*+* Irve stellt vor… den Chicken House-Verlag (KiJuBuWo) *+*

Liebe Teilnehmer meiner KiJuBuWo,
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Nach dem gestrigen Jecken-Dienstag müssen wir erstmal durchschnaufen…..
Aber nicht zu lange, denn auch an den letzten Tagen meiner KiJuBuWo habe ich interessante Beiträge für euch.
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logo ChH.
Heute ist „Chicken House-Tag“ und ich starte wie gehabt am Morgen mit der Verlagsvorstellung, bevor ihr heute Mittag eure Verlosungs-Chance bekommt und wir uns am Abend wieder bei „Irve fragt… euch“ zu den Fragen des Tages austauschen könnt.
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Nun aber Vorhang auf für den Verlag!
Zur Homepage kommt ihr über http://www.carlsen.de/chicken-house, eine interessante Seite, die zum Stöbern einlädt!
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Aber ich hatte noch ein paar Fragen…..
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ChH4Wie ist der Weg von der ‚Idee‘ bis zum fertigen Buch? Welche Kriterien fällen die Entscheidung für oder gegen ein Buch?
Bei Chicken House (einem Imprint von Carlsen) erscheinen die besten und erfolgversprechendsten Bücher des englischen Verlags „The Chicken House“ sowie deutsche Originalausgaben. Entscheidend für die Aufnahme eines Titels in das Programm ist in erster Linie, ob die Geschichte packend, mitreißend und gut geschrieben ist. Dann muss die Geschichte natürlich auch zu Chicken House und unserer Zielgruppe (10- bis 16-Jährige) passen und für den deutschen Markt geeignet sein (ein Erfolg in England lässt sich nicht 1:1 nach Deutschland übertragen). Steht fest, dass ein Titel bei Chicken House erscheinen soll, wird (bei englischen Manuskripten) ein passender Übersetzer gesucht. Dann wird das Buch lektoriert. Und unsere Grafikerin wird für das Cover gebrieft.

Ist das Manuskript bearbeitet, geht es in die Herstellung und wird schön gesetzt (mit ansprechender Schrift, Kapitelüberschriften, Absätzen) und ein letztes Mal Korrektur gelesen. Anschließend werde die E-Books produziert und die Daten an die Druckerei geschickt, die das Buch druckt und (nach einer Überprüfung durch den Verlag) ausliefert.

