*+* Marc Elsberg: „ZERO – Sie wissen, was du tust“ *+*

ZERO---Sie-wissen--was-du-tust-9783764504922_xl*+* „Wir möchten Google zu deiner dritten Gehirnhälfte machen“ *+*
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Beschreibung:

Wer sich im Netz bewegt, für den gibt es kein Entkommen

Sie wissen, WER wir sind, WO wir sind – und WAS wir als Nächstes tun werden!
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London. Bei einer Verfolgungsjagd wird ein Junge erschossen. Sein Tod führt die Journalistin Cynthia Bonsant zu der gefeierten Internetplattform Freemee. Diese sammelt und analysiert Daten – und verspricht dadurch ihren Millionen Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg. Nur einer warnt vor Freemee und vor der Macht, die der Online-Newcomer einigen wenigen verleihen könnte: ZERO, der meistgesuchte Online-Aktivist der Welt. Als Cynthia anfängt, genauer zu recherchieren, wird sie selbst zur Gejagten. Doch in einer Welt voller Kameras, Datenbrillen und Smartphones gibt es kein Entkommen …
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Hochaktuell und bedrohlich: Der gläserne Mensch unter Kontrolle (Quelle: Randomhouse)
Eine Leseprobe erhalten Sie hier:
LESEPROBE
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Das Cover:
Der Hintergrund ist schwarz, darauf wechseln sich kleine, graue Einsen und Nullen ab, was ich für den Inhalt dieses Buches sehr gut gewählt empfinde. In türkis-gläsernen großen Lettern steht der Titel geschrieben. Dieses Styling nimmt ebenfalls Bezug zum Thema des Thrillers.
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Meine Meinung:
Datenschutz, gläserner Kunde….diese Themen dürften niemandem neu sein. Und was man kennt, kann doch nicht gefährlich sein, oder?

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Marc Elsberg hat dazu einen interessanten Thriller geschrieben. Das heißt, das Buch wurde als Thriller eingeordnet, ich selbst würde es eher als Sci-Fi-Roman bezeichnen.
Das Buch hat zwar einige spannende Stellen, aber mir stockte nie der Atem, ich zitterte nie um die Charaktere. Dafür standen sie mir nicht nahe genug.
Im Buch sind viele Protagonisten mit von der Partie und sie wurden mir stellenweise viel zu schnell eingeführt. Einzig die Journalistin Cyn und ihre Tochter Vi besaßen eine gewisse Tiefe. Die anderen Charaktere waren eher flach gezeichnet, weshalb ich oft Zuordnungsprobleme hatte und sie oft verwechselte. Zum Schluss der Lektüre stellte ich fest, dass am Ende neben einem Glossar auch eine Personenübersicht verzeichnet war. Zu Beginn des Romans wäre mir damit mehr gedient gewesen 😉
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Sehr interessant fand ich die Mischung, die der Autor aus bereits vorhandenen technischen Möglichkeiten und diesbezüglicher Zukunftsmusik kreierte. Wie „gefährlich“ Facebook, Kreditkartennutzung, Payback etc sein können, ist ja bekannt. Ebenso, wie egal vielen Menschen es zu sein scheint, dass sie immer gläserner werden. Ist man hier entsprechend abgestumpft, halte ich es gar nicht so abwegig, dass die hier vorgestellten weiteren Technik-Hilfen gut angenommen werden.
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„Wir möchten Google zu deiner dritten Gehirnhälfte machen“, so lautet eine Aussage im Buch.
Nun könnte einem vielleicht etwas mulmig werden….aber ich denke, so lange wir unsere beiden Gehirnhälften nutzen und den technischen Fortschritt vernünftig reflektieren und einschätzen, brauchen wir keine dritte Gehirnhälfte und können der Zukunft recht gelassen entgegen blicken! Und genauso gelassen war ich bei diesem Buch. Ich verfiel nicht in Panik, spürte keine Paranoia, war einfach nur gespannt, was sich Marc Elsberg hat einfallen lassen, um diese Zukunftsmusik über die Bühne zu bringen.
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So wird hier beispielsweise eine Datenbrille vorgestellt, die per Gesichts-Scan die anvisierten Personen erkennt und ganz automatisch alles Wissenswerte dieses Menschen in dein Gesichtsfeld einblendet. Toll, so einfach so viel über die Mitmenschen erfahren zu können! Aber halt….auch du selbst wirst dann genauso transparent sein.
Am Beispiel der eigentlich sehr skeptischen Cyn wird schnell klar, dass die Möglichkeiten dieser Datenbrille einfach zu verlockend sind, um lange widerstehen zu können.
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Ein weiteres Beispiel sind die ActApps….ich sage nur so viel: Sie helfen dir, dein Leben zu verbessern. Die Wirkung ist überwältigend! Du musst zwar einfach alles von dir preisgeben, aber es gibt ja schließlich nichts umsonst, oder?
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Auch wenn speziell diese Apps Zukunftsmusik und meiner Meinung nach in diesem Maße niemals realisierbar sind, ist das gezeichnete Szenario schon beachtlich.
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Es wird immer den Fortschritt geben und das ist gut so! Jedoch darf man nicht vergessen, dass man nicht unbedacht Informationen über sich selbst freigibt.
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Und da kommt ZERO ins Spiel.
Mittels verschiedener Hightech-Videos macht eine Gruppe von Aktivisten genau darauf aufmerksam. Natürlich ist dies bei den Datensammel-Unternehmen nicht erwünscht. Die Jagd auf Zero beginnt.
Aber auch an anderer Stelle wird man auf ZERO aufmerksam, denn diese Gruppe hat es geschafft, sämtliche Sicherheitslücken des amerikanischen Präsidenten aufzuspüren und hindurch zu schlüpfen….
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Um die Sache noch mehr auf die Spitze zu treiben, wird rund um das Datensammel-Unternehmen Freemee ein etwas beklemmendes Netz gebaut. Natürlich ist dies alles rein fiktiv und hypothetisch, aber die Konkurrenz ist groß, auch unter den Datenkraken.
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Das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Es bleibt einiges unklar, was ich etwas schade fand.
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Mein Fazit:
Der Thriller ließ mich an „1984“ und „Schöne neue Welt“ denken, kommt an diese beiden Bücher aber nicht ganz heran. Ich vergebe 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde.
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Infos zum Buch:
„ZERO“ von Marc Elsberg ist am 26.Mai 2014 unter der ISBN-Nr. 978-3-7645-0492-2 im Blanvalet-Verlag (Verlagsgruppe Randomhouse) erschienen.Es umfasst 480 Seiten und ist auch als Ebook erhältlich.
Über „Blogg dein Buch“ bekam ich ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke!
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Infos zum Autor:
Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« sowie Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Wien. (Quelle: Randomhouse)

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Marc Elsberg: „ZERO – Sie wissen, was du tust“ *+*

  1. Anita Schröder schreibt:

    Huhu Irve wie immer eine tolle Rezension. Bin da 100% bei dir empfand genauso. Ich hatte danach „die Janusprotokolle“war um Längen besser geschrieben rasant und spannend. Hatten fast das gleiche Thema aber ganz anders verarbeitet. Den würde ich dir mal empfehlen. Gibt es leider nur als Ebook. Aber lohnt sich echt. Ausserdem würde mich dazu deine Meinung bzw Rezi interessieren. LG Sabi

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