*+* Annelie Wendeberg: „Tiefer Fall“ *+*

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Tiefer Fall
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Liebe Lesefreunde,

wir schreiben das Jahr 1890 als Dr. Anna Kronberg entführt wird, um ihre Mithilfe bei der Entwickung biologischer Waffen zu erzwingen. Um ganz sicher zu gehen, hat der Drahtzieher – kein geringerer als Professor Moriarty – zusätzlich auch Annas Vater in seine Gewalt gebracht…. Wenn Anna nicht spurt, geht es dem alten Mann an den Kragen….Zum Glück muss sie sich dem Widersacher nicht alleine stellen, Sherlock Holmes steht ihr – auf ganz ausgeklügelte Art und Weise – zur Seite und es gibt noch andere nette Menschen, die Anna ihr Herz geschlossen haben und der Entführten ihre Hilfe zukommen lassen.

Die Wissenschaftlerin lässt sich aber zunächst auf dieses Spiel ein… nur zum Schein….jedoch verfügt ihr Entführer über eine Anna ebenbürtige Scharfsinnigkeit und Klugheit. Es beginnt ein intellektuelles Katz- und Maus-Spiel auf sehr hohem Niveau. Als der Kampf zwischen den beiden langsam aber sicher immer mehr von Emotionen und Nähe durchzogen wird, verschieben sich die Kräfte unterschwellig sehr. So wunderte es mich nicht, dass ganz zum Schluss ein hochkarätiger Showdown voller Wendungen den Leser verzückt. Annelie Wendeberg ist dabei so geschickt vorgegangen, dass der Ausgang etwas nebulös bleibt. Ich warte nun vorfreudig auf den dritten Fall. Ein fieser Cliffhanger ist daran auch nicht ganz unschuldig 😉

Die Krimis um Dr. Anna Kronberg heben sich sehr wohltuend von der breiten Masse ab.
Die Charaktere sind bis in kleinste Detail ausgearbeitet, deren Psyche ist dermaßen sorgsam durchleuchtet, dass ich manchmal den Eindruck hatte, ich kenne die Charaktere wesentlich besser als sie sich selbst.
Der Fall, das Kräftemessen auf höchstem Niveau, die Stimmung der damaligen Zeit, die Kulisse Londons des späten 19. Jahrhunderts im Allgemeinen, die Schauplätze der Geschichte im Besonderen….all dies für sich allein sowie symbiotisch vereint haben auch den zweiten Krimi aus der Feder von Annelie Wendeberg für mich zu einem Lesegenuss der Spitzenklasse gemacht.

Ganz nebenbei lässt die Autorin, studierte Umweltmikrobiologin, passgenau ihr Wissen in ihre Fälle einfließen und verleiht ihrer Hauptfigur dadurch erhebliche Überzeugungskraft und Authentizität. Ganz nebenbei wird der Leser so mit Wissen über den damaligen Stand und Verfahrensweisen aus dem Bereich der Medizin versorgt, was ich sehr interessant fand!

Wer nun mit diesem Buch liebäugelt, aber den ersten Teil noch nicht kennt, dem sei gesagt: Das macht nichts. In „Tiefer Fall“ gibt es immer wieder kurze Rückblicke zum Auftaktband, die das gesamte nötige Wissen vermitteln, um hier alles gut verfolgen und verstehen zu können.

Inhalt:
Das Biowaffenkomplott – Anna Kronberg und Sherlock Holmes vs. Moriarty

1890. Anna Kronberg hat London auf der Flucht vor Scotland Yard verlassen und führt ein unauffälliges Leben irgendwo auf dem Land. Doch eines Nachts wacht sie auf, mit einer Pistole an der Schläfe. Ihr Vater wird an einem unbekannten Ort gefangen gehalten, und Anna muss sich auf ein gefährliches Spiel mit ihrem dämonischen Entführer einlassen … Kann die brillante Wissenschaftlerin ihn von seinen Plänen abbringen, grausame biologische Waffen zu entwickeln? Und wie soll sie, die mitten in London in einem goldenen Käfig festgehalten wird, zu Sherlock Holmes Kontakt aufnehmen?

Zum Buch:
Tiefer Fall“ von Annelie Wendeberg ist im Mai 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-462-04665-6 im Kiwi-Verlag erschienen. Der Anna Kronberg Krimi umfasst 336 Seiten und ist als Taschenbuch und Ebook erhältlich.

Autorin:
Annelie Wendeberg ist eigentlich Umweltmikrobiologin (UFZ, Leipzig; Adjunct Professorin, Uppsala). Doch eines schönen Wintermorgens schlug sie die Augen auf und dachte sich: »Ich schreib mal was.« Seither versucht sie Forschung – ihre Leidenschaft – leicht verständlich und spannend in Blogartikeln zu vermitteln. Sie schreibt über alles Mögliche, was irgendwie mit Wissenschaftlern, Biologie, Umwelt, Ökologie und vor allem Mikrobiologie zu tun hat. Des Nachts bringt Annelie Leute um. Auf dem Papier (ach Quatsch, Bildschirm!). Eigenartigerweise klappt das auf Englisch am besten. Keiner weiß, warum. Sie publizierte ihre Bücher selbst, und das Indie-Autorenleben stellte sich als unerwartet wilder Ritt heraus. Sie lernte die Tricks und Fallen des Online-Marketings kennen, infiltrierte Leser-Communities, stolperte über Trolle und hatte hitzige Konversationen mit Piraten, die ihr zeigten, wie man E-Books ordentlich formatiert. Nachdem ihr erstes Buch Zehntausende Leser in den USA gefunden hatte, schickte Annelie zaghaft ein Exemplar an den KiWi-Verlag. Seitdem ist sie eine glückliche Indie-Autorin mit Verlagsanschluss.
Quelle

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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