*+* Monika Feth: „Der Libellenflüsterer“ *+*

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Der Libellenflüsterer 1
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Liebe Lesefreunde,

Merle, Jettes beste Freundin und WG-Mitbewohnerin, zur falschen Zeit am falschen Ort. Sie arbeitet im Tierheim und hatte vor einigen Jahren zwei Hunde an eine Familie vermittelt. Einer dieser Hunde war vor zwei Jahren an seinen Misshandlungen verendet. Der Besitzer wurde freigesprochen – ein Urteil, an dem Merle noch immer zweifelte….

Als sie den Auftrag bekam, einen umfangreichen Artikel für eine Tierschutzorganisation zu schreiben, beschloss sie, das alte Thema des ihrer Vermutung nach ungerechtfertigten Freispruchs genauer unter die Lupe zu nehmen.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt sorgte ich mich um Merle, denn in einigen vorherigen Kapiteln des Thrillers hatte ich bereits die Familie der vermittelten Hunde kennengelernt und es fröstelte mich immer mehr. Diese Familie war äußerst mysteriös und mir sehr suspekt. Noch schien mir alles nebelverhangen, aber dennoch waren meine Bedenken mehr als nur ein Gefühl. Ich zog nicht nur in Betracht, dass bei diesen Menschen etwas gar nicht so lief wie es sollte, ich wusste es einfach. Wusste nicht, warum, wusste nur, dass es so war – und war äußerst begierig, mehr zu erfahren. Über diese drei Menschen, die durch sehr merkwürdige Beziehungen miteinander verstrickt zu sein schienen, aber auch über Merles Pläne. Würde sie wirklich zu diesen Menschen gehen, sie unter die Lupe nehmen? Wegen eines läppischen Artikels? Und sich dabei möglicherweise in Gefahr bringen?

Monika Feth gelingt es ganz fantastisch, den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen. Sie beschreibt die beteiligten Menschen so intensiv ohne sich in langen Ausschweifungen zu verlieren, erzeugt eine starke unterschwellige Spannung, auch schon zu Beginn des Buches, ohne dass etwas Konkretes passiert war. Und schafft es, die Spannung aufrechtzuerhalten. Sei es durch Merles Plan, der sich wie ein roter Faden durch die Geschichte führt und zielsicher in ein Wespennest sticht, sei es durch einen ergänzenden Handlungsstrang, der in direkter Beziehung zu der Familie führt, die bei diesem Fall offenbar der Dreh-und Angelpunkt ist.

Durch Einschübe in das Privatleben von Jette – dem Verhältnis zu ihrer Mutter, den anderen WGlern, ihren beruflichen Plänen – erhält der Leser kleine Verschnaufpausen, in denen er die Spannung etwas sacken lassen und das Gelesene verarbeiten kann. Zudem hat es mir Spaß gemacht, durch diese Abschweifungen vom eigentlichen Fall weiterhin am Leben der mir inzwischen lieb gewonnenen Charaktere teilnehmen zu können. Jette und ihre Freunde werden älter, entwickeln sich weiter und das Private bleibt in vielerlei Hinsicht offen – wie das Leben nunmal ist – was mich auf eine Fortsetzung dieser Reihe hoffen lässt.

Aufbau und Umsetzung des Libellenflüsterers sind sehr überzeugend und spannend, und bleiben jederzeit abgestimmt auf die Zielgruppe. Der Jugendthriller zeigt nie zu viel Grusel und Grauen und obwohl er in jedem Punkt für das Jugendalter angemessen ist, hat er das Zeug, auch Erwachsene zu fesseln und zu begeistern!

Inhalt
Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…

Buch
„Der Libellenflüsterer“ von Monika Feth ist im August 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-570-30957-5 im cbt Verlag (Randomhouse) erschienen. Der Jugendthriller umfasst 528 Seiten und ist auch als eBook erhältlich. Dieser siebte Teild er Jette-Reihe wird vom Verlag für Leser ab 14 Jahren empfohlen.

Autorin

Monika Feth wurde 1951 in Hagen geboren, arbeitete nach ihrem literaturwissenschaftlichen Studium zunächst als Journalistin und begann dann, Bücher zu verfassen. Heute lebt sie in der Nähe von Köln, wo sie vielfach ausgezeichnete Bücher für Leser aller Altersgruppen schreibt.
Der sensationelle Erfolg der „Erdbeerpflücker“-Thriller machte sie weit über die Grenzen des Jugendbuchs hinaus bekannt. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.

Quelle: Randomhouse

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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