*+* Vom roten und vom weißen Mond *+*

Rubor-Seleno--Erster-selenorischer-Roman--B008UAPOZI_xlAngela Planert: „Rubor Seleno“                                   :-D :-D

Inhaltsangabe: Gerrit wächst als Findelkind im Kloster der Selenoriten heran. Bereits dort zeichnet er sich durch besondere Begabungen aus. Seine Ausbildung auf der Burg des geheimnisvollen Vamun ruft fatale Veränderungen in ihm hervor. Er selbst fühlt sich zum Meer sowie zu einer rätselhaften Burgruine hingezogen und forscht insgeheim nach seinen Wurzeln. Eines Tages wird Gerrit von schwarzgekleideten Gestalten gefangen genommen und auf ein Schiff verschleppt. Unter dem Einfluss zweier gegensätzlicher Mondkräfte erzählt dieser spannende Fantasy-Roman eine mittelalterlich anmutende Geschichte. Er verknüpft sie mit alten Sagen und Legenden über den Mond und seine Energien. Vollständig überarbeitete Neuausgabe (Quelle: Lovelybooks).

Das Cover meines eBooks:
Es ist dunkel, der rote Mond spiegelt sich im Meer. In verschnörkelter Schrift liest man den Titel des Buches sowie der Autorin. Bedeutet dies, dass in diesem ersten Teil der selenorischen Serie die Anhänger des roten Mondes als Sieger hervorgehen?

Meine Zusammenfassung:
Gerrit wird aus zunächst unbekannten Gründen in einem Kloster abgegeben – mit der Aussicht, ihn zurückzuholen, sobald dies möglich ist. Jedoch wird der Junge nach einigen Jahren zusammen mit einigen anderen Klosterkindern zu Vamun weggegeben, der Gerrit und seine Kollegen in verschiedenen Künsten unterrichtet und auch mit den Mächten des roten Mondes vertraut macht. Obwohl Gerrit für diese Mächte zugänglich ist, spürt er ebenso die Kraft und Wirkung dessen Widersachers, des weißen Mondes, in sich. Gerrits Aufenthalt in Vamuns Gemächern birgt sowohl schreckliche als auch fantastische Erlebnisse für den Jungen. Aber ihn beschäftigt immer wieder die Frage nach seiner Herkunft. Wird er Vamun verlassen, um seine Familie zu finden?

Meine Meinung:
Die Erwähnung der beiden Gegenspieler, des machtgierigen roten und des heilenden weißen Mondes, weckte mein Interesse, als ich von diesem Buch hörte und ich beschloss, es zu lesen. Zunächst war ich begeistert und gefangen von dem Schicksal Gerrits. Wie er in das Kloster abgegeben wurde, sich nach einiger Zeit dort einlebte und schließlich aus finanziellen Gründen auch von dort weggegeben wurde. Als seine Zeit bei Vamun begann, war es auch interessant zu lesen, welche Ausbildungen der Junge durchlaufen würde. Leider beschränkte sich die Erzählung fast nur auf das Wissen rund um die Monde und auf die Kampfkunst, die anderen Disziplinen wurden eher nur gestreift. Ebenso wenig Aufmerksamkeit erfuhren die Weggefährten des Jungen. Natürlich geht es hier in erster Linie um Gerrit und um Vamuns Wunsch, ihn zu seinem Verbündeten des roten Mondes zu machen, aber zur Abrundung der Erzählung hätten mich diese Nebengeschichten auch interessiert. Vamun ist ein schrecklicher Herrscher, dies wird allerdings ein wenig zu häufig dargelegt. An einigen Stellen ist dieser Fantasy-Roman für meinen Geschmack etwas langatmig. Vieles wird mehrfach ausführlich dargelegt, so zum Beispiel die Demonstration der Grausamkeit des Herrschers über Gerrit. Aber auch dessen Möglichkeiten, sich aus schwierigen Situationen zu retten, sind offensichtlich in ihren Mitteln begrenzt und wiederholen sich. Ich möchte dies nicht weiter ausführen, sonst verrate ich denen, die das Buch noch nicht kennen, zu viel. Nach spätestens einem Drittel fand ich die Geschichte sehr vorhersehbar und wenig überraschend, da ich meist ahnte, wie Gerrit sich aus der Klemme befreien würde oder eine Aufgabe zu meistern gedachte. Auch der weitere Plot des Buches verlief leider nicht wirklich überraschend. „Rubor Seleno“ wird einsträngig mit einigen Rückblicken erzählt. Was ich schade fand, war, dass es im Prinzip zwei Handlungsstränge gab, diese aber in einen zusammengefasst wurden. Mich hätte von Anfang an sehr interessiert wie Gerrits Familie mit diesem Verlust des Sohnes umgegangen ist. Die Empfindungen und Handlungen der Familie, um den ins Kloster abgegebenen Jungen wiederzufinden, hätten sehr gut in den Roman eingeflochten werden können, was der Geschichte zu mehr Spannung und Lebendigkeit hätte verhelfen können. So las ich das Buch zwar zu Ende, um zu wissen, wie es ausgeht und ob ich mit meinen Vermutungen richtig lag, aber wirklich fesseln konnte mich diese selenorische Erzählung leider nicht. Was auch nicht förderlich wirkte, waren die relativen Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler.

Mein Fazit:
Auf der Grundlage der Mythen um die beiden Monde hätte viel mehr Phantasie und Spannung herausgekitzelt werden können. Ich vergebe für dieses Buch 2 ½ Sterne, die ich wegen der Fehler auf 2 Sterne abrunde.

Infos zum Buch:
„Rubor Seleno“ ist am 15.08.2013 unter der ISBN-Nr. B008UAPOZI im Amicus-Verlag erschienen und auch als eBook erhältlich.

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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