*+* Vanessa Walder: „Das wilde Määäh“ *+*

das wilde määäh*+* Die Geschichte wurde bei uns mit Stofftieren nachgespielt *+*
:-D :-D :-D :-D :-D

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Inhalt:
Ham ist ein Wolf. Das ist ja wohl klar.
Er hat spitze Eckzähne … auf dem Kopf.
Er jagt gerne … saftige Blätter.
Er heult den Mond an … und es klingt wie Määäh.
Na gut, vielleicht ist Ham auch nur ein Wolf im Schafspelz.
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Aber wie ist er im Wald gelandet?
Und wo kommt er wirklich her?
Zusammen mit seinen Freunden begibt er sich auf eine abenteuerliche Suche …
(Quelle: Loewe-Verlag)
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Das Cover:
Es ist richtig schnuckelig gestaltet. Ham steht auf einem Felsen und heult den Mond an. Um ihn herum sind einige der Tiere gruppiert, die in der Geschichte mitwirken. Dem Layout des Covers sieht man bereits an, wie liebevoll an das Buch herangegangen wurde.
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Meine/ Sohnemanns Meinung:
Ham ist toll, aber nicht nur er. Es spielen so viele Tiere in dieser Geschichte mit. Tiere, die an sich schon sehr verschieden sind, aber auch die verschiedenen Charaktere, die es gibt, verkörpern.
Da ist zum Beispiel Rhea, frischgebackene Wolfsmutter, die Ham einfach so annimmt. Er ist definitiv kein Wolf, aber das ist ihr egal. Sie übernimmt die Verantwortung und kümmert sich einfach, schenkt ihm genauso ihre ganze Liebe wie ihrem eigenen Nachwuchs. Sie hat drei Wolfsjunge, die sie ganz nach Wolfsart erzieht, bei Ham wird – ganz selbstverständlich – modifiziert. Er ist anders, aber Rhea lehrt ihre eigenen Kinder, ihren Bruder dennoch nicht auszuschließen, ihn anzunehmen wie er ist und ihn als Bruder zu sehen. Diese Wolfsmutter zeigt mehr Größe als mancher Mensch und war eine meiner Lieblingsfiguren.
Ich möchte jetzt nicht jeden einzelnen Charakter dieses Buches durchgehen, denn zu viel sollten spätere Leser vorab nicht erfahren, sonst könnte es uninteressant werden.
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Ham spürt irgendwann, dass er ein „Adoptivtier“ ist und möchte zu gerne seine wahre Mama kennenlernen. Jedoch muss er dazu erst wissen, welches Tier er überhaupt ist.
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Auf der Reise zu seinem Herkunftsort lernt er so manchen Gesellen kennen und erlebt Abenteuer, aber auch die eine oder andere Überraschung.
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Was mich sehr gefreut hast ist, dass die Autorin den erwachsenen Leser ein Stück weit vom Schubladendenken wegzieht und vielleicht sogar bewirkt, dass die Kinder diesem ungerechten Schema nicht verfallen.
Wie im wahren Leben so bildete ich mir auch beim Lesen von jeder Figur unbewusst einen ersten Eindruck, so auch hier. Dabei sind einige Tiere eher schlecht weggekommen. Jedoch musste ich meine vorschnelle Meinung revidieren. Der erste Gedanke mag zwar meist richtig sein, aber sicher nicht immer.
In jedem steckt etwas Gutes, ist es nicht so? Das hat Vanessa Walder auf sehr sympathische Art und Weise an Kind (und elterlichen Mitleser) gebracht. Einfach toll.
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Aber nicht nur Moral, Charaktere und Geschichte stimmten uns froh. Ich war ziemlich überrascht, dass bei diesem Buch an einigen Stellen Spannung im kindgerechten Maß aufflammte, was uns zusätzlich zum Lesen animierte. Dennoch sind wir nicht durch die Geschichte galoppiert, dafür war uns das Buch viel zu schade. Wir haben es genossen, die Geschichte Seite für Seite zu lesen, des Abends zusammen gekuschelt auf der Couch und ließen uns richtig in Hams Geschichte fallen.
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Der Aufbau von „Das wilde Määäh“ gefiel Sohnemann und mir gleichermaßen sehr gut, ebenso die Umsetzung in Wort und Bild.
Es war übrigens das erste Buch, dessen Geschichte mein Sohn mit seinen Stofftieren nachgespielt hat. Wir freuen uns sehr auf den nächsten Teil!
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Mein/ Unser Fazit:
Tolle Moral verpackt in einer wunderschönen Geschichte. Das macht 5 Sterne von Mutter und Sohn :-D
Ich möchte es jedem ans Herz legen, der Kinderbücher mit „Mehrwert“ liebt.
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Infos zum Buch:
„Das wilde Määäh“ von Vanessa Walder ist unter der ISBN-Nr. 978-3-7855-7969-5 im Loewe-Verlag erschienen. Es umfasst 192 Seiten und ist auch als Audiobook erschienen.
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Infos zur Autorin:
Vanessa Walder wurde 1978 in Heidelberg geboren und wuchs in Wien auf. Sie war neunzehn, als erste Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht wurden. Nach einigen Semestern hängte sie ihr Jurastudium an den Nagel, wurde erst mal Journalistin und machte sich 2001 als Schriftstellerin selbstständig. Seitdem veröffentlichte sie – vor allem im Loewe Verlag – zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, die bereits in neunzehn Sprachen übersetzt wurden. Wenn Vanessa Walder nicht unterwegs auf Lesereise ist, lebt und arbeitet sie in Berlin.

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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