*+* Lehrstunde über Wilderei und Schwabenkinder *+*

Platzhirsch-9783866123434_xsNicola Förg: „Platzhirsch“                    :-D :-D

Rückentext:
Zückt der Jäger seine Flinte, sitzt der Hirsch wohl in der Tinte. Eine ermordete Biologin und ein Elch als einziger Zeuge – nicht die besten Voraussetzungen die Ermittlungen von Irmi Mangold und Kathi Reindl, doch schon bald tauchen erste Verdächtige auf. Hatte sich die Jägerin, die Rehe lieber im Wald als auf dem Telelr sieht, mit den falschen Leuten angelegt?
„Mit Witz und Charme bereitet Nicola Förg vergnügliche Lesestunden (Münchner Merkur) „Was für ein famoses Ermittlerinnen-Duo!“ (Maxi)

Das Cover:
Vor einer saftig-grünen Wiese sitzt ein Dackel auf einem Tisch mit rot-weiß-karierter Decke. Vor ihm liegen ein Alphorn und ein grüner Sepplhut. Den Text des Buchrückens im Hinterkopf erwartete ich jetzt erst recht einen humorvollen und unkonventionellen Krimi.

Meine Zusammenfassung:
Die Biologin und Wildtierschützerin Regina von Braun wird von einer Kindergartengruppe tot aufgefunden. Nachdem sich die anfängliche Aufregung gelegt hat, beginnen die beiden Polizistinnen Kathi und Irmi zu ermitteln. Einige Hinweise führen sie in Wildererkreise, eine andere Spur weist ihnen den Weg zu einem dubiosen Gynäkologen. Und auch der Biathlontrainer von Kathis Tochter steht plötzlich unter Mordverdacht… Das Polizistinnenduo ist ratlos und hat zum Glück noch ein altes Tagebuch – eingescannt und auf dem Laptop der Toten gespeichert – das ihnen letzten Endes den rechten Weg weist.

Meine Meinung:
Nach der Beschreibung auf der Umschlagseite sowie dem witzigen Cover hatte ich einen spritzigen, witzigen Krimi mit vielen Überraschungen und einer guten Portion Humor erwartet…und wurde in allen Punkten enttäuscht.
Mir scheint es so zu sein, dass der Autorin die Themen „Wilderei“ und „Das Schicksal der Schwabenkinder“ sehr am Herzen liegen und sie darüber schreiben wollte. Um es als Krimi zu tarnen, hat sie dann einen Mordfall mit eingebaut.
Witzig-spritzig ist das Buch nicht, eher behäbig-langweilig. In aller Ausführlichkeit wird mehrmals das Thema der Wilderei durchgekaut. Kein schönes Thema, ich gebe es zu, aber wenn ich mich darüber informieren möchte, kaufe ich mir ein anderes Buch. Ebenso verhält es sich mit dem Schicksal der Schwabenkinder. Dies war zweifelsohne eine schreckliche Sache und in keiner Weise zu entschuldigen. Um mich über dieses Thema informieren wollte, würde ich aber ebenfalls andere Literatur wählen. Der Kriminalfall an sich kam extrem zu kurz und ist sehr leicht zu durchschauen. Schon nach dem ersten Kapitel hatte ich einen Verdacht, der dann zum guten Schluss bestätigt wurde. Da nutzten auch die langatmigen Versuche des in-die-Irre-Führens nichts.
Das Motiv, das dem Mord zu Grunde liegt, ist für mich genauso wenig überzeugend wie die Darstellung und Handlungsweise der beiden Polizistinnen.

Mein Fazit:
Die Geschmäcker sind verschieden, aber ich denke der Stil von Frau Förg ist nichts für mich. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

Über irveliest

Wie ihr euch sicher schon denken könnt lese ich sehr gerne, am liebsten Krimis und Thriller, aber auch niveauvolle Romane, Kinder- und Jugendbücher. Meine Lieblingsbuchhandlungen sind unsere kleine Buchhandlung am Ort und zum ordentlichen Stöbern Thalia in der Nachbarstadt. Online stöbere ich am liebsten bei lovelybooks und auch bei Amazon nach Büchern...
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