*+*+* Weniger ist manchmal mehr *+*+*

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Fitzek/ Tsokos: „Abgeschnitten“                     :-D :-D

Inhaltsangabe:
Rechtsmediziner Paul Herzfeld findet im Kopf einer monströs zugerichteten Leiche die Telefonnummer seiner Tochter. Hannah wurde verschleppt – und für Herzfeld beginnt eine perverse Schnitzeljagd. Denn der psychopathische Entführer hat eine weitere Leiche auf Helgoland mit Hinweisen präpariert. Herzfeld hat jedoch keine Chance, an die Informationen zu kommen. Die Hochseeinsel ist durch einen Orkan vom Festland abgeschnitten, die Bevölkerung bereits evakuiert. Unter den wenigen Menschen, die geblieben sind, ist die Comiczeichnerin Linda, die den Toten am Strand gefunden hat. Verzweifelt versucht Herzfeld sie zu überreden, die Obduktion nach seinen telefonischen Anweisungen durchzuführen. Doch Linda hat noch nie ein Skalpell berührt. Geschweige denn einen Menschen seziert …

Das Cover:
Durch ein weiß-hellgraues Etwas, es könnte ein Leichensack sein, ritzt eine Rasierklinge einen geraden Schnitt, aus dem es rot schimmert. In großen Lettern werden wir über die Autoren und den Titel des Thrillers informiert.

Meine Zusammenfassung:
„Abgeschnitten“ besteht aus zwei Erzählsträngen, einer Linda, der andere Professor Herzfeld betreffend, die zum Schluss hin zum Finale zusammenlaufen. Linda ist nach Helgoland geflohen, um endlich Ruhe vor ihrem Stalker zu finden. Leider findet sie vorerst keine Ruhe, denn sie glaubt immer wieder Anzeichen für die Anwesenheit dieses Mannes auf der Insel zu erkennen. Vielleicht ist es aber nur Einbildung, denn durch ein schreckliches Unwetter liegen ihre Nerven immer blanker und spielen vielleicht verrückt. Bei einem Spaziergang im Sturm findet sie eine Leiche am Strand. Sie ist das Bindeglied zwischen diesem und dem zweiten Erzählstrang. Denn die Leiche am Strand enthält eine Information für Professor Herzfeld. Er hatte in einer zuvor gefundenen übel zugerichtetem Leiche einen Hinweis darauf gefunden, dass seine Tochter Hannah in Lebensgefahr schwebt. Von dem Helgoland-Toten erhofft sich der Professor weiter Informationen, die ihn zu seiner Tochter führen bevor es zu spät ist. Er macht sich schnellstmöglich auf den Weg nach Helgoland. Zu dumm, dass die Insel wegen des Unwetters nicht erreichbar ist….somit muss Linda als die rechte Hand des Professors fungieren….

Meine Meinung:
Dieses Buch war meine Fitzek-Premiere und ich war sehr gespannt auf den Thriller, hatte ich doch schon häufig gehört, dass man Fitzek entweder liebt oder hasst. Neugierig darauf, in welcher Kategorie ich landen würde, fing ich mit dem Lesen an. „Abgeschnitten“ wird abwechselnd zwischen Lindas und Herzfelds „Erlebnissen“ geschrieben. Da die Abschnitte teilweise nicht sehr lang waren, gefiel mir dieses Hin und Her nicht besonders gut. Immer wenn ich gerade in dem einen Part Fuß gefasst hatte, wurde ich wieder herausgerissen und las die aktuelle Entwicklung des anderen Hauptcharakters. Hin und wieder endete eine solche Passage dann mit einem Cliffhanger. Leider kam bei mir selten Spannung auf, denn ich ahnte meist wie dieser Cliffhanger ausgehen würde. Die vorher dazu gegebenen Andeutungen und Informationen waren so geschickt dargestellt, dass es so aussah als ob die entsprechende Sache in ganz spezieller Weise abgelaufen sein musste. Wenn man aber genau las, merkte man schnell wann man einer falschen Fährte folgen sollte. Je weiter ich in dem Thriller kam, umso mehr Leichen tauchten auf, die immer weitere Kreise zogen. Der Personenkreis des Buches wurde immer größer und stellenweise gab es Irrungen und Wirrungen, die letzten Endes aber alle aufgeklärt waren. Dieses Durcheinander und Gewusel der eingefügten Handlungen passten gut zu dem ständigen Springen zwischen den Orten und Handlungsträgern. Es gefiel mir aber genauso wenig. Etwas weniger „Action“ und dafür mehr wirkliche Spannung wären mehr nach meinem Geschmack gewesen. Als dann das riesige Knäuel endlich entwirrt war, war ich auch enttäuscht ob der Zusammenhänge und teilweise auch der Handlungsweise einiger Akteure. Bücher sind ja meistens fiktiv, vor allem Krimis und Thriller, aber hier ging mir die Fantasie der Autoren wirklich zu weit, denn die ganze Chose war für mein Empfinden an den Haaren herbei gezogen und nicht nachvollziehbar. Es geht mir nicht um die Szenen, in denen Linda per Handy-Anweisung die Leiche sezierte sondern um die Komposition der Motive einiger Handlungsträger. Das ist sicher Geschmackssache, aber unterm Strich war dieses Buch definitiv nicht mein Fall.

Mein Fazit:
Leider traf der zumeist hochgelobte Fitzek mit diesem Buch überhaupt nicht meinen Geschmack.
Daher vergebe ich nur 2 von 5 Sternen.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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