*+* Irve fragt…. Ivo Pala *+*

ip10Lieber Ivo,
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vielen Dank, dass du dich zu einem Interview für meinen Blog bereit erklärt hast!
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Bevor ich dich gleich mit meinen Fragen bombardiere, wäre es lieb, wenn du ein paar Worte (oder auch mehr) zu dir und deinem Leben sagen könntest!



1966 in Eltville am Rhein geboren und in Oestrich-Winkel im Rheingau aufgewachsen, war Ivo Pala schon als Kind als eifriger Leser von Grimms Märchen, Karl May, Jules Verne, den Tarzan-Romanen von Edgar Rice Borroughs und Detektivgeschichten über Sherlock Holmes, Miss Marple und Hercule Poirot ein Bücherwurm und begeisterter Reisender zwischen den Welten. Diese Begeisterung ist bis heute niemals abgerissen. Schon als Jugendlicher hat er an seinem ersten Roman geschrieben, aber hauptberuflich ist er zunächst einen ganz anderen Weg gegangen. Er hat eine Ausbildung in der Hotelerie gemacht, danach VWL studiert und war anschließend in leitenden Positionen im Vertrieb und Marketing nationaler IT- und Telekommunikationsunternehmen tätig. Über diesen Umweg kam er mit der deutschen Film- und TV-Industrie in Berührung und zurück zum Schreiben; zunächst nebenberuflich, dann hauptberuflich als Drehbuchautor, Script-Doctor und Dramaturg. Aber die Liebe zum Roman ist nie erkaltet, und die Möglichkeit, Geschichten zu entwickeln, ohne sich selbst durch Produktionsbudgets beschränken zu lassen, war eine stets präsente und immer lauter rufende Versuchung. So entstanden Bücher wie „Die Lazarus-Formel“, die „Elbenthal-Saga“ und auch „Der Drache hinter dem Spiegel“. Die „Richard Hagen“-Krimi-Thriller und auch die beiden Thriller „H2O“ und „GIFT“ hingegen entspringen dem Bedürfnis des Autors national ernste und wichtige Themen anzusprechen und zu beleuchten. Auch hier bleibt er ein Reisender zwischen den Welten, der sich – wie er selbst gerne betont – beim Schreiben seiner fantastischeren Abenteuer (ob nun für Kinder, Jugendliche oder Erwachsene) von den Schrecken erholen muss, die die Recherchen zu den Real-Thrillern mit sich bringen.
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ip3Erinnerst du dich an das erste Buch, das du gelesen hast?

