*+* Alexander Bálly: „Der Tote am Kirchturm“ *+*

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Der Tote am Kirchturm

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Liebe Lesefreunde,

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nach „Der Tote am Maibaum“ ist dies der zweite Kriminalroman der Scherlock Pinkerton & Co-Reihe, in der auf sehr liebevolle, humorige Art Opa Ludwig Wimmer und seine vorwitzige Enkelin Anna der Polizei zur Hand gehen und – natürlich ganz inoffiziell – bei den Ermittlungen zur Seite stehen.

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Dieser erste Teil ist mir noch gut im Gedächtnis und schon nach wenigen Sätzen war ich wieder drin in diesem wunderbaren Dorf-Feeling!
Daran hatte wieder die Mundart der Gegend, in der die Dialoge ausschließlich geführt wurden, einen großen Anteil. Obwohl es anfangs stellenweise etwas holperig zu lesen war, klang es mir alsbald warmherzig in den Ohren und ich fühlte mich sauwohl in dem Krimi– wenn ich das mal so frei heraus sagen darf!
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Es war so schön, die Dörfler wiederzusehen – zwar nur in meinem Kopfkino, aber dort traf ich sie alle äußerst lebendig an. Ob Ludwig Wimmer, Metzgermeister a.D. samt seiner ganzen Familie oder auch den Polizei-Trupp, ich hatte sie alle so lebendig vor Augen, dass das Lesen ein reines Vergnügen war.
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Wer nun denkt, der Autor hat sein ganzes Können einzig in diesen dörflichen Charme, den wundervollen, bildhaften und großzügigen Lokalkolorit und die liebevoll agierenden Charaktere gesteckt, der irrt gewaltig.
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Denn auch der Mordfall war nicht ohne. Gut durchdacht war er, alles andere als oberflächlich konstruiert. 

Leicht zu durchschauen? Nein, das war er beileibe nicht.
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Wie gut, dass die Polizei bei ihren Ermittlungen nicht im Regen stehen gelassen wurde. Denn bei einem undurchsichtigen Verbrechen am Ort sind der gemütliche und äußerst liebenswürdige Ludwig Wimmer – ein absoluter Vorzeige-Opa – und seine mit allen technischen Wassern gewaschene Enkelin Anna nicht weit.
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So erlebt der Leser doppelsträngige Ermittlungsarbeiten! Wo die Polizei nicht weiterkommt, haben schon längst das Team Scherlock Pinkertion & Co. ihre Fühler ausgestreckt, und wo Opa und Enkelin an ihre Grenzen zu stoßen drohen, hat bereits die Schandi einen Fuß in der Tür.
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Dies alles wird auf so sympathische Art und Weise an den Leser gebracht, dass es ein Leichtes ist, diesen humorigen Krimi in einem Rutsch zu lesen.
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Ich genoss wieder die besagten zweigleisigen Ermittlungen, die sich daraus ergebenden personellen Verstrickungen mit winzig kleinen Fettnäpfchen, in die die Charaktere gerne tappten – was ihrer Liebenswürdigkeit aber keinerlei Abbruch tat.
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Obwohl mit Hochdruck jeder noch so kleinen Spur nachgegangen wurde, irrten die privaten wie die professionellen Ermittler sehr lange völlig im Dunkeln. Es gab Verdächtige zuhauf, aber zum Täter taugten sie letzten Endes alle nicht…..bis plötzlich Querdenkerin Anna eines Geistesblitz hatte…
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„Der Tote am Kirchturm“ ist ein Krimi mit Herzenswärme. Der flüssige, liebevolle Schreibstil spiegelt den Spaß, den der Autor beim Schreiben des Krimis zweifellos gehabt haben muss, sehr gut wider!
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Infos zum Buch:
„Der Tote am Kirchturm“ von Alexander Bálly ist im Februar 2015 unter der ISBN-Nr.
978-3-95400-500-0 im Sutton Verlag erschienen. Der Kriminalroman umfasst 248 Seiten.
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Inhalt:
»Ja, verreck! A echte Leich’!«
Der sechzehnjährige Robert tritt an einem Herbstabend am Kirchturm von Wolnzach auf die Hand des toten Benedikt Singer.
Die Polizei ist schnell vor Ort, aber Tatortspuren sind Mangelware und natürlich hat niemand etwas gesehen oder gehört. Auch Ludwig Wimmer nicht, der Rentner macht Urlaub. Gut, dass Enkelin Anna daheim Beweismaterial sammelt. Denn gemeinsam werden sie dem Täter doch wohl draufkommen.Quelle: Sutton Verlag

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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