*+* Nicht Fisch, nicht Fleisch *+*

Joyland-9783453268722_xlStephen King: „Joyland“                    :-D :-D :-D

Beschreibung:
In Joyland nimmt der Autor den Leser auf einen Trip in die Siebzigerjahre mit. Auf verhängnisvolle Weise kreuzen sich in einem kleinen Vergnügungspark die Wege eines untergetauchten Mörders und eines Kindes. Und mitten im sich überschlagenden Geschehen steht ein junger, unschuldiger Student und weiß: Irgendwann ist es mit der Unschuld vorbei. Irgendwann hört jeder Spaß auf. Um sich sein Studium zu finanzieren, arbeitet Devin Jones während der Semesterferien im Vergnügungspark Joyland an der Küste von North Carolina. Drei Dinge sind es, die ihn im Laufe des Sommers 1973 vor allem beschäftigen: Seine große Liebe Wendy gibt ihm per Brief den Laufpass. In der Geisterbahn Horror House soll es spuken, nachdem dort ein Mädchen ermordet wurde. Und er fragt sich, welches Geheimnis sich wohl hinter der schönen jungen Frau mit ihrem behinderten Sohn verbirgt, an deren Strandvilla er jeden Tag vorbeikommt. Vom unbekümmerten Schaustellerleben in Joyland fasziniert, verlängert Devin seinen Aufenthalt. Mit seinen neugierigen Nachforschungen tritt er jedoch eine Lawine von Ereignissen los, bei denen es schließlich um Tod oder Leben geht … (Quelle: Lovelybooks)

Das Cover:
Der Eingang von „Joyland“ ist zu sehen. Es ist Abend, das Willkommens-Schild ist beleuchtet und ich fühlte mich unbewusst auch herzlich willkommen, dieses Buch zu lesen. Meine Zusammenfassung: Der 61-jährige Devin erzählt rückblickend auf das Jahr 1973 seine Erlebnisse als 21-Jähriger. In den Semesterferien nimmt er einen Job im Freizeitpark „Joyland“ an. Devin erzählt sehr ausführlich von seinen Erlebnissen in diesem Sommer…seine Freundin gab ihm per Brief den Laufpass, er lernte eine andere Frau (und ihren Sohn) kennen, er rettete zwei Menschen das Leben, lernte die Macht des Übernatürlichen kennen und überführte einen Mörder.

Meine Meinung:
Um es vorweg zu nehmen: Nach dem Text des Buchrückens hätte ich ein sehr spannendes Buch erwartet. Dort scheint es so als ob einem Kind, das „Joyland“ besucht, dort Gefahr durch den Mörder droht und es dringend Schutz benötigt. Die Geschichte ist jedoch eine völlig andere und sie ist leider auch nicht besonders spannend. Der Großteil des Buches besteht aus den Erzählungen von Devin darüber wie er mit der Trennung von seiner damaligen Freundin zurechtkam, wie es im Freizeitpark „Joyland“ zuging und wie er den behinderten Jungen Mike und seine Mutter kennenlernte und was er mit ihnen erlebte. Zwischendurch floss ein wenig Mystery ein, die allerdings sehr farblos blieb. Auch die Überführung des Mörders war alles andere als spektakulär. Dadurch, dass die Story in der Ich-Form von Devin selbst geschildert wird, weiß der Leser von Anfang an, dass der Hauptcharakter ein gutes Ende findet, wodurch ein Großteil der möglichen Spannung sogleich entfiel. Durch die Zusammenfassung der Geschichte wusste ich, dass der gesuchte Mörder auf dem Spaßpark-Gelände zu finden war und ich hatte sofort den richtigen Riecher, wer es ist, warum auch immer. Auch ist die Geschichte so konstruiert, dass man schon im Vorfeld erahnen kann wie Devin aus den Klauen des Täters befreit wird. In „Joyland“ kommt Stephen King wie ein zahnloser Tiger daher. Von seinen gewohnten Spannungs- und Horror-Qualitäten ist hier nichts zu spüren, noch nicht mal in den Szenen, in denen er es so richtig hätte krachen lassen können. Unter´m Strich muss ich sagen, hätte mir der Roman ohne diese Einschübe deutlich besser gefallen, denn eigentlich ist „Joyland“ eine schöne Hommage an die 1970er Jahre, eine sehr gefühlvolle, teilweise etwas langatmige, Erzählung mit toll gezeichneten Charakteren. Devin bringt seine Erlebnisse als junger Mann sehr glaubhaft rüber und zwischenzeitlich hatte ich den Freizeitpark direkt vor Augen und konnte zusehen wie die Mitarbeiter ihrem Job nachgingen und Spaß verkauften!

Mein Fazit:
„Joyland“ ist eine schöne Erzählung, in der die verwendeten Mystery- und Krimi-Elemente meiner Meinung nicht hinein passten und mich eher in meiner nostalgischen 70er-Stimmung störten als Pep in die Geschichte zu bringen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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