*+* Vanessa Walder: „Das wilde Määäh und die Monster-Mission“ *+*

Das wilde määäh 2

Liebe Lesefreunde,

seitdem Ham im ersten Buch seine Mama kennengelernt und wieder zurück in den Wald gekehrt ist, ist eine ganze Weile vergangen. Der Wolf im Schafspelz ist zu einem Jungspund herangewachsen. Rhea, seine Wolfsmutter hat ihn zu einem verantwortungsbewussten Tier mit Rückgrat herangezogen, das nicht kneift, wenn es brenzlig wird. Ham ist immer da, wenn seine Freunde ihn brauchen, er springt für sie in die Bresche, wenn es sonst niemand tut und hat so ganz leicht erneut unser Herz gewonnen.


Wunderbar, wie gezeigt wird, dass es völlig egal ist, wenn man „anders“ ist. Denn es kommt auf ganz andere Dinge an als auf Äußerlichkeiten. Ham und seine Freunde beweisen wie wertvoll wahre Freundschaft ist und dass man manchmal mutig sein und über seinen Angstschatten springen muss, um etwas zu bewirken…..und auch, dass dies eigentlich gar nicht so schwer ist!

Ich habe das Buch gemeinsam mit Sohnemann gelesen und wir beide waren wieder restlos begeistert von der Welt, die Vanessa Walder geschaffen hat. Ham lebt weiterhin mitsamt seines Rudels im Wald und bis auf wenige Ausnahmen spielen alle Tiere des ersten Teils (Das wilde Määäh) auch in diesem Buch mit. Es war ein freudiges Wiederlesen für uns, denn wir hatten damals nicht nur Ham in unsere Leser ❤ en geschlossen, es fanden auch alle seine Freunde darin Platz. Aber auch die in der Monster-Mission hinzugekommenen Tiere konnten uns sehr überzeugen. Das lag nicht zuletzt an der charakterlichen Vielfalt, denn auch die Vierbeiner und geflügelten Freunde sind nicht alle gleich….ja manchmal erinnerten sie mich doch an ganz bestimmte Menschenschläge 😉

Toll fanden wir beide, dass die neuen Charaktere des Buches nicht nur verhaltensmäßig ein breites Spektrum abdeckten, auch waren sie mit individuellen Sonderausstattungen versehen. So kommt Waschbär Stanley mit seinem Dialekt offenbar aus Berlin. Und weil jeder zweite männliche Waschbär – mindestens! – Stanley zu heißen scheint, hatte unser Stanley praktischerweise eine unverkennbare Zahnlücke. Zum Piepen fanden wir auch Sir Lanzelot, eine dem Alkohol sehr zugetane Ratte.
Aber mehr verrate ich euch jetzt nicht über die wunderbare Darsteller-Welt des wilden Määähs!!
Schließlich gibt es auch noch eine Geschichte, in der sie alle ihr Können präsentieren!

Monster fressen den Wald auf, Baum für Baum verschwindet und die Tiere sind sich uneins. Sollen sie diesen Schwund einfach hinnehmen – schließlich ist ja noch genug Wald übrig! – oder dürfen sie sich diese Zerstörung ihres Lebensraums nicht bieten lassen? Und wenn man das Unrecht bekämpfen will, wie tut man das am besten?

Ham vertrat ganz starrköpfig seinen Standpunkt, dass nichts und niemand den Wald – die Welt der Tiere – auffressen oder zerstören darf und machte sich auf, Unterstützung zu holen. Wie praktisch, dass er nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen konnte, denn er hatte in jüngster Zeit eine Nachricht mit der Bitte um Hilfe von seinem Freund Quentin erhalten und es stand für Ham sofort fest, dass er ihm natürlich helfen wird!

Im weiteren Verlauf der Geschichte erleben die Freunde so manches Abenteuer und einige Überraschungen. Und am Schluss gibt es dann eine ganz unerwartete Lösung für das Problem!

Das wilde Määäh und die Monster-Mission“ ist liebevoll und kreativ, zudem noch mit zuckersüßen Schwarz-Weiß-Zeichnungen von Zapf versehen, die die Geschichte sehr passend untermalen. So haben auf jeden Fall die lieben Kleinen Leser ihren Spaß mit dem Buch. Durch die anspruchsvolle Umsetzung des Plots kommen aber auf jeden Fall auch Erwachsene auf ihre Kosten, sei es als Vor- oder Alleinleser.
Man muss den ersten Teil übrigens nicht gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen, was aber niemanden abhalten sollte, dies zu tun. Denn auch „Das wilde Määäh“ ist ein sehr empfehlenswertes Kinderbuch für Groß und Klein.

Inhalt:
Diese Monster-Mission ist nichts für schwache Schafe!
Ham ist entsetzt: Da stehen Monster am Waldrand! Sie sind fünfmal so groß wie sein Freund der Bär. Sie haben endlos lange Hälse und spitze Zähne. Sie fressen die Bäume auf. Wo kommen sie her? Und viel wichtiger: Wie wird man sie wieder los? Ham braucht ganz dringend einen Plan.
Vanessa Walders Kinderbuchreihe Das wilde Määäh erzählt die Geschichte von einem kleinen schwarzen Schaf, sowie einer ungewöhnlichen Reisegruppe aus Wald- und Bauernhoftieren und beinhaltet die für Kinder wichtigen Themen Familie, Freundschaft und Anderssein. Ein Buch für die ganze Familie, zum Vorlesen und Selberlesen für Jungen und Mädchen ab 8 Jahren. Liebevoll und lustig illustriert von Falk Holzapfel.

Zum Buch:
„Das wilde Määäh und die Monster-Mission“ von Vanessa Walder ist im März 2015 unter der ISN-Nr. 978-3-7855-7970-1 im LOEWE-Verlag erschienen. Das Buch umfasst 208 Seiten und wird vom Verlag für Kinder ab 8 Jahren empfohlen.

Zur Autorin:
Vanessa Walder wurde 1978 in Heidelberg geboren und wuchs in Wien auf, wo sie nach dem Abitur zunächst Jura studierte. Sie arbeitete als Journalistin, bis im Jahr 2001 der erste von 16 Bänden der Serie „sisters“ im Loewe Verlag erschien. Seither verfasste Walder zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, die in bislang 25 Sprachen übersetzt wurden. Wien hat sie inzwischen verlassen und in Berlin eine neue Heimat gefunden.
Quelle: LOEWE Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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