*+* Mexiko im 19. Jahrhundert *+*

Im-Tal-der-traumenden-Gotter-9783426509807_xs Carmen Lobato: „Im Tal der träumenden Götter“          :-D :-D :-D :-D

Kurzbeschreibung:  Mexiko Ende des 19. Jahrhunderts: Glücklich und zufrieden lebt Katharina mit ihrem Mann und ihren Kindern auf ihrem Landgut. Sie lieben ihre beiden Töchter Josefa und Anna, die unter-schiedlicher nicht sein könnten. Stets fühlt sich Josefa zurückgesetzt, glaubt nicht dazuzugehören. Als sie einem zwielichtigen Großgrund-Besitzer begegnet, verfällt sie ihm vom ersten Moment an. Kann Katharina ihre Tochter vor einem folgenschweren Fehler bewahren?

Meine Zusammenfassung:
Die Familie Alvarez lebt auf ihrem Gut im Mexiko des 19. Jahrhunderts. Die Menschen dort versuchen den dortigen Frieden im immer mehr im Chaos versinkenden Land aufrecht zu erhalten, was immer schwieriger wird. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft erschreckend weit auseinander. Viel schlimmer als die Armut ist für diese Menschen allerdings die Behandlung durch die Weißen. Als Probleme aufkommen, die auch die Familie auf dem Gut betreffen, nehmen die Dinge ihren Lauf. Nichts ist mehr wie es ist, vieles ist anders als es scheint. Einige Probleme werden gelöst, andere nicht.

Das Cover:
Das Buch ziert eine wunderschöne Landschaftsaufnahme, die vermutlich in Mexiko entstanden ist. Wir sehen ein Tal, durch das sich ein Fluss schlängelt, flankiert von saftig grün bewachsenen Berghängen….Das „Tal der träumenden Götter“ halt.

Meine Meinung:
Obwohl das Buch fast 600 Seiten hat, bin ich fast hindurch geflogen und war ein bisschen traurig, als ich es zuschlagen musste. Ein bisschen schwer kam ich in die Geschichte, denn es werden ziemlich viele Personen an verschiedenen Orten erwähnt, die durch familiäre, freundschaftliche, gesellschaftliche oder politische Verbindungen miteinander verstrickt sind. Als ich das Buch ausgelesen hatte, entdeckte ich im Anhang ein Personenverzeichnis, was seinen Zweck besser am Anfang des Buches erfüllt hätte. Ansonsten liest sich die Geschichte sehr gut und am Ende des Romans merkte ich, dass ich doch neben dem Familienschicksal so einiges über das Mexiko der damaligen Zeit gelernt habe. Erschreckend realistisch schildert die Autorin die politischen Machtverhältnisse. Wer kein weißes Blut in sich trägt, wird sofort abgestempelt, ist nichts mehr wert und wird, falls er überhaupt Beachtung findet, nur ausgenutzt und dann fallen gelassen. Ich fand es ganz schrecklich, wie willkürlich manche Dinge gehandhabt wurden, getreu dem Motto: Wenn mir deine Nase nicht gefällt und du keinen überzeugenden Fürsprecher hast, hast du leider verloren. Diese Willkür erfuhren leider auch Familienmitglieder bzw. Freunde der Familie. Dadurch, dass man die betroffenen Menschen durch die vorherigen Schilderungen schon ein wenig kennen gelernt hatte, fieberte ich mit und hoffte, dass sie sich irgendwie aus den Klauen der Macht befreien können. Wie die Familie und die Freunden mit diesen Schicksalen umgeht ist sehr detailliert beschrieben und es ist sehr interessant zu erfahren wie manche Menschen in verschiedener Gesellschaft ihr Verhalten und ihre Ansichten ändern können und somit das Leben vieler anderer beeinflussen. Mexiko-City wird, wie so vieles andere auch, sehr lebhaft und plakativ geschildert. Bei der Beschreibung der Armenviertel rümpfte ich unbewusst die Nase, so gut konnte ich mich dort hineinversetzen. Auch die Beschreibung der mexikanischen Stadt, der Feste und der alten Kulturstätten gefielen mir sehr gut, allerdings hätte ich sehr gerne mehr solcher „kulturellen Einschübe“ gelesen.

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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