*+* Leo Pinkerton: „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ *+*

Luftpost-zwischen-Tag-und-Nacht-9783943596489_xl*+* Die Unruh lässt oft das Glück nicht zu *+*
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Beschreibung:
Lili Robinson, 35 Jahre alt, finanziell unabhängig durch eine kleine Erbschaft ihres Großvaters, mietet ein möbliertes Haus in einer Kleinstadt, um dort Geschichten zu schreiben und diese zu illustrieren. Der Besitzer des Hauses befindet sich für ein Jahr in Amerika. Nachdem sie sich häuslich eingerichtet hat, beginnt sie mit ihrer Arbeit. Schon nach kurzer Zeit stellt sie fest, dass sie nicht allein im Haus ist. Jemand Fremdes hat mit einem roten Stift auf ihr Papier geschrieben. Lili durchsucht das Haus, findet aber niemanden und glaubt an die Anwesenheit eines Geistes. Professor Rufus Wittgenstein jun., der in seinem Haus an einem Fachbuch für Chemie arbeitet, wird mit der Situation konfrontiert, dass eine junge Frau sein Haus bezieht, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Die Frau erscheint ihm wie ein Hologramm, mit dem es jedoch für ihn keine haptische oder akustische Möglichkeit der Kommunikation gibt. Offensichtlich nimmt sie ihn überhaupt nicht wahr. Er kann sogar durch sie hindurch laufen. Lediglich ein blauer Briefblock, den sie zum Schreiben benutzt, erscheint real in Rufus’ Welt. Er nutzt die Gelegenheit, sich ihr darauf mitzuteilen. Nach einer anfänglichen Phase der Verwirrung, in der beide darauf bestehen, das alleinige Recht zum Bewohnen des Hauses zu haben, beginnen Lili und Rufus einen schriftlichen Dialog in blauer und roter Schrift auf besagtem Luftpostpapier. Gemeinsam versuchen sie herauszufinden, wie es zu ihrem unerklärlichen Phänomen kommen konnte. (Quelle: Verlagshaus el Gato)

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Das Cover:
Es lädt mich ein bisschen zum Träumen ein mit der Schaukel und dem blauen Himmel….Diese Schaukel ist ein entscheidendes Element des Romans, denn durch sie kommt der Briefwechsel erst in Gang.
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Meine Meinung:
„Luftpost zwischen Tag und Nacht“ ist mal was ganz anderes. Lili und Rufus können sich nicht sehen, nicht spüren, weil……. nein, keine Angst, das gebe ich nicht preis Ich verrate nur, dass alles einen Grund hat. Diesen Grund erfährt der Leser, allerdings hätte mir da eine etwas detaillierte Erklärung besser gefallen.
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Ansonsten wird alles sehr ausführlich beschrieben. Wie es dazu kommt, dass die Beiden miteinander kommunizieren, was sie sich schreiben. Der Leser bekommt tiefe Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der beiden Protagonisten und erlebt Stück für Stück die Entwicklung sowohl des Paares Lili und Rufiús als auch die gegenseitige Wirkung der beiden aufeinander. Am Schluss des Buches ist weder Lili noch Rufus die- bzw. derselbe wie zu Beginn des Buches.
Die Erklärung für die zunächst sehr kleine Schnittfläche zwischen Lili und dem Professor, den Luftpost-Block, passt vom Umfang her wie bereits angemerkt nicht ganz zum weitreichenden Stil des restlichen Buches.

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Der Schriftverkehr ist sehr aufschlussreich, die gegenseitige Einflussnahme, die ja nur schriftlich erfolgt, sehr interessant zu verfolgen. Das Ende kommt ein bisschen schnell und die „Auflösung“ fand ich sehr überraschend, aber gut nachvollziehbar.

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Schade fand ich, dass Rufus bis kurz vor dem Ende des Buches sehr unsympathisch rüberkam. Obwohl er Lili zunächst nicht leiden konnte, hatte er in manchen Situationen sexuelle Phantasien wegen bzw. mit ihr und ohne große Übergangsphase war er plötzlich Hals über Kopf in die Frau verliebt. Vielleicht hatte er auch einfach nur zu wenig Lebens- oder Liebeserfahrung, aber etwas merkwürdig fand ich ihn schon.

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Unterm Strich hat mir dieser Roman gut gefallen. Vor allem war ich erleichtert, dass die Ursache des Phänomens schlüssig an den Leser gebracht wurde und diese schöne Geschichte dadurch abgerundet wurde.

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Mein Fazit:
Netter Roman mit kleinen Abstrichen, weshalb ich 4 von 5 Sternen vergebe.
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Infos zum Buch:
„Luftpost zwischen Tag und Nacht“ von Leo Pinkerton ist unter der ISBN-Nr. 9783943596489 im Verlagshaus el Gato erschienen. Es umfasst 162 Seiten und mit dem Kauf des Printexemplares erhalten Sie zusätzlich einen Gutschein-Code für das eBook dieses Buches.

 

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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2 Antworten zu *+* Leo Pinkerton: „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ *+*

  1. Pingback: *+* Meine booky Pläne…Mai-Bilanz *+* | Irve liest...

  2. Andalucia schreibt:

    Leo pinkerton’s „Luftpost zwischen Tag und Nacht“ ist nicht nur einfach ein spannender Roman, sondern es lädt ein zum nachdenken, zur Selbstreflexion, zu philosophischer Betrachtung was heißt real und was fiktiv, wo sind die Grenzen und ist das eine nicht manchmal mit dem anderen verwoben, sodass es eine Verbindung doch gibt ?

    Leo’s Buch lehrt, dass nicht alles ist wie es scheint in der Welt und dass es wert ist, sich auch auf (zunaechst) scheinbar unerklärliches/irrationales einzulassen.
    Einfach eine ganz wunderbarer vielschichtige Lektuere.
    Ich bin gespannt auf weitere Werke aus ihrer Feder

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