*+* Irve fragt… Roswitha Pörings (KiJuBuWo) *+*

Liebe Roswitha,

vielen Dank, dass du dich im Rahmen der KiJuBuWo zu einem Interview für meinen Blog bereit erklärt hast!

Bevor ich dich mit meinen Fragen bombardiere wäre es nett, wenn du dich mit ein paar Sätzen selbst vorstellen könntest!

Rosi10Hallo,

ich freue mich total, dass ich bei deinem Projekt mitmachen darf, vielen Dank!

Also, Selbstvorstellungen finde ich immer ganz schwierig, aber ich gebe mir Mühe. Mein Name ist Roswitha Pörings, ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und Mutter von zwei Söhnen. Geboren bin ich in Nürnberg und lebe immer noch in Franken. Neben Jugendbüchern schreibe ich auch Kindergeschichten und Funny Fantasy.

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Und nun zu meinen Fragen:
1. Erinnerst du dich an das erste Buch, das du gelesen hast?
Leider nicht mehr. Ich erinnere mich, dass es ein dünnes Büchlein war. Es handelte von vier Freunden, die gejagt wurden und war ganz schön spannend.
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Rosi82. Hast du als Kind gerne gelesen bzw. liest du gerne?

Als Kind fand ich das Lesen ganz schrecklich. Wenn jemand in der Klasse vorlesen sollte, dann hab ich mich ganz klein gemacht und gehofft, dass man mich nicht aufruft.

Der große Umschwung kam so nach und nach. Erst das erfinden eigener Welten und dann, gleich danach, das Interesse für andere Bücher. Heute bin ich eine Vielleserin.
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3. Welches ist dein Lieblingsbuch – von dir und von einem anderen Autor/In?

Bei meinen eigenen Büchern bin ich sehr perfektionistisch und schaffe es nur sehr selten meinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Da gibt es höchstens Textstellen, die mir richtig gut gefallen, so gut, dass ich ganz verliebt in diese Zeilen bin.

Ansonsten liebe ich „Der seltene Vogel“ von Jostein Gaarder und „Der törichte Engel“ von Christopher Moore. Gerade von Letzterem bin ich richtiger Fan und habe alle seine Bücher.
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Rosi64. Wann und warum fingst du an, selbst zu schreiben?

Viel Fantasie hatte ich immer und schrieb als 13-Jährige vor allem Gedichte. Mit den Kurzgeschichten fing ich an, als ich ein Praktikum in einem Krankenhaus machte und dort so schlimme Schicksale erlebte, die mir viel zu nah gingen. Um endlich abschalten zu können, gönnte ich den Patienten in meinen Geschichten dann ein gnädigeres Ende.

Tja, und irgendwann hatte ich es satt immer nur von Tod und Trauer zu schreiben und widmete mich anderen Themen. Weil ich sehr gerne Jugendbücher lese, zieht mich das Genre natürlich besonders an.
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5. „Schicksalsfenster“ ist ein Jugendroman mit einem Hauch Fantasy. Was meinst du, spricht es eher die männlichen oder weiblichen jungen Leser an?

Wünschen würde ich mir natürlich, dass auch Jungs zu meinem Buch greifen, aber da die Liebe ja schon ein ordentlicher Teil von dem Büchlein ist, will ich mir da mal lieber keine Illusionen machen.
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Close-up of eye and face in black and white. Shallow DOF.6. Wo schreibst du am liebsten, was inspiriert dich?

Bei Schreiben an Schicksalsfenster waren meine Jungs noch recht klein und zu Hause kam ich kaum zum Denken. Mein Mann hat dann sonntags für ein paar Stunden die Kinderchen gehütet und ich verkrümelte mich ins Café, trank meinen Milchkaffee aus Tassen, die so groß waren wie Müslischalen und schrieb.
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Bei diesem Roman inspirierte mich ein Traum, nämlich die Szene mit dem Hasen. Ein Charakter wie Thomas schwirrte mir schon lange vorher im Kopf herum und so langsam wuchs die Geschichte heran. Ich liebe die Phase, wenn sich langsam der Vorhang hebt und sich die Geschichte entfaltet.
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7. Wie kannst du am besten entspannen?
Darauf könnte ich so viele Antworten geben. Ich glaube, alles kann entspannend sein, wenn man es bewusst tut. Ein Spaziergang am See entlang, ein Kitzelmarathon mit meinen Jungs, durchblubbern-lassen in der Therme und natürlich Lesen.
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Rosi58. Wie betreibst du die Recherchen für deine Geschichten?

