*+* Marlies Ferber: „Null-Null-Siebzig: Mord in Hangzhou“ *+*

Null-Null-Siebzig--Mord-in-Hangzhou-9783423215220_m*+* Die Höflichkeiten des Schattenboxens *+*

😀 😀 😀 😀 😀

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Beschreibung:
Ex-Agent im Ruhestand James Gerald wird von seinem früheren Arbeitgeber, dem britischen Secret Intelligence Service (SIS), noch einmal um Hilfe gebeten: Er soll undercover ermitteln, wer den chinesischen Teehandel sabotiert und für unzählige Giftopfer verantwortlich ist. Seiner Freundin Sheila erzählt er natürlich nichts davon, sondern nur von der Einladung eines chinesischen Freundes, dessen Tochter heiratet. Aber schnell wird James Gerald klar, dass er sich im fernen China mit seinen Ermittlungen nicht nur auf sensiblem politischen Terrain bewegt, sondern auch einem hochgefährlichen und intelligenten Einzeltäter den Kampf ansagen muss. Fast einen Herzstillstand kriegt er allerdings, als plötzlich eine strahlende Sheila aus dem Taxi vor seinem Hotel in Hangzhou steigt … (Quelle: dtv)
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Das Cover:
Es ist ansprechend und individuell, zudem im passend zum Stil der „Null-Null-Siebzig“-Reihe gestaltet. Das Thema China lässt sich ersehen, ebenso die etwas älteren Ermittler und auch der ‚Persiflage‘-Charakter, der aber durch das seriöse Styling abgemildert wird. Die Farbgebung des Hintergrundes hatte mich sofort an Tee denken lassen, wodurch der Bogen zu China perfekt geschlagen wird.

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Meine Meinung:
In diesem dritten Teil der „Null-Null-Siebzig“-Rehe verschlägt es James Gerald nach China. Dort schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe. Er ist von seinem alten Freund Ma Jian eingeladen worden, um der Hochzeit seines Sohnes beizuwohnen. Dies ist für Sheila, James´ Freundin, die offizielle Erklärung, warum er nach China reist. Was sie nicht weiß, wohl aber ahnt ist: James, eigentlich längst pensioniert, hat sich mal wieder vor den Karren spannen lassen. Er wird als Senior-Experte mit dem ganz speziellen Fachgebiet der Yamswurzel in die Universität von Hangzhou eingeschleust, um dort einige Sabotage-Akte mit Todesfolge aufzuklären.

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Frau Ferber führt den Leser klug in diesen Kriminalroman ein. Man erfährt von James´ aktuellem Fall, lernt sehr viel über China, seine Kultur, Traditionen, Verhaltenskodices, und vieles mehr. Ebenso wird man bezüglich James´ Verhältnis zu seiner Partnerin Sheila auf den aktuellen Stand gebracht. Hier fand ich als „alter Hase“ die Einschübe dieses Paares betreffend ein wenig zu ausführlich, für Neueinsteiger in diese Krimi-Reihe ist es aber sicher sehr interessant, mehr über das Verhältnis der beiden zueinander zu erfahren..
Mir hat wie immer das liebevolle Geplänkel der zwei alten Turteltäubchen gut gefallen. Die Schilderungen des Landes waren für mich, die ich nicht besonders viel über China weiß, sehr interessant und ansprechend geschildert.

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Obwohl Land und Leuten recht viel Raum eingeräumt wurde, kam der Krimi keineswegs zu kurz. Die bereits vorgefallenen Sabotage-Akte wurden gut und einleuchtend erläutert und von James bearbeitet. Aber auch die späteren Vorfälle, die sich ereigneten, als James bereits in China weilte, werden ausreichend vorgestellt. Der Lösungsweg, den James ging, war stellenweise nicht vorhersehbar. Es war spannend….und manchmal sehr schmunzelig. Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber wie es beispielsweise der Senior mit den jungen chinesischen Agenten aufnehmen konnte, entlockte mir das eine oder andere Grinsen. Auch die Pointe zum Schluss war genial…

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Was mir mal wieder besonders gut gefallen hat, war, dass man bei den „Null-Null-Siebzig“-Krimis wunderbar selbst mit rätseln kann. Ich bin zwar wieder sämtlichen Holzwegen gefolgt, aber das macht nichts. Ich muss nicht richtig liegen, solange die Fälle zum Schluss ordentlich aufgeklärt werden. Und das wurden sie, lückenlos, logisch und sauber.

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Mir hat dieser Kriminalroman aus der Feder von Marlies Ferber wieder richtig Spaß gemacht und ich hoffe auf weitere Fälle für James und Sheila!
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Mein Fazit:
Ein weiterer überzeugender „Null-Null-Siebzig“-Fall, für den ich 4,5 Sterne vergebe, die ich aufrunde.
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Infos zum Buch:
Originalausgabe
320 Seiten
ISBN 978-3-423-21522-0
Juni 2014
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Infos zur Autorin:
Marlies Ferber, Jahrgang 1966, studierte Sinologie, arbeitete als Buchredakteurin und ist bekennender Englandfan. Die Autorin und Übersetzerin lebt mit ihrer Familie im Ruhrgebiet. (Quelle: dtv)

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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