*+* Facettenreiches Jugendbuch *+*

 

Zum Teufel mit BarbieSylvia M. Doelger: „Zum Teufel mit Barbie“          :-D :-D :-D :-D

Inhaltsangabe:
Er ist tot! Ich habe ihn erschlagen. Dabei hatte ich doch bis gestern mein Leben einigermaßen im Griff. Sue ist ein selbstbewusstes junges Mädchen, das perfekt zwischen Cyberwelt und Real Life jongliert, bis sie einen fatalen Fehler begeht … Mit einem Last-Minute-Ticket flüchtet sie, ausgerechnet ins verhasste Thailand, wo die Frau lebt, die Sue als Baby weggegeben hat. Dort trifft sie auf eine fremde Kultur und auf Menschen, die ihr Leben verändern … Ein Jugendroman über Freundschaft, Gewalt und die Suche nach Identität.

Das Cover:
Der Ausschnitt des Gesichts einer Jugendlichen ist zu sehen. Sie schaut mir zugleich trotzig, fragend und verletzt entgegen und ich ahne, dass dies Sue sein könnte oder eine andere junge Dame auf der Schwelle von der Jugendlichen zur Erwachsenen.

Meine Zusammenfassung:
Sue steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Sie spiegelt diejenigen dieser Generation wieder, für die es normal ist, grenzenlos verwöhnt zu werden, alles zu haben, was das Herz begehrt und gar nicht wissen, was wirkliche Probleme bedeuten. Sobald sich eine Schwierigkeit andeutet, wird gekniffen. So hätte ihr Leben weitergehen können, sofern nicht dieses einschneidende Erlebnis eingetreten wäre. Sue hat sich ohne das Wissen ihrer Eltern mit ihrem Chat-Partner verabredet. Als sie bei ihm ankommt, merkt sie, dass sie einer Betrügerei aufgesessen ist, denn sie steht einem älteren Mann gegenüber und kann sich nur in letzter Not von ihm befreien und verlässt überstürzt nicht nur dessen Wohnung sondern begibt sich regelrecht auf die Flucht. Sie ist eine halbe Thai und wie der Zufall es will, verschlägt es sie nach Thailand….eine Gelegenheit für sie ihre fernen Wurzeln kennenzulernen.

Meine Meinung:
Zu Beginn dieses Buches war ich ein wenig entsetzt darüber wie oberflächlich und gleichgültig viele Jugendliche heutzutage offenbar sind. Aber dass man nicht für immer und ewig seine Eigenschaften beibehalten muss, wird am Beispiel von Sue klar gemacht. Durch viele Erlebnisse und Umstände wird sie gezwungen, sich selbst mit ihren Problemen zu konfrontieren. Sie lernt, dass nicht immer jemand zur Stelle ist, um ihre Probleme zu lösen und dass sie die Dinge selbst in die Hand nehmen muss, um etwas – und letzten Endes auch sich selbst – zu ändern. Der Schreibstil und die verwendete Sprache sind sehr nah dran an den heutigen Jugendlichen, was ein klares Plus für die angesprochene Zielgruppe ist. Auch die angesprochenen Themen wie Diebstahl und Rauschmittel dürften für einige nicht nur zum „Hören-Sagen“ gehören. An einigen Stellen trägt die Autorin für meinen Geschmack ein bisschen zu dick auf und leider wird für mein Verständnis als Mutter zweier Kinder das Thema Drogen nicht ernst genug genommen und eindringlich genug behandelt. Ansonsten empfinde ich das Buch als recht gelungen und empfehlenswert für Jugendliche.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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