Um wildfremde Menschen anzusprechen bin ich einfach viel zu schüchtern, also recherchiere ich im Internet, auch wenn das manchmal Stunden frisst. Oder ich quetsche Bekannte und Freunde aus.
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9. Welche literarischen Zukunftspläne hast du?
Ich feile an der Dankesrede für den Literaturnobelpreis und wünsche mir meine Figuren als Barbie und Ken, oder meinen Roman als Brettspiel. So mit Würfel und Karten und Knete, ich wüsste zwar nicht, wie das umgesetzt werden sollte, aber ich mache ja auch keine Brettspiele
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Realistisch betrachtet, will ich auch die folgenden Bücher als Selfpublisher veröffentlichen. Ich wünsche mir, dass irgendwann einmal ein Gewinn übrig bleibt und natürlich, das wichtigste, dass ich gelesen werde und das man mag, was ich schreibe. Das wäre mir sowieso das wichtigste.
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Rosi310. Welches sind für dich die größten Probleme und Schwierigkeiten als Autor?

Mein größtes Problem sind Selbstzweifel, ich hab da einen ganz fiesen, gemeinen Teufelskritiker auf meiner Schulter und der findet echt alles was ich schreibe ganz schrecklich. Selbst wenn ich hier deine Fragen beantworte.
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Wenn man sich als Autor wünscht veröffentlicht zu werden, dann hat man allerhand Steine im Weg. Die Geschichte muss ja nicht nur richtig gut sein, sie muss auch zum Markt passen, im Verlag den richtigen Lektor finden, der sich dafür so sehr begeistert, dass er auch andere begeistern kann. Und dann muss im Verlagsprogramm auch noch ein Platz frei sein und die Geschichte muss thematisch auch noch zu diesem freien Platz passen. Und dann hat man es als Neuautor auch noch irre schwer, da Verlagen hier kaum die finanziellen Mittel haben, um für sie aufwändige Werbemaßnahmen zu starten..

Dem Ganzen wollte ich entfliehen, indem ich mich zum Selbstpublizieren entschied. Dafür hat man hierbei allerhand anderer Probleme. Aber ich genieße meine Selbstständigkeit und wollte sie nicht missen.
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11. Werden wir dich bei der nächsten Frankfurter bzw. Leipziger oder einer anderen Buchmesse antreffen?

Dieses Jahr bin ich wieder in Frankfurt und werde nächstes Jahr auf jeden Fall bei der Leipziger Buchmesse sein und vermutlich auch wieder in Frankfurt. Ich freue mich darauf, mit Lesern, Bloggern und Buchinteressierten zu plaudern.
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Rosi712. Hast du ein Lebensmotto?

Man kann alles schaffen, wenn man will.
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13. Was ist für dich der Sinn des Lebens, sofern es ihn überhaupt gibt?

Fehler machen und daraus lernen. Entdecken und erleben und Grenzen erkennen und überschreiten und hinfallen und aufstehen und lachen. Ich finde, wir lachen doch alle viel zu selten.
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14. Was wünschst du dir für die Zukunft?

Ganz viele Gründe zum Lachen. Gesundheit für meine Liebsten und mich. Auch weiterhin die Möglichkeit so viel Zeit fürs Schreiben zu haben. Und irgendwann ein ganzes Regalfach voll mit meinen Büchern.
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15. Was wünschst du mir für die Zukunft 😉

Natürlich auch Gesundheit für dich und deine Liebsten und Zufriedenheit. Auch weiterhin so viele tolle Ideen mit deinem Blog und dass dir die Freude damit nie vergeht. Und auch dir wünsche ich ein ganzes Regalbrett voll mit meinen Büchern

Rosi9
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Ich danke dir sehr für die Zeit, die du dir für mich und hoffentlich viele Leser genommen hast!.

Viel Erfolg für deine weitere Schriftsteller-Karriere….:-D
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Zur Übersicht aller KiJuBuWo- Aktionen geht es >>HIER<< entlang.


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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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3 Antworten zu *+* Irve fragt… Roswitha Pörings (KiJuBuWo) *+*

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  3. Verena Julia schreibt:

    Interessantes Interview – wieder jemand neues entdeckt. Das gefällt mir ganz besonders an diesen tollen Aktionstagen…es sind neue Gesichter dabei und man liest nicht immer das, was man schon auf zig Blogs zuvor gelesen hat. Danke dafür, liebe Heike.

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