*+* Tohuwabohu mit wenig Spannung *+*

Judasbrut-9783839213834_xsSabine Fink: „Judasbrut“                     :-D :-D

Rückentext:
VERTRAUENSBRUCH Was haben eine tote Obdachlose in Nürnberg, eine eifersüchtige Ehefrau in Erlangen und ein dubioser Fremder in der Fränkischen Schweiz gemeinsam? Nichts, glaubt die Erlanger Kommissarin Maria Ammon. Nachdem eine weitere Leiche gefunden wird, dämmern ihr Zusammenhänge, die nicht nur ihre beste Freundin Nina, sondern auch die Besucher der Erlanger Bergkirchweih in Gefahr bringen. Der Feind deines Feindes ist dein Freund – doch wer ist wer in diesem makabren Spiel aus Liebe, Wissenschaft und Idealismus? Ein hochspannender Biowaffenthriller – gut recherchiert und erschreckend realitätsnah!

Das Cover:
Passend zum Schlagwort „Biowaffen“ sind auf diesem Cover 3 Petrischalen mit hellblauer Nährlösung und Keimansatz zu erkennen. Dies bietet einen guten Kontrast zum schwarzen Hintergrund und ist ein echter Hingucker. Des Weiteren informiert uns noch der Hinweis „Frankenkrimi“ über den Schauplatz des Geschehens.

Meine Zusammenfassung:
Die Geschichte beginnt damit, dass sich Nina im Wald verläuft und aus lauter Verzweiflung mit einem Fremden mitgeht. Anstatt sie aus dem Wald herauszuführen, bringt er sie in eine einsame Hütte und der Leser wird lange im Dunkeln gelassen, was genau dort passiert ist. An einem anderen Schauplatz setzt Dr. Eichmüller einen Notruf wg. eines drohenden Herzinfarktes ab und beschuldigt seine Frau, an seinem schlechten Gesundheitszustand schuld zu sein. Die Kommissarin Maria Ammon beginnt mit ihren Ermittlungen und schon bald ist sie in einen komplexen Fall Eichmüller verstrickt, der immer weitere Personenkreise zieht. Während dieser Ermittlungen erfährt der Leser sowohl vom Fund zweier toter Obdachloser als auch dem Auftauchen verschiedener Schreckenserkrankungen. Was hat das jedoch mit dem Fall Eichmüller zu tun? Und ist Ninas Erlebnis im Wald ebenfalls relevant zur Aufklärung des Falles? Wann und wie kommt hier das Thema „Biowaffen“ ins Spiel?

Meine Meinung:
Als ich die Beschreibung des Buches las, waren für mich die Begriffe „Biowaffen“ und „Thriller“ die Schlüsselreize, das Buch lesen zu wollen. Nach der Lektüre muss ich jedoch sagen, dass man gehörige Abstriche machen muss, wenn man einen hochspannenden und packenden Thriller erwartet. Die Bezeichnung „Kriminalroman“ hätte es besser getroffen, denn eine verkappte Liebesbeziehung und familiäre Verstrickungen sind mir hier die Hauptthemen gewesen. Sehr spannend war das erste Kapitel, wo sich Nina im Wald verläuft und dem Fremden begegnet. Leider ist es der Autorin nicht gelungen, diese Spannung zu halten oder später nochmal aufzubauen. Auch wer auf das Thema „Biowaffen“ setzt, wird enttäuscht. Ich hatte erwartet, dass sich ein größerer Teil des Geschehens in Laboren oder anderen Forschungseinrichtungen abspielt, aber weit gefehlt! Das Labor wird eigentlich immer nur genannt und einige Krankheiten nur kurz in Form von Zeitungsmitteilungen erwähnt. Lediglich zum Schluss hin wird es etwas naturwissenschaftlich. Für meinen Geschmack ist dies deutlich zu wenig für einen ausgewiesenen „Biowaffenthriller“. Des Weiteren empfinde ich die Komposition der verschiedenen Handlungsstränge als nicht stimmig. Die Protagonisten handeln zudem manchmal nicht nachvollziehbar und unlogisch. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, um nichts von der Geschichte vorweg zu nehmen. Es ist mal wieder wie fast alles im Leben Geschmackssache, aber dieses Buch hat mich persönlich leider nicht überzeugt.

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Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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