*+* Antti Tuomainen: „Todesschlaf“ *+*

Todesschlaf--Thriller-9783548612294_xxlLiebe Lesefreunde,
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wie gut, dass der männliche Hauptcharakter Geduld hat…..denn er muss nicht weniger als 20 Jahre warten, um dem Verbrechen an seiner Mutter auf die Spur zu kommen!

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Im Prolog wird eine Frau entführt und auf außergewöhnliche Weise verletzt.
Kein Hinweis darauf, wer die Frau ist, wer der Täter…oder die Täterin? So wie da agiert wurde, tippte ich von Vornherein auf eine Frau… und musste bis kurz vor Schluss warten, ob ich damit richtig lag oder nicht.
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Die Geschichte selbst beginnt 20 Jahre später. Die damals entführte Frau hatte einen Sohn hinterlassen, Aleksi, der seit 10 Jahren einer Spur hinterjagt. Einer Spur, auf die er unverhofft gestoßen war. An dieser Stelle konnte ich dem Buch nicht ganz folgen. Aus den Informationen, die mir zugänglich gemacht wurden, konnte ich keinen potentiellen Täter ausmachen. Aleksi schon und so kam es, dass er von diesem Punkt des Erkennens an 10 Jahren lang ein Auge auf den reichen Wirtschaftsmagnaten Henri Saarinen geworfen hatte…. er grub alles aus dessen Vergangenheit aus, was er finden konnte, beschattete ihn, wenn sich die Gelegenheit dazu ergab. Als im Hause des Reichen der Posten des Hausmeisters frei wurde, bewarb er sich darum und bekam den Zuschlag.
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Und nun begann das Spiel mit Netz und doppelten Boden.
Was Aleksi in Heni Saarinens Haus erlebte, ließ mich mehr als einmal in der Luft hängen. Die Stimmung war sehr, sehr subtil. Eigentlich war alles, was passierte, ganz harmlos, aber unterschwellig schwang eine ganz spezielle, fast schon mysteriöse Stimmung mit, eine bedrohliche Hintergrundspannung.
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Ich lernte sie alle kennen: Die Köchin des Hauses, die Tochter, ihren Liebhaber, der gleichzeitig der Chauffeur des Vaters war, den Anwalt, ebenfalls einen alten Bekannten Aleksis, einen Polizisten a.D.
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Wem konnte ich trauen, wer machte gute Miene zum bösen Spiel?
War Aleksi hier überhaupt richtig? Hatte wirklich Henri Saarinen oder jemand aus seinem Hausgefolge die Finger im Spiel bei der damaligen Entführung?
Es passierten immer wieder Dinge, die mich Angst um den jungen Mann bekommen ließen. Manches wirkte regelrecht inszeniert, aber so vage, dass es doch auch Zufall hätte sein können.
Also war er wohl doch ganz nah dran, oder? Ich wusste es einfach nicht, las sehr gespannt die Irrungen und Wirrungen, folgte der Geschichte mit all ihren Haken, die sie schlug.

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Das Ende barg dann mehrere Überraschungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte.
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Bis auf
einige „logische“ Flexibilitäten, um es einmal so auszudrücken, hat mir der Krimi gut gefallen. Spannung war definitiv vorhanden, der rote Faden war durch die vielen Wendungen manchmal etwas verschwommen, was mich aber nicht gestört hat. Es war eher eine Motivation, weiterzulesen 🙂 Und der Schluss hatte dann auch noch einiges an Überraschungen zu bieten!
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Infos zum Buch:
„Todesschlaf“ von Antti Tuomainen ist im Oktober 2014 unter der ISBN-Nr 13 978 354 861 2294 bei Ullstein erschienen. Der Krimi umfasst 336 Seiten und ist auch als eBook erhältlich.
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Inhalt:
Vor zwanzig Jahren verschwand Sonja Merivaara spurlos. Seit zwanzig Jahren ist die Polizei ahnungslos. Aber ihr Sohn Aleksi ist besessen vom Schicksal seiner Mutter. Jetzt begibt er sich selbst auf die Suche nach ihr. Eine Spur führt ihn in das Haus eines Millionärs. Doch seine Ermittlungen geraten schnell aus dem Ruder. Denn er verfällt der Tochter des Hausherren sofort. Etwas stimmt nicht mit der schönen Frau. Schon bald begreift Aleksi, dass sie ihn nur benutzt. Und dass sie ihn für eine besonders grausame Aufgabe braucht.

 


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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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3 Antworten zu *+* Antti Tuomainen: „Todesschlaf“ *+*

  1. ClauDia schreibt:

    🙂 „logische Flexibilitäten“???? wie genial ist DAS denn? 🙂 das muss ich mir merken, ist genauso klasse wie „erotische Überinformationen“ 🙂
    Danke Irve ♥ für den neuen Wort-Schatz 🙂
    Schönes WE und liebe Grüße
    ClauDia

    • irveliest schreibt:

      Hihi, danke auch für die Erweiterung meines Wortschatzes….
      „Erotische Überinformation“ ist genauso genial und sehr merkenswert 😀
      Dir auch ein schönes WE!!!

  2. Pingback: *+* Wochenshow #2 *+* | Irve liest...

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