*+* Was wäre, wenn….? *+*

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Vera Ansen: „Der Soldat und die Unschuld“                    :-D :-D

Rückentext:
England 1815 Nie hätte der unerschrockene Kriegsheld Edward Langley für möglich gehalten, dass die Rückkehr in die feudale Heimat Englands seine schwerste Lebensprüfung sein würde. Ein Ehevertrag, den er nach Napoleons endgültiger Vertreibung einzulösen gedachte, bindet den 10 Jahre älteren Major an die zur Frau erblühten Isabell. Doch nicht nur die Trauer, um den Verlust ihres Bruders und der Hass auf jedes Kriegstreiben steht zwischen Isabell und Edward, sondern auch ein dunkles Geheimnis. Der gereifte Edward erkennt in Isabells Versehrtheit Wunden der eigenen Seele. Sein Kampf um ihr Vertrauen und das Leben selbst, das sie einst verkörperte, gibt seinem Leben einen neuen Sinn. Eine Annäherung voller Widersprüche, die Isabell erst noch lernen muss zuzulassen. Diese fesselnde Familiengeschichte lässt Sie die Fragen unserer Zeit in einem glaubwürdigen historischen Rahmen erleben. – Ein Leseereignis, das Sie bereichern wird –

Zusammenfassung der Autorin:
Keine Angst vor den großen Fragen des Lebens! Zurückversetzt in die englische Gesellschaft des 19. Jh lädt Euch „Der Soldat und die Unschuld“ ein, die Fragen unserer Zeit nach Krieg und Frieden inmitten einer dichten Familiengeschichte zu erleben.  Da dies mein Debütroman war, setzte ich mich intensiv mit der Frage auseinander: Wer sind wir? Und was hat uns zu dem gemacht, was wir heute glauben zu sein? Die Helden meiner Erzählung Edward und Isabell bewegen sich systematisch aus dem geschützten Bereich der Konventionen Ihrer Zeit und durchleben damit Entscheidungen, die auch wir für uns zu beantworten haben! Wer sind unsere Freunde, was wollen wir im Leben erreichen, wen heiraten wir, wem vertrauen wir? Ich entführe Euch auf diese Gedankenreise, bevor Ihr es recht gemerkt habt und weil ich Eure Leselust zu würdigen weiß, ist es für mich eine höchste Pflicht und Freude Euch dabei gut zu unterhalten! Manchmal nannte ich dieses Buch „Roman gegen jede Mutlosigkeit“, da die zum Teil wahren Geschichten, die dem Erzählen voran standen, hier ein gutes Ende finden. Von vielen Lesern bekam ich die Rückmeldung, welche Energie sie nach der Lektüre verspürten!

Das Cover:
Das Cover ist eine Verschmelzung zweier Bilder. Vor dem Hintergrund einer schönen Landschaft, in der schemenhaft ein Paar zu erkennen ist, sieht man die Hand eines Briefschreibers. Wenn man genauer hinschaut, liest man unter anderem den Namen „Edward“, einen der Protagonisten des Buches und dieser Brief könnte aus dem Roman entnommen sein. Insgesamt wirkt das Cover sehr kreativ auf mich, so wie man im Leben oft sein muss.

Meine Meinung:
Das Cover deutet es schon an, in diesem Buch bekommen wir einige Briefe zu lesen. Diese sind sehr gut in die jeweilige Handlung eingebunden und lockern die Erzählung immer wieder auf, vor allem weil sie oft sehr persönlich formuliert sind. Zudem passen Briefe gut in die damalige Zeit, denn es gab ja außer den Briefen keine andere persönliche Kommunikationsmöglichkeit zwischen den Menschen. Auf den ersten Seiten des Buches werden in einer Art Prolog die Handlungsträger des Romans vorgestellt. Diese Vorgeschichte ist nett erzählt, fiel mir aber trotzdem recht schwer zu lesen, denn es werden sehr viele Personen beschrieben bzw. erwähnt. Nachdem ich mir eine Übersicht skizziert hatte, konnte ich der weiteren Geschichte personenmäßig aber gut folgen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Isabell und Edward wurde sehr ausführlich beschrieben. Es ging ständig hin und her und war ein wahres Katz-und-Maus-Spiel mit den Beiden. Zum Einen lag dies an Edwards eigenwilliger Art des Werbens, zum Anderen an Isabels anfänglicher völligen Ablehnung Edward gegenüber. In diese Haupterzählung hat die Autorin einige Nebengeschichten eingeflochten, die teilweise an ihrer Ausführlichkeit dem Hauptthema in nichts nachstehen. Egal ob es um Isabells Freunde, Cousinen, ihren geisteskranken Onkel oder andere Protagonisten und Handlungsstränge ging, die Autorin setzte mich genauestens ins Bild. Ich mag es zwar gerne ausführlich, aber hier gab es mir doch den einen oder anderen Schlenker zu viel. Zudem habe ich Isabells Schicksal als zu heftig empfunden. Genauer ausführen mag ich dies nicht, sonst nehme ich vorab die Spannung raus. Ich möchte dazu nur sagen, dass sie so viele – auch sehr extreme – Schicksalsschläge innerhalb sehr kurzer Zeit hinnehmen musste, was ich in dieser Dichte als unglaubwürdig empfand. Auch waren für meinen Geschmack viele Personen in ihrer Darstellung sehr überzeichnet. Was mich etwas irritiert hatte, war der Rückentext des Buches. Dort heißt es, der Leser würde innerhalb des historischen Rahmens die aktuellen Probleme erleben, was mich dazu verleitete, Probleme zu erwarten, die ausschließlich aktuell sind. Stattdessen handelt diese Erzählung über das „Wie soll ich mich entscheiden?“ und „Was wäre wenn…?“ der immerwährenden Probleme wie sie die Autorin in ihrem eigenen Einführungstext zum Buch auch nennt (s.o.).

Mein Fazit:
Die Geschichte an sich gefällt mir ganz gut, nur die Umsetzung trifft  nicht wirklich meinen persönlichen Geschmack. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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