*+* Irve fragt… Monika Feth *+*

Liebe Lesefreunde,
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ich freue mich sehr, dass ich auch Monika Feth für meine KiJuBuWo gewinnen konnte.
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Bevor wir gleich mit dem Interview loslegen, möchte ich euch die Autorin kurz vorstellen. Viele von euch werden sie, bzw. einige ihrer Bücher schon kennen. Dennoch habe ich die Autorin gebeten, ein paar Worte über sich selbst zu sagen 😉
(Das Copyright für das Pressefoto liegt bei Isabelle Grubert)
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MF - Monika FethÜber mich
Ich wurde in Hagen in Westfalen geboren, einer Stadt zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Mit neunzehn bin ich nach Bonn gezogen und habe dort Germanistik und Anglistik studiert.

.Bücher waren schon immer meine Leidenschaft, aber ich stamme aus einer Arbeiterfamilie (mein Vater war der erste, der an einem Schreibtisch arbeitete), in der Lesen als Luxus für reiche Leute galt. Deshalb habe ich mir Studienfächer ausgesucht, für die ich den ganzen Tag lesen, lesen und lesen durfte, ohne dass mich jemand fragte, ob ich nichts Vernünftiges zu tun hätte …

Nach dem Studium habe ich mein erstes Buch geschrieben, ohne jemals zuvor auch nur eine einzige Zeile verfasst zu haben. Dass es tatsächlich gedruckt wurde und in einem großen Verlag erschien, kam mir vor wie ein Wunder.

Eine Zeit lang habe ich als Journalistin gearbeitet. Doch die Lust am Bücherschreiben hat mich nicht mehr losgelassen und schließlich habe ich gewagt, mich ganz darauf einzulassen.

Heute lebe ich als freiberufliche Schriftstellerin in einem kleinen Dorf in der Nähe von Köln. Ich schreibe Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, arbeite für den Rundfunk und hin und wieder fürs Fernsehen.
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MonF2
Liebe Frau Feth,
vielen Dank, dass Sie sich zu einem Interview für meinen Blog im Rahmen der KiJuBuWo (Kinder- und Jugendbuch-Wochen) bereit erklärt haben!
Erinnern Sie sich an das erste Buch, das Sie gelesen haben?
An das erste Buch, das Spuren in mir hinterlassen und mich überhaupt zum Lesen gebracht hat: ‚Die schönsten Sagen des klassischen Altertums’.

Haben Sie als Kind gerne gelesen bzw. lesen Sie gerne?
Ich war das, was man eine Leseratte nennt. Meine Mutter musste mich manchmal rauswerfen, damit ich spielen ging. Draußen habe ich mit meinen Freunden dann nachgespielt, was ich gelesen hatte . Heute komme ich leider zu wenig zum Lesen.

MonF4Welches ist Ihr Lieblingsbuch – von Ihnen selbst und von einem anderen Autor/In?
Ich habe zu viele Lieblingsbücher, um sie alle aufzuzählen. Von meinen eigenen Büchern hat jedes seine eigene Geschichte, denn jedes ist ja ein Stück meines Lebens. Da fällt es mir schwer, eines hervorzuheben … Eine Sonderstellung nimmt sicherlich ‚Fee’ ein, das Buch über ein sterbendes Mädchen …

Wann und warum fingen Sie an, zu schreiben?
Am Ende meines Studiums hat sich einer meiner Freunde aus Angst vor einer Prüfung das Leben genommen. Das war der Anlass für mein erstes Buch. Vorher hatte ich nie geschrieben.

Welches Buch oder welche Geschichte von Ihnen wurde als erstes veröffentlicht?
Es war diese Erzählung. Sie erschien 1980 unter dem Titel ‚Examen’ bei Rowohlt und hatte großen Erfolg.

MonF6Bisher kenne ich Sie nur als Autorin der „Jette-Reihe“, weiß aber, dass Sie auch viele weitere Bücher geschrieben haben. Wie kommt es zu dieser Genre-Vielfalt?
Schreiben ist für mich Reisen im Kopf. Und ich habe nie meine Neugier und meine Lust auf Abenteuer verloren. Außerdem experimentiere ich gern, spiele mit Sprache und Formen, probiere Neues aus. Sonst wäre ‚Der Erdbeerpflücker’ beispielsweise nie entstanden.

Wo schreiben Sie am liebsten?
In meinem Zimmer, dem kleinsten in unserem Haus.

Wie können Sie am besten entspannen?
Indem ich laufe. Das ist eine gute Methode, um den Kopf freizukriegen.
MonF5.
Wie betreiben Sie die Recherchen für Ihre Geschichten?
Sehr intensiv. Das Intern
et erleichtert die Recherchen ja ungemein. Daneben lese ich stapelweise Fachliteratur und führe Gespräche mit Fachleuten des jeweiligen Themas.

Kennen Sie „Schreibblockaden“? Falls ja: Wie lässt sich dieses Problem lösen?
Keine wirklichen. Wenn es mal nicht so gut läuft, fahre ich den Computer runter und beschäftige mich mit anderen Dingen. Mein Unterbewusstsein arbeitet dann zuverlässig weiter und löst das ‚Problem’ für mich. Das ist eine feine Sache und funktioniert jedes Mal.

MonF1Welche literarischen Zukunftspläne haben Sie?
Mal wieder etwas ganz Neues auszuprobieren.

Welches sind für Sie die größten Probleme und Schwierigkeiten als Autorin?
Irgendjemand hat mal gesagt, ich sei in einer Glückshaut geboren worden. So scheint es tatsächlich zu sein. Größere Probleme oder Schwierigkeiten habe ich eigentlich nie gehabt.

Werden wir Sie bei der nächsten Frankfurter bzw. Leipziger oder einer anderen Buchmesse antreffen?
Wahrscheinlich demnächst wieder in Leipzig.
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Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Dass die Lage in den Krisengebieten der Welt sich entspannt.

MonF3Ich danke Ihnen sehr für die Zeit, die Sie sich für dieses Interview im Rahmen der KiJuBuWo (Kinder- und Jugendbuch-Wochen) bei Irve liest genommen haben! Viel Erfolg für Ihre weitere Schriftsteller-Karriere….

Vielen Dank! Hat mir Spaß gemacht..
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Zur Gesamtübersicht der KiJuBuWo -Aktionen geht es >>HIER<< entlang.
Schaut gerne mal rein 🙂

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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4 Antworten zu *+* Irve fragt… Monika Feth *+*

  1. Pingback: *+* Verlosung (Monika Feth-Tag) *+* | Irve liest...

  2. Anke schreibt:

    Ich kenne die Autorin nicht. Doch bei dem Hinweis, dass sie eine Leseratte war, die von der Mutter zum Spielen aus dem Haus „geworfen“ wurde, hat mich dies an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. Ich war nämlich auch eine lesende Stubenhockerin.

    Fröhliche Grüße

    Anke

  3. Pingback: *+* Irve fragt… euch (Monika Feth-Tag) *+* | Irve liest...

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