*+* Gisa Pauly: „Sonnendeck“ *+*

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Sonnendeck
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Liebe Lesefreunde,

mögt ihr Mamma Carlotta auch so sehr wie ich? Sie ist eine waschechte Italienierin, temperamentvoll, warmherzig und die Familie geht ihr über alles. Zudem hat sie ein Talent für Kriminalfälle. Und das meine ich in zweierlei Hinsicht. Immer, wenn sie zu einem längeren Besuch auf Sylt weilt – bei der Familie ihrer leider schon verstorbenen Tochter – geschieht ein Verbrechen….und immer hat Carlotta das richtige Näschen, das sie auf die Täterschaft stößt.

In „Sonnendeck“, dem neunten Fall der Carlotta-Reihe, wurde Gregor Imhoff, Gastwirt des bekannten Lokals „Silberner Hering“ ermordet. Und nicht nur das, auch das Wahrzeichen seiner Gaststätte, eben der „Silberne Hering“ wurde entwendet. Sofort wirbelte es in Carlottas Kopf….und so wie sie fragten sich viele Menschen auf der Insel, ob ursprünglich nur der Diebstahl geplant war und der Gastwirt dem Dieb in den Weg kam, oder ob Gregor Imhoff vorsätzlich getötet wurde, dem Mord noch ein kleiner Raub hinzugefügt wurde, um diesen Fall für das gemeine Volk dem Arabella-Dieb in die Schuhe zu schieben….oder handelte es sich gar um zwei voneinander unabhängige Fälle?

Wie praktisch, dass Mamma Carlotta das große Los gezogen hatte, denn sie durfte den Hauptgewinn entgegennehmen und einige Tage an Bord des Kreuzfahrtschiffs ARABELLA verbringen. Logisch, dass sie gleich einen Arbeitsurlaub daraus machen musste. Aber sie konnte sich doch nicht ernsthaft um die Chance bringen, herauszufinden, ob es den berüchtigten Arabella-Dieb wirklich gab….

Carlotta, wie sie leibt und lebt – charismatisch und leicht verrückt, oft gutgläubig und ein bisschen schusselig, konnte auch hier nicht ihr italienisches Näschen aus fremden Angelegenheiten halten.
So war es kein Wunder, dass sie sich einige Male selbst in Gefahr brachte….aber mit welcher Cleverness sie es anschließend schaffte, ihre Haut zu retten, beeindruckte ich sehr und brachte mich gleichermaßen oft zum Lachen.

Rund um diesen kriminalistischen Handlungsstrang passierte natürlich wieder einiges im Privatleben von Carlottas Schwiegersohn und ihren Enkeln, sodass mich dieser Roman mal wieder in bester Gisa Pauly-Manier durchweg herrlich unterhielt.

Die Autorin hat, so wie ich es von ihren bisherigen Mamma Carlotta-Krimis gewohnt war, auch dieses Mal ein witzig-spritziges, verworrenes, aber dennoch durchschaubares Szenario entworfen. Ich erlebte erneut ein ganz tolles Lese- und Miträtsel-Vergnügen.

Der interessant konzipierte Kriminalfall, gewürzt mit einem netten Sylter Inselfeeling, dazu die mit viel Herz gestalteten Charaktere, ließ mein buchersüchtiges Herz mit der Sonne um die Wette strahlen. Ich freute mich, wieder ein Stück am Leben von Carlottas Familie teilhaben zu dürfen.

Zum guten Schluss waren alle Fälle gelöst, hingegen barg das Privatvergnügen einiger Charaktere ein offenes Ende, sodass es hoffentlich demnächst erneut heißen wird: Mamma Carlotta ermittelt…

Inhalt:
Mamma Carlotta ist überglücklich, als sie einige Tage an Bord eines Kreuzfahrtschiffs gewinnt. Ihr Schwiegersohn, der Sylter Kriminalhauptkommissar Erik Wolf, kann ihre Freude jedoch nur bedingt teilen, denn seit einiger Zeit vermutet er einen Dieb an Bord der »Arabella«. Als sie das letzte Mal vor Anker lag, wurde gar der Besitzer eines Wenningstedter Restaurants ermordet. Wird Mamma Carlotta dem Täter an Bord näher kommen, als ihnen allen lieb ist?

Zum Buch:
„Sonnendendeck“ von Gisa Pauly ist im Mai 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-492-30363-7 im Piper Verlag erschienen. Der Sylter Krimi umfasst 480 Seiten und ist ebenfalls als eBook und Hörbuch erhältlich.

Zur Autorin:
Gisa Pauly stieg nach zwanzig Jahren aus dem Lehrerberuf aus und veröffentlichte 1994 das Buch »Mir langt’s – eine Lehrerin steigt aus«. Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin in Münster und auf Sylt. In ihren turbulenten Sylt-Krimis prallt das Temperament Mamma Carlottas auf die Mentalität der Inselbewohner, vor allem aber mischt sich die Italienerin immer wieder in die polizeilichen Ermittlungen ihres friesisch-wortkargen Schwiegersohns ein. Gisa Pauly wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Satirepreis der Stadt Boppard und der Goldenen Kamera des SWR für das Drehbuch »Déjàvu«.

Quelle: Piper Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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