*+* Tim O´Rourke: Ich sehe was, was niemand sieht“ *+*

Liebe Lesefreunde,
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stellt euch mal vor, ihr hättet mysteriöse Anfälle von Kopfschmerzen und würdet in diesen Phasen Live-Mitschnitte eines Mordes im Kopfkino präsentiert bekommen…..

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11-5
Schon allein beim Schreiben dieses Satzes läuft es mir wieder kalt den Rücken herunter!
Charley erleidet immer wieder solche Anfälle. Diese werden so lebendig und eindringlich geschildert, dass ich die entsprechenden Szenen nicht nur vor Augen sondern auch

in den Ohren hatte. Die Landschaft, die Hintergrundgeräusche, die Stimme des Täters, alles fühlte sich so echt an und es schauderte mich.
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Für mich nur beim Lesen – zum Glück -, für Charley war es aber noch realer, war sie es doch, die diese Attacken erlitt. Noch schwerer erträglich wurden die Attacken noch durch die Tatsache, dass niemand ihr glaubte – außer ihrer besten Freundin Natalie, die leider kürzlich verstorben war.
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Nach und nach kommt Charley der Botschaft ihrer Attacken auf die Spur und begreift immer mehr, wie weit auch sie selbst involviert ist.
Ich litt mit ihr, hätte sie am liebsten irgendwohin gebracht, weit weg von dieser Gegend. Ich hatte wirklich Angst um sie. Ich weiß, dass es nur ein Buch ist und ich eine erdachte Geschichte lese, trotzdem fühlte ich mich stellenweise unbehaglich und echt mit drin…sehr schräg, oder? Aber auch genial irgendwie dieses Lesefeeling!
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Der Jugendthriller ist aus zwei Perspektiven – jeweils in der Ich-Form – geschildert. Kapitelweise berichten entweder Charley oder Tom, ein junger Constable, der erst seit wenigen Wochen seinen Posten innehat und seinen Platz im Team erst noch finden muss.
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Und gleich hat er es mit einem Todesfall auf den Bahngleisen von Marsh Bay, einem kleinen, beschaulichen Dörfchen, zu tun! Als angeblicher Selbstmord schon fast abgeschlossen, nimmt Tom das Unglück doch näher ins Visier. Daran ist Charley nicht ganz unschuldig, denn sie konfrontiert den Constable immer wieder mit ihren Visionen, die ihn bei den Ermittlungen Stück für Stück weiterbringen. Jedoch ist es offenbar bei einigen Bewohnern des Dorfes offenbar nicht erwünscht, den Fall genauer unter die Lupe zu nehmen. Als es den
noch getan wird, ist plötzlich Charley in großer Gefahr.
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Ich bin schon älter als 2 mal 18, aber trotzdem hat mich dieser Thriller sehr gepackt. Nicht nur die Visionen, auch einige Szenen bei den eigenmächtigen Ermittlungen des Mädchens ließen mich den Atem anhalten und die Hand vor den Mund schlagen…..
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Als wenn diese spannenden Szenen, die mir so nah und wirklich erschienen, nicht schon genug für mein Nervenkostüm gewesen wären, verstand es Tim O´Rourke auch sehr gut, mich ein paar Mal auf eine falsche Fährte zu locken. Ich war mir so sicher, wer hinter allem steckt…um dann einzusehen, dass ich falscher nicht hätte liegen können.
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Muss ein guter Krimi oder Thriller nicht genau so sein?
Spannend – vielleicht sogar stellenweise atemberaubend -, unvorhersehbar und mitreißend?
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Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich denke, dass es bei der Zielgruppe wohl noch besser ankommen wird, da auch jugendspezifische Themen aufgegriffen werden.
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Mein Applaus gilt auch dem hervorragenden Cover: Auf schwarzem Grund (schwarz wie der Tod) steht in Schienenoptik der Titel vermerkt. Aber Achtung….Man liest ihn nicht wie üblich von oben nach unten, sondern entsprechend der Fahrtrichtung eines Zuges von unten nach oben! Somit ist für mich der Inhalt des Buches wirklich sehr gut und vor allem ansprechend und Neugierde weckend im äußeren Erscheinungsbild umgesetzt!
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Inhalt:
Charley sieht Dinge, die sonst niemand sieht. Ihre Visionen sind wie Blitze, kurz und intensiv – ein Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs. Charley ist felsenfest davon überzeugt, dass sie Verbrechen sieht, bevor sie geschehen. Niemand glaubt ihr, bis auf Tom. Der attraktive junge Police Officer bearbeitet gerade seinen ersten Fall: ein totes Mädchen, das auf Bahngleisen gefunden wurde.
Während die Polizei noch nach der Todesursache sucht, hat Charley wieder Visionen: ein anderes Mädchen, Schreie, das Rattern eines Zugs …

Ein packender Mystery-Thriller!

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Zum Buch:
„Ich sehe was, was niemand sieht“ von Tim O´Rourke ist im Februar 2015 unter der ISBN-Nr. 978-3-551-52074-6 bei ChickenHouse erschienen. Der Jugendthriller umfasst 336 Seiten und wird vom Verlag für Jugendliche ab 14 Jahren empfohlen.
Quelle: ChickenHouse

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Tim O´Rourke: Ich sehe was, was niemand sieht“ *+*

  1. Klingt gut, danke für die Vorstellung :)
    Manchmal sind Bücher so spannend das wir alles um uns herum vergessen und uns auch schon mal fürchterlich erschrecken können :)
    LG Ela

  2. Pingback: *+* Wochenshow #12 *+* | Irve liest...

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