Das erste Buch, an das ich mich erinnere, war „Old Surehand“ von Karl May. Mein Großvater hat es mir geschenkt. Es war das einzige Buch, das er besaß. Ich war damals acht und dermaßen begeistert, dass ich in der Folge bei allen Bekannten und Verwandten nach Büchern von Karl May gestöbert – und in den darauffolgenden Jahren nahezu auch alle gelesen habe.
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Hast du als Kind gerne gelesen bzw. liest du gerne?
Ich habe es geliebt, zu lesen! Auch heute noch. Interessanterweise faszinieren mich nach wie vor Geschichten von der Art, wie ich sie in meiner Kindheit gelesen habe:
Fantastische Abenteuer, Historie, Märchen, Mystik, Mythologie und auch Horror. Inzwischen sind auch Krimi und Thriller hinzugekommen – und dazwischen immer mal wieder ein bisschen schöngeistige Literatur; aber am festesten in ihren Griff bekommen mich noch immer spannende, actiongeladene Abenteuer.
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Welches ist dein Lieblingsbuch – von dir und von einem anderen Autor/In?
Das ist so schwer zu beantworten wie die Frage nach meinem Lieblingsessen. Es gibt einfach zu viele, als dass ich mich da festlegen könnte oder wollte, ohne das Gefühl zu haben, einem anderen Werk damit Unrecht zu tun. Das trifft übrigens auch auf meine eigenen Bücher zu. Sie sind alle meine Kinder, und ich liebe jedes einzelne von ihnen; manchmal aus ganz verschiedenen Gründen heraus, aber eben nicht mehr oder weniger als das eine oder andere.
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Wann und warum fingst du an, selbst zu schreiben?
Mich hat schon immer fasziniert, dass Bücher – noch weit über nur Bilder hinaus – Gefühle in uns hineinzaubern können. Ich empfand das schon von frühster Kindheit an als ganz besondere Magie.
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Eine Magie, die ich beherrschen lernen wollte. Ich empfand es erstrebenswert, auch dazu in der Lage zu sein, solche Gefühle zu zaubern – „nur“ mithilfe von Worten und Sätzen. Das beantwortet die Frage nach dem „Warum“. An das „Wann“ kann ich mich offen gestanden nicht mehr erinnern.
War es ein Gedicht oder ein Exzerpt? Eine Kurzgeschichte oder ein Schulaufsatz? Zählen erste Drehbuchszenen für die „Video AG“ an der Schule? Ich weiß es wirklich nicht mehr.
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Welches Buch oder welche Geschichte von dir wurde als erstes veröffentlicht?
Die allerallererste Geschichte von mir wurde unter Pseudonym veröffentlicht, als ich 18 war – wenn man einmal von Sachen in der Schülerzeitung absieht. In der Folge habe ich über zweihundert Kurzgeschichten unter diversen Pseudonymen geschrieben, um meine Ausbildung und mein Studium zu finanzieren. Jahre später dann waren die ersten Sachen, die unter meinem echten Namen „veröffentlicht“ wurden, Drehbücher für das deutsche Fernsehen, und im Anschluss daran erschien „THE CHRIST“, den ich in Englisch geschrieben und bei einem Verlag in London veröffentlicht habe. Hier in Deutschland war das erste Buch, das unter meinem echten Namen bei einem Verlag veröffentlicht wurde „Die Lazarus-Formel“.
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Bisher kenne ich nur die beiden Thriller „H2O – Das Sterben beginnt“ und „Die Lazarus-Formel“ von dir, die mich beide beide begeisterten. Ebenso konntest du mich mit „Der Drache hinter dem Spiegel“ überzeugen. Aber du schreibst auch im historischen Bereich. Woher kommt dieses breit gefächerte Interesse?
Ich schreibe Dinge, die ich selbst gerne lesen wollen würde. Und ich lese nun einmal gerne Thriller und Fantasy und Kinderbücher und Krimis und Historien-Romane.
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Wie betreibst du die Recherchen für deine Bücher?
Früher in Bibliotheken, heute vornehmlich im Internet und auch vor Ort.
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Wo schreibst du am liebsten?ip5
Das reine Schreiben im Sinne von Fließtext geschieht in meinem Arbeitszimmer am Computer. Ich kann nicht mit dem Laptop auf dem Schoß auf einem Sessel sitzen oder damit im Bett liegen, auch auf Zugfahrten kann ich einfach nicht konzentriert an einem Fließtext arbeiten.
Das Konzipieren und Strukturieren jedoch mache ich – wann immer sich die Gelegenheit dazu bietet – am allerliebsten im Freien, bevorzugt am Wasser.
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Wie kannst du am besten entspannen?
Das ist schwer zu beantworten. Von meiner Arbeit entspannen geht so gut wie gar nicht, weil man schlecht Urlaub nehmen kann vom eigenen Kopf und den Gedanken, die um ein Projekt oder eine Szenerie kreisen.
Aber ich kann seltsamerweise BEI meiner Arbeit entspannen. In besonders glücklichen Fällen, kann ich beim Schreiben genauso gut abschalten wie beim Lesen von Büchern anderer Autoren. Ich tauche dann in die Welt ein, von der ich erzähle. Das ist – so spannend das zugleich auch sein mag – meistens extrem entspannend.
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Welche (literarischen) Zukunftspläne hast du?
Ich möchte weiterhin in verschiedenen Genres schreiben, um mich zum Beispiel immer einmal wieder mit einem Fantasy- oder einem Kinderbuch von Schrecken und menschlichen Abgründen zu erholen, denen ich bei der Recherche und dem Schreiben meiner Thriller begegne. Ich möchte außerdem – wenn ich endlich einmal Zeit dazu finde – auch wieder historische Romane schreiben. Und nicht zuletzt möchte ich immer wieder neue Geschichten schreiben aus dem Universum meiner „Elbenthal-Saga“, weil mich die Figuren darin und die Mythen dahinter so sehr faszinieren.
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Werden wir dich bei der nächsten Frankfurter bzw. Leipziger oder einer anderen Buchmesse antreffen?
Bestimmt!
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Hast du ein Lebensmotto?
Ja. Eigentlich sind es mehrere, und ich zähle sie jetzt einfach einmal auf, ohne durch die Reihenfolge zu werten, welches mir wichtiger ist als andere.
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Wir finden einen Weg, oder wir machen einen!“ Das stammt vom karthagischen Feldherrn Hanibal, und ich finde, man kann es auf so vieles anwenden..
Wenn Du es träumen kannst, kannst Du es auch machen!“ Das ist von Walt Disney, der es noch ergänzt hatte um „Bedenke, das alles hat mit einer Maus angefangen.“.
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Blamiere dich täglich!“ Das ist so ein Spruch, den ich in meinem früheren Leben als Vertriebs- und Marketingmensch in der IT- und TK-Branche auf einem Verkaufsseminar aufgeschnappt habe. Im Grunde genommen soll er ausdrücken, dass man keine Angst davor haben darf, sich zu blamieren, oder dass einen diese Angst zumindest nicht ausbremsen darf, eine Idee umzusetzen, wenn man sie für umsetzenswert hält..
Behandle andere stets so wie Du gerne behandelt werden möchtest.
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Was wünschst du dir für die Zukunft?
Dass ich auch weiterhin meinen Traumberuf als Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramaturg ausüben kann und darf.
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Was wünschst du mir für die Zukunft ;-)
Außer Gesundheit, Glück, Erfolg und viel Freude im Leben wünsche ich dir natürlich, dass Du uns Buchmenschen und dem Medium Buch auch weiterhin treu und geneigt bleibst und noch viele spannende und unterhaltsame Meinungen in die Welt hinaus trägst. :-D
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Ich danke dir sehr für die Zeit, die du dir für dieses Interview genommen hast!


Viel Erfolg für deine weitere Schriftsteller-Karriere….ich freue mich auf deine nächsten Bücher, vor allem auf „GIFT“ bin ich sehr gespannt!

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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3 Antworten zu *+* Irve fragt…. Ivo Pala *+*

  1. beastybabe schreibt:

    Tolles Interview! :)

  2. Pingback: *+* Wochenshow #10 *+* | Irve liest...

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