fälscherbande“ gehören!
      Übermorgen löse ich auf und stelle die Auswertung unten als Aktualisierung in diesen Artikel 🙂
      Liebe Grüße, Heike

  9. AstroLibrium schreibt:

    Ich entscheide mich für Vorschlag Nummer 9, obwohl ich mir ganz sicher bin, dass ich wieder einer von euren Fälschungen erlegen bin… Tolle Runde….

  10. Debbi schreibt:

    Oh, das war diesmal nicht so leicht. Aber ich glaube, ich habe das Original entdeckt. Ich tippe auf die 9 und warte gespannt auf die Auflösung. 🙂

  11. Christine Seiler schreibt:

    Tolle Texte 🙂 Ich tippe auf Version 1!
    Viele Grüße, Christine

  12. AstroLibrium schreibt:

    Kim und Denis sind nicht erfunden… ich verwahre mich gegen diese Anfeindung… muhaaaa… ich Könnte die Geschichte locker weiterschreiben. Danke für das Vertrauen.

  13. scathach25 schreibt:

    Das sind alles gute Antworten…am meisten sagt mir hier der erste Vorschlag zu 🙂

    LG Eva

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