ChH8Wie ist Ihr Verlag organisiert? Wie viele Mitarbeiter umfasst Ihr Team?
Neben der Programmleiterin gibt es eine Juniorlektorin und eine Pressereferentin, die sich um die klassische Pressearbeit, aber auch Social Media PR (Facebook, Blogger) kümmert. Die Herstellung, der Vertrieb und das Marketing werden von Mitarbeitern des Carlsen Verlags übernommen. Der engste Zirkel besteht also aus drei Personen, die ausschließlich für Chicken House arbeiten. Einmal im Monat setzen sich alle in der sogenannten „Chicken House-Runde“ zusammen und tauschen sich über Themen wie Marketingstrategien, Vertriebsfragen und Presseaktionen aus.
(Das Foto zeigt von links nach rechts: Meine jederzeit sehr nette Ansprechpartnerin Hilke Schenck, die Programmleiterin Anja Kammerzell sowie die Juniorlektorin Rebecca Wiltsch)
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Werden alle anfallenden Arbeiten zentral in Hamburg erledigt oder hat Ihr Verlag auch Außenstellen für bestimmte Tätigkeiten, z.B. das Drucken, oder wird auch einiges outgesourct?
Die Druckereien sind eigene Unternehmen, die die fertigen Druckdaten aus unserer Herstellung bekommen. Zudem arbeiten wir mit externen Grafikern z.B. bei der Covergestaltung zusammen. Und natürlich auch mit freien Übersetzern und Lektoren.
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Wie verläuft die Autorensuche? Starten Sie Aufrufe oder bekommen Sie auch ungefragt Manuskripte zugeschickt?
Die deutschen Originalausgaben finden ihren Weg oft durch den Schreibwettbewerb „Der Goldene Pick“ in unser Verlagsprogramm. Mit diesem Wettbewerb suchen wir gemeinsam mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung neue Talente, die besonders schreiben und rasant erzählen können. Darüber hinaus bekommen wir aber auch „unverlangt“ Manuskripte zugeschickt.
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ChH7Wie weit im Voraus planen Sie Ihr Programm? Wer legt die Themenschwerpunkte fest?
Die Festlegung des Programms findet ca. ein Jahr vor Erscheinen der Bücher statt. Dann werden auf einer internen Konferenz sechs bis sieben Titel verabschiedet. Dort wird auch über den Spitzentitel diskutiert und welches Buch sich als Leseexemplar für die Buchhändler eignen könnte. Das Lesen der (englischen) Manuskripte und die Gedanken über die richtige Programmzusammensetzung finden natürlich schon vorher und sowieso andauernd statt.
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Gibt es von Ihrem Verlag aus Aktionen nur für Kinder ?
Da bei Chicken House pro Halbjahr nur bis zu zwei Kinderbücher (bis 12 Jahren) erscheinen, haben wir keine wiederkehrende Aktion speziell für Kinder. Wir arbeiten allerdings viel mit Bloggern zusammen und denken uns für sie besondere Aktionen aus.
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Wie sehen Sie die Entwicklung und den Stellenwert des Ebooks? Wird es wirklich in absehbarer Zeit die gedruckten Bücher verdrängen, oder eher nur ‚der kleine Bruder‘ bleiben?
All unsere Titel erscheinen auch als E-Books. Je höher das Lesealter, desto größer ist das Interesse am digitalen Buch. Das sehen wir besonders bei All-Age-Titeln wie „Maze Runner“. Gerade Kinder und Jugendliche schätzen jedoch noch sehr das gedruckte Buch, so dass wir uns um das klassische Hardcover keine Sorgen machen.
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ChH2Wie ist die Entwicklung auf dem Buchmarkt – auf Ihren Verlag bezogen – in der letzten Zeit verlaufen? Vor einiger Zeit hieß es, es würde immer weniger gelesen. Mein subjektiver Eindruck suggeriert mir, dass dieses Tal durchschritten ist.
Generell wird es schon schwerer, einzelne Titel auf dem Markt unterzubringen. Es gibt weniger Buchhandlungen, aber nicht weniger Bücher. Wenn ein Titel nur einmal in jeder 5. Platz findet, hat er es schwer, überhaupt wahrgenommen zu werden. Es wird sicher nicht weniger gelesen, aber eine geringere Bandbreite an Büchern bekommt die echte Aufmerksamkeit der Leser. Bei manchen unserer Bücher sind wir schon enttäuscht, wenn sie so wenige Käufer finden.

Doch dann gibt es immer wieder Überraschungserfolge, mit denen man gar nicht (mehr) gerechnet hat. „Maze Runner. Die Auserwählten im Labyrinth“ ist so ein Beispiel. Der erste Band der Trilogie ist im Frühjahr 2011 bei uns erschienen und blieb immer ein Geheimtipp, obwohl die Trilogie in den USA bereits ein großer Erfolg war. Jetzt kommt der Film in die Kinos und auf einmal steigt die Nachfrage von allen Seiten rasant an.
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ChH5Was mich persönlich sehr interessiert… „ChickenHouse“ ist ja ein ziemlich ungewöhnlicher Name für einen Verlag…Wie kam es zu speziell dieser Benennung?
Der englische Verleger von The Chicken House, Barry Cunningham – der seinerzeit übrigens Harry Potter entdeckte – hat ein altes Holzhühnerhaus in seinem Garten in Sommerset stehen. Als er seinen kleinen Verlag gründete, suchte er nach einem Namen, blickte aus dem Fenster und hatte ihn gefunden. Wir fanden den Namen so passend, dass wir ihn auch für das deutsche Imprint übernommen haben.
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Vielen Dank für diese interessanten Einblicke!
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Zur Gesamtübersicht der KiJuBuWo -Aktionen geht es >>HIER<< entlang.
Schaut gerne mal rein 🙂

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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